Ein Teil unseres Tanzkreises Bruckmühl/Götting hatte sich für den Faschingsball Bal Pare in Bad Aibling Karten besorgt. Wir waren sehr neugierig, ob sich das Eintrittsgeld von € 27,50 lohnen würde.

Wir wurden nicht enttäuscht:

  • Die Band Up to Date spielte vielseitige Tanzmusik in einer vernünftigen Lautstärke, auf die wir gut tanzen konnten
  • Es traten 4 Faschingsgilden auf: Bad Aibling, Rosenheim, Neubeuern, Rohrdorf
  • Die Faschingsgilde Bad Aibling hatte sogar eine Kindergruppe dabei, die als Wildkatzen verkleidet, eine Show aufführten. Das Prinzenpaar Stefanie und Hubert zeigte nicht nur den üblichen Walzer, sondern überraschte durch einen Akrobatikauftritt von Stefanie, die Turnerin ist
  • Die Faschingsgarde aus Rosenheim widmete ihren Auftritt Michael Jackson. Prinz Thomas, singender Tänzer aus dem Spielzeugland, begeisterte durch seinen singenden Showbeginn und den lateinamerikanischen Showtanz mit vielen Hebefiguren (und das, obwohl die linke Hand verstümmelt ist).  Seine Prinzessin Claudia, Meisterin der rauschenden Feste war die Hübscheste des Tages. Beide zeigten erstklassiges Tanzen
  • Die Faschingsgarde aus Neubeuern mit Prinzessin Katharina und Prinz Volker zeigten sich unter dem Motto “Afrika”
  • Die Faschingsgarde aus Rohrdorf unter Prinzessin Eva und Prinz Florian präsentierten sich im Stile des Wilden Westens. Hier boten die Männer eine eigene “Mister-Show”, die damit endete, dass sie in ihren rosafarbenen Unterhosen dastanden
  • Um Mitternacht gab es Weißwürste
  • Gute Stimmung bei ausverkauftem Saal

Bal Pare Bad AiblingBal Pare Bad AiblingBal Pare Bad AiblingBal Pare Bad AiblingBal Pare Bad AiblingBal Pare Bad Aibling - Up to DateBal Pare Bad Aibling - Up to DateBal Pare Bad Aibling - Gute Laune

Hanne, Carmen, Carola, Ludwig und ich fahren zum Gasthaus Innerst. Unterhalb des Gasthofs, im Talgrund ist unser Ausgangspunkt für die Besteigung des Wildofen, 2.553 m. Der Weg vom Wehr führt entlang eines längeren Ziehwegs bis hinauf zu einer freien Fläche mit den Thagetlaneralmen. Von dort geht es hinauf bis zum Grad (ca. 1 Std.) und über den Grad zum Gipfel (ca. 3/4 Std.). Insgesamt brauchten wir 3 1/2 Stunden für den Aufstieg.

In der Sonne konnten wir eine kurze Gipfelrast einlegen, bevor wir durch herrliche Pulverschneerinnen abfahren können. Die momentane gute Lawinensituation erlaubt uns diesen Spaß.

WildofenWildofenWildofen - ThagetlaneralmWildofen - GradWildofen - Blick auf HirzerWildofen - AbstiegWildofen - Abfahrt

1. Tag, 03. Januar 2010

Die Feier-, Fenster- und Urlaubstage wollen wir nutzen für einige Skitouren. Unser Ziel ist das Ratschingstal in Südtirol. Auf dem Weg nach Sterzing fahren wir aber zuerst einmal hinter dem Brennen ins Obernbergtal, auf den Parkplatz Waldesruh, 1.439 m. Bei diesem strahlenden Winterwetter ist dieser natürlich voll belegt. Von dort gehen wirüber die Kastenbergalm hinauf auf den Muttenkopf, 2.638 m.

Aufstieg MuttenkopfAufstieg MuttenkopfMuttenkopf - Gipfel

Wetter: sonnig, aber kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig bis plattig
Höhenmeter: 1.240 m
Aufstiegszeit: 2.45 Std.

Danach Weiterfahrt ins Ratschingstal zum Gasthof Schölzhornhof, 1.482 m.

2. Tag, 04. Januar 2010

Direkt von unserer Unterkunft können wir unsere für heute geplante Skitour auf die Hohe Kreuzspitze, 2.743 m, beginnen. Über den Forstweg durch den Wald erreichen wir freies Gelände und steigen in einer Rechtsschleife zur Klammalm, 1.925 m. Kurz danach gabelt sich der Weg: Rechts über die Staumauer, vorbei am Butsee geht es zur Hohen Kreuzspitze. Erst am Joch ist der Gipfel sichtbar, der durch eine kurze Abfahrt und anschließendem Gipfelaufstieg erreicht wird.

Zurück an der Staumauer nach schwieriger Abfahrt – aufgrund der Lichtverhältnisse ist das Gelände fast nicht erkennbar, beschließen Benni, Michl, Christine und ich, noch auf die Kleine Kreuzspitze, 2.518 m zu gehen. Die Anderen wählen die direkte Abfahrt zum Gasthaus mit entsprechendem Einkehrschwung.

Ausgangspunkt zur Hohen KreuzspitzeAufstieg und Blick zum Joch vor Hohen KreuzspitzeGipfel der Kleinen KreuzspitzeAbfahrt von Klammalm

Wetter: wolkenverhangen, diffuses Licht, kalt
Schneebedingungen: zerfahren, meist plattig
Höhenmeter: 2.016 m
Gesamtzeit: 6.15| Std.

3. Tag, 05. Januar 2010

Wieder können wir am Gasthof starten. Allerdings laufen wir ein Stück die Straße zurück, bis rechts eine Forststraße abzweigt. Von dort geht es hinauf auf die Innere Wumbisalm, 1.906 m zum Glaitner Joch. Rechts hinauf mit den Skiern zum Glaitner Hochjoch, 2.389 m. Wir fahren zurück zum Joch und weiter Richtung Saxner. Ein schöner Höhenrücken windet sich ins Tal Richtung St. Leonhard. Herrliche Hänge laden ein zur Abfahrt. Leider sehr hart, harschig, windverblasen. Aber erst am Almgelände auf 1.684 m Höhe rüsten wir um, um wieder hinauf zu steigen und schließlich den Gipfel des Saxner, 2.358 m zu erreichen. Entlang der Aufstiegsspur fahren wir hinunter. Allerdings wird die Abfahrt über die Forststraße verweigert und so rutschen wir eine Bachrinne hinunter, die teilweise nur abgeklettert werden kann – von Skifahren kann nicht die Rede sein, aber ein kleines Abenteuer muss sein.

Gasthof SchölzhornBlick Richtung Hohe und Kleine KreuzspitzeGelände Innere WumbisalmInnere WumbisalmUnterhalb Glaitner HochjochChristine und Michi am Glaitner JochVom Glaitner Joch Gipfelanstieg SaxnerAufstieg von St. Leonhard auf SaxnerGipfelbezwinger SaxnerAbfahrt vom Saxner“Skifahren” durch Rinne

Wetter: sonnig, kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig, hart, plattig
Höhenmeter: 1.630 m
Gesamtzeit: 5 Std.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit schaffe ich es noch auf die Loipe Ratschings – Vinaders, die unterhalb des SchölzhornhofGasthofs beginnt. Sie verläuft direkt am Bach entlang, ist gut gespurt (klassisch und Skating), etwa 10-12 km lang.

4. Tag, 06. Januar 2010

Unsen letzten Tag im Ratschingstal beenden wir mit einer relativ kurzen Tour auf den Fleckner, 2.331 m. Auf der bereits bekannten Forststraße geht es durch den Wald zur Äußeren Wumblsalm, 1.865 m. Durch schöne Hänge geht es hinauf auf den Kamm und entlang des Grats zum Gipfel. Von dort haben wir noch eine grandiose Aussicht, bevor wir entlang der Aufstiegsspur abfahren.

Forststraße zur Äußeren WumblsalmVerschneite BachrinneAlmgelände Äußere WumblsalmGipfel des Fleckner

Wetter: sonnig, mäßig kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig
Höhenmeter: 961 m
Gesamtzeit: 3 1/2 Std.

Teilnehmer: Ralf, Benni, Michi, Michl, Peter, Roswitha, Christine

Unterkunft: Gasthof Schölzhorn, gutes Essen, nette Wirtsleute, saubere und angenehme Zimmer

Übersichtskarte Ratschingstal

Eine Gruppe Tanzbegeisterter trifft sich jeden Montag mit einem Trainer in der Sporthalle der Grund- und Hauptschule in Götting. Standardtänze, wie Quickstep, langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfow tanzen wir mit der gleichen Begeisterung wie die lateinamerikanischen Tänze Cha-Cha, Rumba, Samba, Jive und ab und zu Discofox.

Turnierambitionen verfolgt keiner von uns. Wir tanzen, weil es uns Spaß macht und wir haben den Ehrgeiz, immer wieder ein wenig dazuzulernen.  Nebenbei pflegen wir auch die Geselligkeit. So besuchen wir gemeinsam Tanzveranstaltungen in der näheren Umgebung, gehen auf Faschingsbälle und fahren miteinander über ein Wochenende weg, um zu wandern und natürlich auch zu tanzen. Altersmäßig ist jeder bei uns willkommen, der Spaß am Gesellschaftstanz hat.

Training:

Jeden Montag 20.00 – 22.00 Uhr (außer Schulferien) in der Sporthalle Götting, Schulstraße, 83052 Bruckmühl/Götting

Jeden Donnerstag 20.00 – 22.00 Uhr freies Training im MuTaBi, Eichpold 8, 83052 Bruckmühl (sicherheitshalber vorher anrufen)

Kontakt:

Angela Bauer, Tel. 08062/725980, bauer@bauer-angela.de

oder einfach Mittanzen am Montag oder Donnerstag

Kosten:

3-maliges kostenloses Mitmachen

Danach 40,00 Euro/Jahr Vereinsbeitrag DJK Götting plus 10,00 Euro/Monat Beitrag für Tanzsparte

Mit unserem Tanzkreis trafen wir uns anlässlich der Weihnachtsfeier im Gasthof Wilparting “Zum Moar”. Die Speisekarte versprach leckere Gerichte und auch das Ambiente ist sehr nett.

Ich kam etwas später und rechnete bereits mit geschlossener Küche. Auf Nachfrage konnte ich aber noch einen Salatteller bestellen. Doch welche Enttäuschung! Offenbar hat sich der Koch bei mir gerächt, dass er so spät (gegen 22.00 Uhr) noch einen Salat machen musste. Der Salat – eigentlich gute frische Zutaten mit Körnern – wurde im Öl-Essig-Dressing regelrecht ertränkt. Er war ungenießbar. Mit den Folgen hatte ich noch am nächsten Tag zu kämpfen.

Leider erst am nächsten Abend entdeckten wir auch, dass für den Wein weitaus mehr berechnet wurde, als dieser laut Speisekarte kostete.

Unser Fazit: Einmal, und nieeee mehr wieder!

Gemeinsam mit Helga habe ich mich bereits vor fast einem Jahr zu einem besonderen Trecking in Nepal bei Amical angemeldet: Mustang Naar Phu Trekking mit Besteigung des Seribung Peak, 6.328 m hoch. Nach einer intensiven konditionellen Vorbereitung und einer Aufstockung des vorhandenen Materials geht es am 10. Oktober los per Bahn nach Frankfurt und Nachtflug mit Ethiad Airways über Abudabi (6 Stunden Aufenthalt) nach Kathmandu. Das dortige Shangri La erreichen wir abends am Sonntag, 11. 10.2009. Wir bekommen noch ein Abendessen.

1. Tag: Montag, 12.10.2009
Kathmandu – Pokhara

Erst am Nachmittag bringt uns das Flugzeug zur nächsten Station, nach Pokhara. Deshalb bleibt uns der Vormittag zur eigenen Erkundung von Kathmandu. Bereits vor dem Frühstück nutze ich die Zeit, um die ersten Eindrücke zu gewinnen. Danach geht es mit Helga durch den touristischen Stadtteil Thamel, der vom Hotel gut zu Fuß zu erreichen ist. Dort reiht sich ein Händler an den nächsten. Die Läden sind voll mit Plagiaten aller Sportmarken. Wer soll das nur alles kaufen? So viele Touristen kann es gar nicht geben. Leider bleibt unsere Suche nach Gamaschen für Helga und nach einer Wanderkarte mit unserer Trecking-Route vergebens.

Reibungslos landen wir in Pokhara und werden zum dortigen Shangri-La gebracht. Nach Bezug unserer netten Zimmer nehmen wir uns zusammen mit Gerald und Dagmar ein Taxi, um zum Phewa-See zu fahren. Ein Ruderboot bringt uns noch schnell auf eine kleine Insel im See, auf der sich der Hindutempel Varahi Mandir mit vielen erotischen Schnitzereien befindet. Leider ist es mittlerweile ziemlich dunkel, aber noch jede Menge Besucher weilen auf der Insel. Dieser See liegt sehr malerisch, umrahmt von den Gipfeln des Himalaya, wie Annapurna Himal. Es reicht gerade noch zu einem kurzen Spaziergang durch die Touristenmeile, bevor es stockfinster wird und wir zum Abendessen im Hotel zurückfahren.

Kathmandu - ThamelPokhara - Hotel Shangri-LaHotelzimmer im Shangri-La, PokharaPhewa-See

2. Tag: Dienstag, 13.10.2009
Pokhara – Jomsom – Kagbeni
ca. 150 hm, 3 Std. Gehzeit

Früh beginnt der Tag – extra für uns wurde das Frühstück früher als üblich angerichtet – gleich mit einer Gaudi: Priska entdeckt mitten auf dem Frühstücksbüffet eine kleine Maus. Diese scheint Quartier im “Paradies” bezogen zu haben.

Mit einer kleinen Maschine geht es bei bestem Wetter durch die angeblich tiefste Schlucht der Erde, dem Kali Gandaki nach Jomsom, 2.720 m. Die Landebahn beeindruckt durch die Rampe in diese Schlucht, die aber aufgrund ihrer Weite nicht beängstigend wirkt. Durch die Fenster der Maschine bekommen wir bereits einen Eindruck der gigantischen Szenerie.

Die Formalitäten in Jomsom sind schnell hinter uns gebracht. Bei einer Tasse Tee auf einem Hausdach lässt sich die Wartezeit gut überbrücken und wir haben einen ersten Blick auf die uns begleitende Mannschaft und dem mitzuführenden Material. Wohin man schaut Träger, Sherpas im Alter von 16 – 40 Jahren und nebst unseren Taschen Küchengeschirr, Zelte, Proviant, Erste-Hilfe-Koffer und so weiter.

Schließlich ist aber alles vorbereitet, auch unser Permit abgezeichnet und der Treck kann beginnen. Wir wandern entlang des Flussbetts des Kali Gandaki zu unserem ersten Übernachtungsplatz in Kagbeni, 2.880 m. Dieses ist bereits sehr tibetisch und dementsprechend sauber. Dort sind in einem Hinterhof unsere Zelte aufgebaut, im Haus gegenüber bekommen wir Mittag- und Abendessen.

Flughafen PokharaJomsomTrekking-MannschaftFlußbett des Kali GandakiKagbeniKagbeniKagbeniZeltlager in Kagbeni

Rosemarie und ich nutzen den Nachmittag für eine erste Bergbesteigung – wir klettern auf den nächsten Bergrücken und erklären die höchste Erhebung zum Gipfel. Von dort haben wir einen guten Überblick auf Kagbeni, das Flußtal und die andere Flußseite. Allerdings ist der zunehmende Wind ziemlich kalt und lässt die Gipfelrast sehr kurz ausfallen.

3. Tag: Mittwoch, 14.10.2009
Kagbeni – Chele (3.100 m)
ca. 460 hm bergauf, 150 hm bergab, 6,5 Std. Gehzeit

Weiter geht es entlang dieses Flußbetts. Die meiste Zeit geht der Weg direkt am Fluß entlang, wobei die ersten Versteinerungen gefunden werden. Hermann, unser Hausarzt, kriegt gar nicht genug davon und klopft eifrig auf der Suche nach dem großen Fund. Erst bei der Mittagspause in Chusang, 2.950 m ist damit erstmal Schluß, als ein Stein ihn am Kopf trifft und eine größere Schnittwunde hinterlässt. Aber bei unserem Ober- und Intensivarzt Fredo und der Krankenschwester Helga ist er in besten Händen und die Wunde wird fachmännisch verklebt.

Chusang ist ein kleines Dorf am Hang mit Resten einer Monastery. In einem Hof gibt es Mittagessen. Dort taucht auch ein Bauer in Lederjacke mit seinem Sohn auf, der uns seine Versteinerungen verkaufen will bzw. Schokolade erbettelt. Ein Frau verkauft Äpfel. Ich streune vor dem Essen noch in der Umgebung herum auf der Suche nach Fotomotiven und entdecke dabei das Bewässerungssystem des Dorfes mit seinen gut erhaltenen und clever angelegten Kanälen. Damit werden die Felder am Rand des Dorfes bewässert und so können die Dorfbewohner alles anbauen, was sie zum Leben brauchen.

Nach der mittäglichen Stärkung  geht es weiter entlang des Flußes. Unterhalb des Dorfes Chele, 3.050 m, überqueren wir auf einer modernen Brücke den Fluß und marschieren nun westlich des Flusses Mustang Khola, die Fortsetzung des Kali Gandaki Rivers. Am Ortsausgang von Chele erwarten uns unsere Zelte in einem weiteren Hinterhof. Die Toilette ist durch eine eigene Tür vom Zeltplatz getrennt – sehr zur Freude von Frieda und Anita, die direkt davor ihr Zelt haben und jedes Mal vom Schlagen der Tür aufgeschreckt werden. Auch hier gibt es im angrenzenden Haus einen Essensraum. So können wir relativ bequem und vor allem windgeschützt sitzend essen.

KagbeniNach KagbeniNach KagbeniNach KagbeniMittagspauseMittagessen in ChusangNördlich von Chusangimg_3905.JPGimg_3909.JPGimg_3913.JPG

4. Tag: Donnerstag, 15.10.2009
Chele – Syangpoche (3.800 m)
ca. 1.450 hm bergauf, 700 hm bergab, 6 Std. Gehzeit

Nach dem üblichen Morgenprozedere mit “Good-Morning-Tee”, Packen, Zeltabbau und Frühstück geht unser Trekking weiter entlang eines steilen Canyons mit herrlichen Ausblicken auf die gegenüberliegende Seite. Sobald das Gelände flacher ist, schmiegt sich eine Siedlung in den Hang. Rundherum sorgen die Felder für die Versorgung der Bewohner: Kartoffeln, Gemüse, Getreide, Reis, aber nur wenig Vieh. Im Hintergrund ragen mächtige Schneeberge auf. Auf dem Weg begegnen wir immer wieder Eselskarawanen, aber auch ein Adler dreht über uns seine Kreise – wir können sogar weit über unseren Köpfen sein Nest erkennen.

img_3917.JPGimg_3925.JPGimg_3949.JPGimg_3950.JPGCanyon zwischen Chele und SamarCanyon zwischen Chele und SamarCanyon zwischen Chele und Samarmustang015.JPG

Wir überqueren unseren ersten Pass (3.624 m), bevor wir wieder hinunter steigen. Direkt an der Höhle Chungsi Monastery machen wir Mittag. Natürlich steht ein Besuch der kleinen Gompa danach an. Offensichtlich wohnt dort noch primitiv ein Mönch, der von den 100 Rupienscheinen der vorbeikommenden Trekker lebt.

Hinauf zum PassMittagpauseChungsi MonasteryChungsi MonasteryChungsi MonasteryChungsi MonasteryChungsi MonasteryChungsi Monastery

Nach ständigem Bergauf und Bergab erreichen wir das kleine Dorf Syangpoche (3.860 m). Unser Zeltlager befindet sich wieder in einem Hinterhof, aber es stehen uns ein Essensraum im benachbarten “Hotel” zur Verfügung.

Zeltplatz in SyangpocheSyangpocheSyangpocheSyangpoche - Essensraum im Hotel

5. Tag: Freitag, 16.10.2009
Syangpoche – Dhakmar (3.820 m)
ca. 800 hm bergauf, 780 hm bergab, 7,5 Std. Gehzeit

Gleich geht es hinauf zum Pass und weiter nach Ghiling (3.570 m). Ein längerer, steiler Anstieg führt zum Nyi La Pass (4.010 m). Hier haben wir einen herrlichen Ausblick nach Norden Richtung Mustang – natürlich werden die ersten Überlegungen angestellt, wo wohl unser Ziel der Saribung ist – und auch zu den schneebedeckten Gipfeln der Annapurna- und Nilgiri-Gruppe. Im Weiler Ghemi (3.520 m) gibt es in einem Restaurant mitten im Dorf ein Mittagessen unserer Kochcrew.

Pass nach SyangpocheWeg nach GhilingNyi La PassGhemiSyangpoche am MorgenWeg nach GhamiWeg nach GhemiUmgebung von GhemiKinder von GhemiKinder von GhemiKochen im Restaurant von GhemiGhemi - Mittagessen

Anders als geplant, gehen wir nicht weiter nach Tsarang, sondern machen einen kleinen Bogen nach Dhakmar. Dabei kommen wir an der längsten Mani-Mauer vorbei.

img_4011.JPGMani-MauerGegenüber von Mani-MauerLandschaft bei Mani-Mauerimg_4036.JPGimg_4039.JPGimg_4046.JPGZeltplatz in Dhakmar

6. Tag: Samstag, 17.10.2009
Dhakmar – Tsarang (3.560 m)
ca. 600 hm bergauf, 700 hm bergab, 6,5 Std. Gehzeit

In Tsarang (3.560 m) übernachten wir direkt unterhalb der wuchtigen Monastery. Ein Besuch dieser Monastery mit Beiwohnen der Zeremonie lohnt sich auf alle Fälle.

Vor Dhakmarimg_4057.JPGimg_4058.JPGimg_4061.JPGKloster DhakmarKloster DhakmarKloster DhakmarMittagspauseimg_4071.JPGVor TsarangZeltplatz unterhalb Kloster TsarangBlick von Monastery Tsarang

7. Tag: Sonntag, 18.10.2009
Tsarang – Lo Manthang (3.720 m)
ca. 600 hm bergauf, 4,5 Std. Gehzeit

Wir verlassen Tsarang, zuerst hinunter zum Fluss und weiter zum Lho La Pass (3.950 m). Lange zieht sich der Weg dahin bis wir die Hauptstadt von Mustang, Lo Manthang (3.720 m) erreichen. In einem Hinterhof mit hochgesetztem Toilettenplatz kommen wir gegen Mittag an. Auch dort gibt es wieder einen Essensraum. Hier in Lo Manthang ist erstmal Ruhe angesagt. Helga, Rosemarie, Hermann und Gerald sind krank und müssen sich auskurieren. Ich gehe auf Fotopirsch in Lo Manthang und sehe mir die nähere Umgebung an. Lo Manthang ist etwa 500 Jahre alt, es gibt sogar noch Häuser aus dieser Zeit und außerdem 3 Monasteries vor Ort.

img_4093.JPGimg_4095.JPGimg_4100.JPGLo Manthang Umgebung

8. Tag: Montag, 19.10.2009
Lo Manthang
Ruhetag, Wanderungen in der Umgebung

Heute ist offizieller Ruhetag, den die meisten zum Schlafen, Waschen, Lesen und Faulenzen nutzen. Eine kleine Gruppe, ich natürlich auch, wandert in die Umgebung und besucht die nahe gelegene Monastery.

Zum Mittagessen gibt es Lamm – die Mannschaft hat ein Lamm und einen Hammel geschlachtet. Also richtiges Festessen, nachdem wir bislang kein Fleisch bekommen haben, sondern fast durchgehend aus Dosen ernährt wurden.

Am Nachmittag besuchen wir den greisen und senilen König von Mustang – auch er hat die Aufgabe, jedem Touristen 100 Rupien abzuknöpfen. Aber dafür bekommen wir auch einen Tee. Und – vor dem Königspalast lassen sich gut Fotos von den Bewohnern beim Nachmittagsratsch machen.

Zeltplatz mit hohem ToilettenplatzFrauen in Lo ManthangKönig von Mustang

9. Tag: Dienstag, 20.10.2009
Lo Manthang – Yara Gaon (3.600 m)
ca. 450 hm bergauf, 600 hm bergab, 7 Std. Gehzeit

Wir verlassen Lo Manthang und damit auch die übliche Touristenroute. Allerdings müssen wir zuerst nochmals den Lho La hinauf, bevor der Weg nach links abzweigt. Die Gegend wird zunehmend karger und noch weniger bewohnt. Der Weg führt uns über einen Rücken zur Ostseite des Mustang Khola, bevor es auf staubigen Wegen zum Dorf Dhi Gaon (3.480 m) direkt am Kali Gandaki Fluss geht. Die meisten nehmen dort erst mal ein Bad, um den schlimmsten Staub abzuwaschen. Dort legen wir auch unsere Mittagspause ein.

Danach überqueren wir den Kali Gandaki Fluss und wandern das Tal des Puyang Khola hinauf, bis wir die letzte Siedlung vor dem Pass, den Weiler Yara Gaon und damit unseren Zeltplatz erreichen.

Umgebung von Lo ManthangLandschaft in MustangLandschaft in MustangUmgebung von Dhi GaonUmgebung von Dhi Gaonimg_4137.JPGDhi Gaon - Bad im FlußKali Gandakiimg_4150.JPGBlick auf Yara GaonYara GaonYara GaonYara GaonKinder in Yara GaonRestaurant in Yara GaonZeltplatz Yara Gaon

10. Tag: Mittwoch, 21.10.2009
Yara Gaon -  Gompa Luri – Ghuma Thanti (4.750 m, Richtung Damodar Seen)
ca. 1.600 hm bergauf, 350 hm bergab, 8 Std. Gehzeit.1. Pass auf 4.960 m

Von Yara Gaon ist der Weg nicht weit zur Gompa Luri (3.850 m), die sich über den Felsen halsbrecherisch erhebt. Natürlich lassen wir uns diese zeigen und klettern hinauf, unter anderem über eine Brücke. Dabei werden wir von 3 Kindern begleitet. Mehrere Pässe und Bergrücken werden überquert, bevor wir unser Zeltlager aufschlagen. Der Platz wird markiert durch eine Blechhütte und eine Quelle.

img_4172.JPGGompa LuriGompa LuriKinder bei Gompa Luriimg_4185.JPGimg_4190.JPG

11. Tag: Donnerstag, 22.10.2009
Ghuma Thanti – Übernachtung am Flußbett (4.850 m)
ca. 600 hm bergauf, 150 hm bergab, 4 Std. Gehzeit, 2. Pass auf 5.300 m

Die Nächte werden zunehmend kälter – die Höhe macht sich bemerkbar. Keine weiteren Siedlungen mehr, der Weg zieht sich entspannt über die Bergrücken und wieder hinunter.  Unser nächster Zeltplatz liegt in einem trockenen Flussbett. Auch dort gibt es wieder eine Blechhütte, die unserer Begleitmannschaft zum Essen und Schlafen dient. Der Fluss ist nur ein Rinnsal.

img_4196.JPGZeltplatzGhuma Thanti - Zeltplatz

12. Tag: Freitag, 23.10.2009
Flußbett – Damodar-See (4.990 m)
ca. 600 hm bergauf, 450 hm bergab, 6 Std. Gehzeit, 3. Pass auf 5.450 m (Damodar Pass)

Vom Zeltplatz können wir unseren Weiterweg bereits erkennen. Zuerst über das vereiste Flussbett, dann hinauf zum Pass. Dort liegt bereits der erste Schnee, aber schließlich kommen wir auf 5.000 m Höhe. Bald sind die heiligen Damodar-Seen erreicht und unser nächster Zeltplatz. Hier treffen wir auf eine weitere Gruppe aus Frankreich, die die gleiche Route vorhaben. Eine kleine Gruppe aus Ostdeutschland will morgen weitermarschieren, während wir einen Ruhetag einlegen.

Nach der Mittagsverpflegung mache ich noch einen Ausflug in die Umgebung und stoße dabei auch auf die Blauschafe. Leider ist ein “Gipfel” nicht möglich – die Hänge sind zu schroff, zu steil oder einfach zu sandig.

Weiterweg zu DamodarseeWeiterweg zu Damodarseeimg_4210.JPGDamodarseenZeltplatz am HangAussicht von Damodarsee

13. Tag: Samstag, 24.10.2009
Damodar-See
Ruhetag

Heute ist ein Ruhetag verordnet. Ich kann natürlich nicht faulenzen, sondern beschließe, mir den Weitermarsch anzuschauen. Lange zieht sich der Weg im Tal dahin. Als der Schnee durchgehend liegt, kehre ich um. Irgendwie bin ich ziemlich müde und fühle mich ausgelaugt. Deshalb ziehe ich mich ins Zelt zurück und schlafe ausgiebig. Zum Abendessen weckt mich Helga, so dass ich mich stärken kann.

Umgebung der DamodarseenUmgebung der DamodarseenBlauschafe

14. Tag: Sonntag, 25.10.2009
Damodarkund – Japaner-Basecamp (5.200 m)
ca. 25 hm bergauf, 3,5 Std. Gehzeit

Unser Führer Michi will anscheinend unbedingt gleich einen Berg besteigen. Da ich den Weg kenne, weigere ich mich irgendwann, dieser falschen Route zu folgen und eile auf den mir bereits bekannten Weg. Es geht entlang des Flusses unterhalb der Moräne hinauf zum Japaner-Basislager auf 5.200 m. Nach einer Ruhepaus, die natürlich auch der Akklimatisation dienen soll, mache ich noch einen Ausflug mit Hermann durch die Eislandschaft.

Japaner-BasislagerJapaner-BasislagerJapaner-BasislagerOberhalb Japaner-Basislager

15. Tag: Montag, 26.10.2009
Japaner-Basecamp – Hochlager (5.800 m)
ca. 400 hm bergauf, 5,5 Std. Gehzeit

Mittlerweile zähle ich die noch verbleibenden kalten Zeltnächte. Gott sei Dank ist das Wetter weiterhin stabil und auch heute strahlt der Himmel wieder blau über uns. Der Weiterweg ist überwältigend – eine “Straße” führt durch einen “Eispalast”. Rechts und links säumen Eiswände wie eine Allee unseren Weiterweg.

Japaner-BasislagerEisalleeEisalleeEisalleeEisalleeHochlager unterhalb Saribungpass

 Am Hochlager unterhalb des Saribungpasses auf 5.800 m sind die Träger der Franzosen bereits angekommen und haben die Zelte aufgestellt. Also müssen wir uns selbst einen anderen Platz suchen. Direkt unterhalb eines großen Felsen, auf der Moräne graben wir mit unseren Eispickeln eine Fläche für das Küchen- und Mannschaftszelt. Wir, das sind die Schnellsten: Michi, Gerald, Bernd und ich. Danach bauen wir die “Appartements” für uns Touristen auf – bei heftigem Wind. Zu viert kämpfen wir auf dieser Höhe und bei starkem Wind mit jeweils einem Zelt. Erst als alle Zelte aufgebaut sind, kommen die Anderen der Gruppe und können sich so gleich in ihre Zelte legen. Wir sind vom Zeltaufbau so erledigt, dass die Idee, noch einen 6.000er an diesem Tag zu besteigen, gar nicht mehr weiter verfolgt wird. Schade!

16. Tag: Dienstag, 27.10.2009
Hochlager – Saribung-Pass (6.000 m) – Saribung (6.328 m) – Hochlager “Ost” auf Moräne (5.000 m)
ca. 250 hm bergauf bis Pass, bis Gipfel zusätzlich 280 hm, 1.000 hm bergab vom Pass bzw. 1.300 hm mit Gipfelbesteigung, 9 Std. Gehzeit

Sehr kalte Nacht, aber trotzdem gut geschlafen. Wir müssen die Zelte abbauen bevor wir Frühstück bekommen und zum Pass hinaufgehen. Die beiden Innsbrucker erklären, nicht auf den Gipfel zu gehen, da es ihnen nicht so gut geht. Die Anderen wollen die Gipfelbesteigung wagen. Ich merke die Höhe, habe aber kein Kopfweh und auch sonst fühle ich mich fit. Bald ist der Saribung-Pass erreicht, 6.000 m. Nach einer kurzen Pause nehmen Bernd und ich den Gipfel in Angriff. Ein Seil und andere Bergsteigerausrüstung ist nicht nötig, die Steigeisen aber hilfreich.

Der obere Teil ist etwa 35 Grad steil, aber ansonsten gibt es keine Schwierigkeiten. Und dann stehe ich ganz allein auf dem Gipfel des Saribung, 6.328 m, und genieße die Aussicht auf den Peri Himal und Himlung Himal – leider ist es kein Aussichtspunkt, dafür ist er zu niedrig, aber trotzdem ist es ein schönes Gefühl, den höchsten Gipfel der Tour und bislang meinen höchsten Berg erreicht zu haben. Bald kommt Bernd nach, wir machen noch Fotos, bis wir wieder absteigen. Die Anderen kommen uns entgegen – aber einige haben massive Höhenprobleme. Wir warten lange am Pass, dort hat sich Helga wegen ihrer Fußprobleme eine “Daunenwärmeanlage” gebaut und lässt sich die Füsse massieren.

Unterhalb SaribungpassSaribungpassFüsse wärmen am SaribungGipfelhang des Saribung

Schließlich wird es Zeit, den langen Marsch über den Gletscher in Richtung unseres Zeltplatzes in Angriff zu nehmen.  Nachdem Helga wieder Probleme mit ihren Füßen bekommt, schicke ich sie voraus und packe ihren Rucksack noch zusätzlich auf. Das gestaltet sich nicht so einfach und das Gewicht in dieser Höhe macht sich ziemlich bemerkbar. Aber kurz vor den Zelten kommt mir einer der Sherpas entgegen und erbarmt sich meiner. Glücklich und zufrieden erreiche ich das Zelt auf einem richtigen Steinehaufen, wo ich Helga finde, die sich bemüht, ihre Füße warm zu bekommen.

Abstieg vom SaribungAbstieg vom SaribungAbstieg vom SaribungAbstieg vom Saribung

17. Tag: Mittwoch, 28.10.2009
Hochlager “Ost” – Phu (3.980 m)
ca. 1.000 hm bergab, 6 Std. Gehzeit

Weiter geht es Richtung Zivilisation, Vegetation und Wärme. Doch der Weg führt über viele Steine, meist entlang eines steilen Abbruchs zum Fluß. Mehrmals müssen vereiste Flussläufe überquert werden. Es wird immer grüner. Wir erreichen nach einer Wegbiegung Phu, das sich an die Felsen schmiegt. Der Großteil der Gruppe stürzt sich sofort in eine “Kneipe” und lässt sich das Bier schmecken. Einige nutzen die Zeit zum Fotografieren. Unser Zeltlager wird auf der anderen Seite des Flusses aufgeschlagen.

Überquerung von FlüssenÜberquerung von FlüssenWeg nach PhuWeg nach PhuWeg nach PhuBlick auf PhuKinder von Phu

18. Tag: Donnerstag, 29.10.2009
Phu – Meta (3.570 m)
ca. 400 hm bergab, 7,5 Std. Gehzeit

Steil geht es hinunter in eine Schlucht, dann später vorbei an Kyang, dem Winterquartier der Bewohner Phus, dann Chyaco (3.720 m). Wir erreichen Meta. Offensichtlich wird dieser Weiler zu einem Touristenstandort ausgebaut, überall große Bauaktivitäten, neue Lodges und Hütten entstehen. In einer Hütte, die wie eine Alm aussieht, bekommen wir Essen. Übernachten können wir auf dem dazugehörigen Campingplatz.

Zwischen Phu und MetaZwischen Phu und MetaZwischen Phu und Meta: KyangZwischen Phu und MetaZwischen Phu und Meta: ChyacoZwischen Phu und MetaZwischen Phu und MetaHütte in Meta

 

19. Tag: Freitag, 30.10.2009
Meta – Koto (2.640 m)
ca. 1.000 hm bergab, 5 Std. Gehzeit ohne Pause

Die Vegetation ist reich, vorbei an Wacholderbüschen, begegnen wir immer mehr Menschen. Wir entdecken “Vor-Ort-Sägewerke” – hier wird das Holz gleich dort bearbeitet, wo es geschnitten wird, alles per Hand. Das Holz wird dann mühsam das enge Tal hinaus getragen. Eine unglaublich schwere Arbeit, z.T. muss seitlich gegangen werden, damit der Träger nicht riskiert, in die Schlucht zu fallen.

Entgegen der ursprünglichen Abmachung, unterwegs etwas zu Mittag zu essen, laufen wir durch bis Koto. Hier treffen wir auf einen Strom von Trekkern, die den Annapurna Trail machen. Koto selbst besteht aus schmucken Häusern und einer Reihe von Läden entlang des Hauptwegs. Der mächtige Gebirgsstock des Manaslu ragt im Abendlicht über das Dorf. Wir sind wieder in einem Hinterhof untergebracht.

Auf dem Weg nach KotoKoto

 

20. Tag: Samstag, 31.10.2009
Koto – Timang (2.750 m)
ca. 350 hm bergauf, 200 hm bergab, 2,5 Std. Gehzeit

Die heutige Etappe ist gerade mal 2 Stunden lang. Direkt am Haupttrail werden die Zelte dicht an dicht aneinander gereiht. Aber es gibt eine Dusche. Die meisten nutzen die Zeit, um sich und ihre Wäsche zu waschen. Aber der Tag gestaltet sich ziemlich langweilig und alle sind sich einig, dass diese Etappe zugunsten des nächsten Tages länger sein sollte.

Weg nach TimangTimangZeltplatz in TimangAbendstimmung in Timang

 

21. Tag: Sonntag, 01.11.2009
Timang – Jagat (1.800 m)
ca. 1.450 hm bergab, 9,5 Std. Gehzeit

Der Weg ist nicht zu verfehlen. Die Trekker marschieren wie Perlen an einer Perlenkette den Trail entlang. Dazwischen immer wieder Esel und Pferde.  Die Etappe gestaltet sich nochmals als sehr lang.

Spät erreichen wir den Campingplatz hinter Lodge. Die Zelte müssen z.T. schon im Dunkeln aufgebaut werden. Auch das Abendessen bekommen wir erst spät.

In der Nacht zerstört ein Esel unser Toilettenzelt. Trotz Haus sind auch hier die sanitären Anlagen sehr dürfig: Es gibt nur ein kleines Waschbecken und eine Toilette.

img_4409.JPGSägewerk in NepalCheckpointimg_4423.JPG

 

22. Tag: Montag, 02.11.2009
Jagat – Nadi Bazar/Ngadi (930 m)
ca. 370 hm bergab, 5,5 Std. Gehzeit

Auf einer schönen Wiese hinter einem netten Restaurant Campingplatz. Wir können im Freien zu Abend essen.

 Brücke in Nepalimg_4418.JPGimg_4423.JPGimg_4429.JPG

23. Tag: Dienstag, 03.11.2009
Ngadi – Bhulbhule (840 m)
ca. 90 hm bergab, 1,5 Std. Gehzeit

Diese Etappe ist nochmals sehr kurz. Bevor wir eigentlich richtig marschieren, erreichen wir schon unseren Campingplatz in Bhullbule. Dieser ist direkt am Fluss und jeder sehnt sich nach einem Bad. Umso größer ist die Enttäuschung, als wir feststellen müssen, dass die vorhandenen Toiletten total verdreckt und verstopft sind und der Weg zum Fluss durch eine Müllkippe getrennt wird. Da vergeht jedem die Lust auf Waschen. Wieder einmal hängen wir rum, vertreiben uns die Zeit mit einem kleinen Spaziergang durchs Dorf, durch Aufräumtätigkeiten und Schlafen.

Nach dem Abendessen heißt es Abschied nehmen von unserer Begleitmannschaft. Jeder bekommt sein Trinkgeld und ein ganzer Tisch von Ausrüstungsgegenständen, von Schuhen, Jacken, T-Shirts, Lampen wird verlost. Am Schluß ist jeder zufrieden. Auch wir, schließlich ist es die letzte Nacht im Zelt. Jeder freut sich auf eine Dusche und ein weiches, warmes Bett.

 Tombola

24. Tag: Mittwoch, 04.11.2009
Bhulbhule – Kathmandu

Busfahrt ca. 9 Std.

Auf der anderen Seite des Flusses von Bhullbule beginnt die Zivilisation. Bis dort können Busse fahren. Wir laufen über die Brücke zum “Busbahnhof”. Natürlich dauert es, bis das ganze Gepäck verstaut ist und jeder im Bus Platz genommen hat. Aber schließlich geht es auf holpriger Straße Richtung Kathmandu. Allmählich wird zwar die Straße besser, aber wir kommen aufgrund eines langen Staus nur sehr langsam voran. Unterwegs halten wir an einem Restaurant, um etwas zu essen.

Spät erreichen wir das bereits bekannte Shangri-La in Kathmandu und genießen als erstes die ersehnte Dusche. Unglaublich, wie dreckig man sein kann. Richtig zivilisiert und in sauberen Klamotten treffen wir uns im Garten zum Abendessen.

25. Tag: Donnerstag, 05.11.2009
Kathmandu

Nach dem Frühstück gehen wir auf Entdeckungsreise in Kathmandu. Auf dem Programm stehen die große Stupa in Swayambhunath und Pashupatinath. Letzteres ist ein riesiger hinduistischer Tempelbereich, in dem auch Verbrennungszeremonien von Toten stattfinden.

 Stupa in SwayambhunathStupa in SwayambhunathPashupatinathPashupatinath

Abschließendes Abendessen im Touristenzentrum Kathmandus. Aus vielen kleinen Schälchen wird serviert, wir sitzen am Boden. Zum Essen schließt sich noch ein Bekannter unseres Führers an, der allein auf Fotosafari in Nepal unterwegs war und dem sämtliche Ausweise und Geld geklaut wurden.

26. Tag: Freitag, 06.11.2009
Kathmandu – Abends: Rückflug über Abu Dhabi nach München

Besuch der Königsstadt Bhaktapur, die 15 km östlich liegt. Historisches Stadtbild, aber vor allem reine Touristenattraktion.

BhaktapurBhaktapur

 

Nachmittags nochmals Touristenzentrum Thamel mit Besorgung der letzten Einkäufe.

Veranstalter: Amical, Preis: 3.650 €

Trekking durch Mustang

Fazit:

  • Wer gerne ausgiebig und über längere Zeit wandert, für den ist diese Mustang-Reise eine tolle Alternative zu den Massentreckings in Nepal
  • Akklimationsphase sehr gut durchdacht. Wer besonders am Anfang auf langsames Gehen bedacht ist, wird keine großen Probleme mit der Höhe und v.a. der Passüberschreitung auf 6.000 m haben
  • Bergsteigerisch werden keine großen Anforderungen gestellt. Wer trittsicher ist und auch schon mit Steigeisen unterwegs war, hat keine Probleme
  • Die Anforderungen an die Kondition sind sehr hoch. Man muss in der Lage sein, täglich 6-8 Stunden zu laufen, und dies auch in der Höhe
  • Ansprüche an Essen und sanitäre Anlagen darf man nicht stellen
  • 4 Wochen Trecking mit Menschen, die sich ursprünglich nicht kennen, stellen eine hohe Anforderung an die Toleranz. Es ist damit zu rechnen, dass Spannungen spätestens nach 2 Wochen auftreten
  • Karge Landschaft, nicht mehr einsam, da auch andere Reiseveranstalter im Internet diese Route durch Mustang gefunden haben und sie entsprechend anbieten. Man sollte damit rechnen, dass man mit mindestens einer weiteren Gruppe diesen Treck macht
  • Leistung der Begleitmannschaft war sehr gut. Allerdings hatten wir offensichtlich Pech mit dem Koch, der sehr langweilig kochte, gerne und meist auf Dosen zurückgriff, die bereits von Beginn an mitgebracht wurden, wenig Abwechslung in den Speiseplan brachte, immer wieder kleine Portionen servierte und auf Fleisch fast vollständig verzichtete. Daher ist es auf alle Fälle ratsam, die Ernährung zusätzlich mit Schokoloade, Müsliriegel, Trockenobst u.ä.  aufzustocken
  • Gute Bergsteiger sind nicht unbedingt gute Gruppenführer. Meines Erachtens war unser Führer eher normales Gruppenmitglied als Führer
  • Problematisch wie immer die Trinkgeldfrage. Wir haben uns auf folgendes geeinigt: 20 Träger und 5 Küchenjungen je 30 €, Koch 80 € (wegen schlechter Leistung), 3 Sherpas je 45 €, stellvertretender Obersherpa 70 €, Obersherpa 110 €. Damit insgesamt 1.145 €, d.h. bei 12 Personen fast 100 €. Hinzukommen noch diverse Trinkgelder für Busfahrer, Hotelangestellte usw., so dass pro Person mit 120 € zu rechnen ist. Unser deutscher Führer machte einen höheren Vorschlag, der Veranstalter kalkulierte die Trinkgelder auf 70 – 90 €
  • Im Reisepreis enthalten ist das 13 Tage-Permit für 910 $
  • Zusätzlich Visumkosten für Nepal über 32 €, die am Flughafen in Kathmandu bezahlt werden

Allein laufe ich von Buchenau bei Maurach auf die Hochiss. Als ich runterlaufe Richtung Erfurter Hütte/Bergstation treffe ich gleich unterhalb des Gipfels auf Gabi und Wilfried, die von der Bergstation der Rofanbahn kommen. Weiter zum Spieljoch – ziemlich einsam, vorher noch Ernst von Jordanienreise getroffen. In der Nähe vom Spieljoch steht ein Gartenzwerg auf einem Felssporn. Direkt am Gipfel des Spieljoch Unmengen von Bergdohlen aufgeschreckt – des Rätsels Lösung: ein totes Schaf, das natürlich für diese Aasfresser ein gefundenes Fressen darstellt.

Auf der Erfurter Hütte bin ich gleich auf Wölfi gestoßen, der fleißig fotografiert hat. Mit Manfred und Traudl warten wir auf die anderen, die die Hochiss bzw. Rofanspitze besteigen wollen. Das Warten fiel bei Nudelsuppe mit Würstl undWaldbeerentorte nicht schwer. Wir verabschieden uns bald, weil es empfindlich kalt wird und machen uns auf den Fußmarsch nach unten.

Bis zur Erfurter Hütte knappe 3 Stunden unterwegs. Auf Hochiss in 1.40 h.

Mystische Stimmung unterhalb der HochissBlick zurück zur HochissGartenzwerg beim SpieljochTotes Schaf am Spieljoch

Allei
Wanderroute 319399 – powered by Wandermap

Manfred hat einen Tanzkreis-Ausflug am Achensee organisiert. So starten wir bei bestem Wetter am Hotel Scholastika in Achenkirch. Der Weg soll entlang des Sees über die Gaisalm nach Pertisau führen. Von dort kann das Schiff zurück gewählt werden oder auch weiter zu Fuß rund um den See.

Bei diesem strahlenden Bergwetter entschließen Wölfi und ich uns, den Rückweg über die Berge zu wählen. Wilfried ist mit dieser Idee schnell zu überreden. Deshalb trennen wir uns an der Gaisalm von den Anderen, die erstmal eine kurze Brotzeit einlegen. Wir laufen weiter entlang am See und beginnen kurz vor Pertisau den Anstieg auf die Seebergspitze und über den Grad zur Seekarspitze. Der Weg zieht sich mühsam dahin, entschädigt aber immer wieder mit tollen Ausblicken auf den Achensee und die Berge rundum. Die Krönung stellt natürlich ein Steinbock dar, der kurz vor der Seekarspitze gleich neben dem Weg steht und die Wanderer vorsichtig beäugt. Nach einer kurzen Gipfelrast geht es zurück nach Achenkirch.

Diese Gradüberschreitung stellt eine tolle Wanderung dar. Aufgrund des Gerölls unterhalb der Seekarspitze empfiehlt es sich, die Tour von Achenkirch zu starten und am See entlang zurück nach Achenkirch zu gehen. Von Pertisau gibt es keine Almen auf dem Anstieg und auch keine Brunnen. W. und ich waren nur mit einem halben Liter Wasser ausgestattet – selten hatten wir beide uns nach Wasser so gesehnt wie dieses Mal.

Den Tag lassen wir mit einem guten Essen in unserer Unterkunft Alm-Gasthof in Achenkirch, Kegeln und Tanzen in bester Stimmung ausklingen.

Gehzeiten: 1 1/2 Stunden auf Seebergspitze von Pertisau, 1/2 Stunde zur Seekarspitze. Bergab: 1 3/4 Stunden. Normale Gehzeit: ca. 6 Stunden (3 Std. auf Seebergspitze, 1 Std. zur Seekarspitze, 3 Stunden bergab)

Achensee WanderungAchensee WanderungAchensee - GaisalmVon Seebergspitze auf AchenseeSeebergspitzeSeebergspitzeSeebergspitzeGrad von Seebergspitze zur SeekarspitzeBlick zur SeebergspitzeSteinbock auf SeekarspitzeSteinbock auf Seekarspitze

 

Wanderroute 319328 – powered by Wandermap

Montag, 24. August 2009

Thomas und ich fahren in die Dolomiten, um Klettersteige zu gehen. Für mich ist es das erste Mal. Daher steht eine einfache Tour, laut Führer A/B  auf dem Plan: Der Klettersteig vom Grödnerjoch zur Großen Cirspitze, 2.592 m. Hierbei handelt es sich in der Tat um einen sehr einfachen. Eigentlich ist das Klettersteigset wirklich übertrieben, der Steig gut gesichert und nicht ausgesetzt.

Brotzeit unterhalb der CirspitzeBlick vom GrödnerjochKlettersteig CirspitzeBlick von CirspitzeBlick von CirspitzeBlick von CirspitzeGipfel CirspitzeKapelle am Grödnerjoch

Wir übernachten direkt am Grödnerjoch, in der Rifugio Alpino Frara im Lager (relativ teuer mit € 29,00) mit Blick auf den Sellastock. Abends noch Spaziergang zum Einstieg unseres morgigen Klettersteigs zur Pisciadu-Hütte.

Dienstag, 25. August 2009

Nach den guten Erfahrungen mit Schwierigkeitsgrad A/B wollen wir uns heute an einen schwierigen (Stufe C), aber laut Führer extrem schönen Klettersteig wagen, den Brigada Tridentina zur Pisciadu-Hütte. Wenn es nicht klappt, ist ein Ausstieg unterhalb der schwierigsten Stelle, dem Exner-Turm möglich. Doch der Steig ist extrem gut versichert und das Klettern macht einen Riesenspaß. Die Brücke über eine gewaltige Schlucht kurz vor dem Ausstieg ist natürlich begehrtes Fotoobjekt und so bildet sich hier ein Stau. Die letzten Meter zur Rifugio Pisciadu, 2.588 m sind schnell überwunden. Dort lädt der Blick auf den See und die ganze Umgebung zu einer Rast ein.

 Sellastock mit Rifugio Alpino FraraBeginn des Wegs am GrödnerjochAufstieg in der MorgendämmerungEinstieg Brigada TridentinaBrigada TridentinaAm ExnerturmBrücke am ExnerturmBrücke am ExnerturmBlick zur Rif. PisciaduBlick zur Rif. PisciaduSchneegras am Rif. PisciaduRif. Pisciadu

Mittlerweile sind Heerscharen von Menschen unterwegs. Überall größere Gruppen, Weitwanderer, Familien, Hunde, Kletterer usw. Der Weg führt durch eine richtige Mondlandschaft weiter zur Rifugio Boe, 2.871 m.

See am Rif. PisciaduBlick zurück zum Rif. PisciaduLandschaft am SellastockLandschaft am SellastockLandschaft am SellastockSchilderwald am SellastockBlick ins Tal vom SellastockRifugio Boe

Nachdem wir uns ein Lager reserviert haben, geht es mit Tausenden von anderen Menschen noch hinauf zur Rifugio Fassa am Piz Boe, 3.152 m.

Menschenmassen unterhalb Piz BoeRif. FassaPiz BoePiz Boe - Sonnenanbeter

Mittwoch, 26. August 2009

Nach einem typisch spärlichen Frühstück verlassen wir den Sellastock durch das Mittagstal. Der obere Teil erfordert Vorsicht, da loses Geröll auf dem Weg liegt und der Weg selbst noch durch den morgendlichen Tau rutschig ist. Schließlich kommen wir über die bereits bekannte Route 666 vorbei am Einstieg des gestrigen Klettersteigs und erreichen bald darauf das Grödnerjoch.

MittagstalMittagstalMittagstal

Mit dem Auto gelangen wir schnell zu unserem nächsten Ziel, dem Sellajoch. Von dort steigen wir über die Langkofelscharte hinauf zur Toni Demetzhütte und weiter zu unserem heutigen Übernachtungsziel, der Langkofelhütte, 2.253 m.

Blick von der LangkofelscharteToni-Demetz-HütteWeg zur LangkofelhütteWeg zur Langkofelhütte

Mir ist es noch zu früh, um auf der Hütte die Zeit tot zu schlagen, auch zu viele Menschen und so beschließe ich, einen Ausflug zur Plattkofelhütte zu machen. Um 6.00 Uhr will ich wieder an der Hütte zurück sein. Also marschiere ich stramm dahin und erreiche die Plattkofelhütte bereits nach 1 Stunde. Von dort ist es auf den Plattkofel,2.954 m laut Wegweiser nur noch 1 1/2 Stunden. Also nichts wie rauf. Ich liege gut in der Zeit – 1 Stunde für den Gipfelaufstieg und so bin ich in weniger als 4 Stunden wieder zurück auf der Hütte, die mittlerweile fast verwaist daliegt.

LangkofelhütteBlick zur LangkofelhütteBlick zum PlattkofelPlattkofelhütteGipfel PlattkofelBlick vom PlattkofelBlick vom Plattkofel

Nach einem kräftigen Abendessen erwartet uns noch ein toller Hüttenabend: Eine Gruppe Italiener, anscheinend ein Chor singt Lieder. Offenbar haben sie einen Dirigenten dabei und sind in der Lage, auch mehrstimmig zu singen. Ein wahrer Genuss. Natürlich werden auch bald die Deutschen aufgefordert, sich musikalisch zu beteiligen. Der Hüttenwirt greift in die Tasten seines Akkordeons. Bald sind alle voller Begeisterung dabei, singen, tanzen oder marschieren bei der Polonaise über Tische und Bänke.

Hüttenabend auf der LangkofelWirt der LangkofelhütteHüttenabend auf der Langkofel

Donnerstag, 27. August 2009

Nach einer unruhigen Nacht – alle waren aufgekratzt vom Singen und Tanzen – packen wir als eine der ersten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke und eilen zu unserem nächsten Klettersteig, dem Schustersteig, der auf den Plattkofel führt. Auch dieser ist laut Führer mit der Schwierigkeitsstufe C bewertet, hat einen hohen Fun-Faktor, ist allerdings nur wenig gesichert und dafür viel zu klettern. Man muss gut aufpassen, den Markierungen zu folgen. Diese gehen nicht immer bergauf, sondern auch mal rechts oder links oder sogar bergab.Auch dieser Klettersteig ist wieder eine große Freude und nach 1 1/2 Stunden der Ausstieg am Gipfel erreicht

Einstieg SchustersteigSchustersteigSchustersteigSchustersteig

Über die bereits bekannte Schotterpiste des Plattkofels geht es bergab zur Plattkofelhütte, 2.297 m. Dort gönnen wir uns einen Joghurt mit Erdbeeren bevor wir den langen Marsch durch die Menschenmassen zum Sellajoch antreten. Hinz und Kunz, Kind und Kegel sind unterwegs.

 Gipfel PlattkofelBlick vorm PlattkofelhausRichtung SellajochKünstlicher Büffel mitten am SellajochGolfplatz am SellajochSchnapsbrennerei am SellajochVergnügungszentrum am SellajochAusblick zum Sellablock mit Piz Boe

Nach diesem Massentourismus entschließen wir uns, in den Rosengarten zu fahren. Auf dem Rotwandhaus, 2.280 m  haben wir für die Übernachtung reserviert. Nach der AutofahrtRichtung Karerpass parken wir bei Chiusel, 1.755 m und wandern in 1 1/2 Stunden hinauf zur Hütte. Bald müssen wir feststellen, dass die Hütte total besetzt ist und sogar Notlager aufgestellt werden. Wieder sind mehrere große Gruppen, u.a. der DAV Summit unterwegs. Ich empfinde dies allmählich ziemlich unangenehm und mit dem Alpenvereinsgedanken nicht unbedingt vereinbar – für Einzelwanderer bzw. Individualreisende gibt es allmählich keinen Platz mehr. Sind diese mittlerweile unerwünscht? Die Hütte ist zwar ziemlich neu, aber offenbar hat der Architekt nicht an Sanitäranlagen gedacht. So stehen für mehr als 50 Leute gerade mal 2 Toiletten und 3 winzige Waschbecken unter der Treppe zur Verfügung. Auch die Lagerplätze sind unverhältnismäßig groß, an Aufhängemöglichkeiten wurde nicht gedacht.

RotwandhütteRotwandhütteRotwandhütteRotwandhütte in der Morgendämmerung

Freitag, 28. August 2009

Noch während dem Frühstück bezahle ich, damit wir vor den Anderen starten können. Wir gehen zuerst zur Rotwand. Auf den Gipfel führt ein leichter Klettersteig, der den Einsatz des Klettersteigsets nur selten erfordert, aber schnelles Klettern erlaubt.

Ausblick von RotwandhütteRotwand mit Gratüberschreitungklettersteige-0171.JPGToilettenschild

Der Übergang zum Rotwand-Masare-Klettersteig ist gut versichert, mit Leitern, Haken und Sicherungsseilen. Der Klettersteig selbst macht Spaß und erlaubt permanent Blicke hinab zur Hütte, da er entlang des Massivs führt. Nur wenige Gruppen kommen uns entgegen, so dass die von mir gefürchteten Passiermanöver vermieden werden können. Schnell, viel zu schnell ist der Ausstieg erreicht. Jetzt strömen die Klettersteiggeher gerade so herbei, während wir Brotzeit machen und dem Treiben zuschauen.

Rotwand-KlettersteigVerschneidung zwischen Rotwand und Masare-KlettersteigEntgegenkommende KlettererRotwand-Masare-KlettersteigRotwand-Masare-Klettersteig am Grat entlangThomas in der letzten Kletterpassage

Bald ist das Auto erreicht, und eine herrliche Klettersteigwoche findet ihr Ende.

Ein empfehlenswerter Führer ist: Klettersteig-Atlas Dolomiten & Südtirol von Sascha Hoch, Michael Rüttinger und Stephan Beeler

 

Anläßlich der 1200 Jahr Feier von Götting findet heute der Tag des bäuerlichen Handwerks statt. Das Dorf hat sich herausgeputzt. Die Menschen haben sich in Schale geworfen und teilweise historische Gewänder oder wenigstens Dirndl und Lederhose angezogen. Auf der Pfarrwiese ist ein großes Zelt aufgebaut und mehrere Buden demonstrieren altes Handwerk. Auch unsere Metzgerei Eder hat sich verändert und ist sogar heute geöffnet. Vor einem Bauernhof sitzt eine ältere Bäuerin und fertigt aus Butter Kunstwerke. Alte landwirtschaftliche Geräte werden gezeigt. Im Bierzelt serviert der Schwoagawirt einige Schmankerl und die Kuchentheke lässt wahrlich keine Wünsche offen.

1200 Jahre Götting1200 Jahre GöttingMetzgerei EderBauernhof Götting1200 Jahre Götting1200 Jahre Götting1200 Jahre Götting - Kunstwerke aus Butter1200 Jahre Götting

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