Jede Menge Loipen gibt es in Deutschland, dazu die entsprechenden Bücher. Nicht immer ist es aber einfach, herauszufinden, ob diese Loipen auch gespurt sind. Hier finden Sie die entsprechenden Internetseiten mit Informationen zum Loipenzustand, Beschreibung, Schwierigkeitsgrad usw.

Außerdem finden Sie bei Steinmandl.de eine Übersicht über Langlaufloipen im Einzugsbereich von München mit Links auf die aktuelle Schneelage.

Langlauf-Loipen rund um München mit Loipenplan und -info/-zustand

Mit dem Skiclub Aising-Pang geht es durch das Sellrain. Wir, das sind Peter, Klaus, Sigi, Peter II, Christine, Brigitte und ich.

Donnerstag, 10.02.2011
Sellrain – Roter Kogel – Potsdamer Hütte, ca. 18 km, 2.000 Hm, 5.30 h

Parkplatz in Sellrain am unteren Ende der Rodelbahn, 1.092 m.  Lang zieht es sich über das Fotscher Bach Tal über eine Forststraße hinauf. Die Potsdamer Hütte lassen wir links liegen und erreichen so den Gipfel des Roten Kogel, 2.832 m. Die Abfahrt gestaltet sich schwierig und anstrengend, da sich die Schneeverhältnisse ständig ändern und wir häufig unvermutet einbrechen. Aber schließlich erreichen wir die Potsdamer Hütte, 2.020 m.

Fotscher Bach TalUnterhalb Roter KogelRoter KogelRoter KogelRoter KogelHüttenaufstieg Potsdamer HütteBlick zurückPotsdamer Hütte

Freitag, 11.02.2011
Potsdamer Hütte – Lüsenser Villerspitze – Lüsens – Westfalenhaus, ca. 20 km, 2.000 Hm, 8.00 h

Auf der bereits bekannten Strecke ziehen wir unsere Spuren weiter hinein ins Tal des Fotscher Bachs, bevor wir nach rechts abbiegen zur Lüsenser Villerspitze, 3.027 m. Die letzten Meter sind zu Fuß zu bewältigen.

Von dort hinab nach Lüsens, 1.634 m, wobei sich die Abfahrt nicht einfach finden lässt. Die letzten Höhenmeter nach Lüsens bricht der Hang steil bergab. Deshalb müssen wir uns stark nach Norden wenden, bis die Hänge wieder befahrbar werden. Leider überall wenig Schnee, so daß wir vorsichtig über und um die Steine zielen müssen.

In Lüsens besorgt sich Brigitte einen Skistock – bei der Abfahrt ist ihrer zerbrochen. Nach einer Pause auf der Loipe folgt noch der Hüttenaufstieg hinauf zum Westfalenhaus, 2.273 m. Die Hütte ist neu renoviert und ein älterer Italiener, der Vater des Hüttenpächters, unterhält und versorgt uns mit einem leckeren Menü (Gerstensuppe, gemischter Salat, Schnitzel mit Bratkartoffeln und Kuchen).

sellrainrunde-0023.JPGsellrainrunde-0024.JPGsellrainrunde-0026.JPGsellrainrunde-0027.JPGQuerung zur Lüsenser VillerspitzeGipfelanstieg VillerspitzeLüsenser VillerspitzeLüsenser VillerspitzeLüsens mit Wasserfallsellrainrunde-0034.JPGLüsensWestfalenhaus

Samstag, 12.02.2011
Westfalenhaus – Westl. Seeblaskogel – Breiter Grieskogel – Schweinfurter Hütte, ca. 23 km, 2.000 Hm, 8.00 h

Gleich hinter der Hütte geht es hinauf über das Ochsenkar und das Winnebachjoch, 2.782 m in das Winnebachkar und schließlich über viele Spitzkehren in die Scharte des Seeblaskogel, 2.670 m. Der eigentliche Gipfel ist uns verwehrt durch zu steile Anstiege.

Nach einer kurzen Pause Abfahrt hinunter bis fast zur Winnebachseehütte, ca. 2.400 m. Wir kleben die Felle unter die Skier und steigen hinauf zum Breiten Grieskogel, 3.287 m, der sich gut mit den Skiern erreichen lässt. Von dort gibt es 2 Möglichkeiten zur Schweinfurter Hütte, 2.034 m, abzufahren: direkt über das Grastal oder über das Horlachtal. Bis auf Klaus und Peter entscheiden wir uns für das Horlachtal und anschließendem Anstieg über die Forststraße bzw. Rodelbahn zur Hütte. Dazu müssen wir noch den Kamm in einer kurzen Kletterpassage und mit Skiern am Rücken überwinden. Aber dank der Hilfe von Peter und Sigi schaffe ich auch dies. Danach erwarten uns 1.400 Höhenmeter Abfahrt – nur schade, dass die Schneebedingungen nicht die Besten sind, die Hänge würden sich grandios eignen.

Mit den letzten Sonnenstrahlen erreichen wir die Forststraße, lassen uns noch eine kurze Brotzeit in der Sonne schmecken und steigen dann hinauf zur Schweinfurter Hütte, frühere Gruber-Hütte. Dort empfangen uns Peter und Klaus, die direkt vom Breiten Grieskogel hinuntergefahren sind.

Blick zum Westfalenhaussellrainrunde-0041.JPGsellrainrunde-0042.JPGAufstieg Breiter GrieskogelBreiter GrieskogelAusblicksellrainrunde-0049.JPGsellrainrunde-0050.JPGsellrainrunde-0051.JPGsellrainrunde-0053.JPGKletterpassagesellrainrunde-0055.JPGBlick zurückRodelbahn unterhalb Schweinfurter Hüttesellrainrunde-0059.JPGSchweinfurter Hütte

Sonntag, 13.02.2011
Schweinfurter Hütte – Zwieselbacher Roßkogel – Pforzheimer Hütte – Gleirschalm – St. Sigmund, ca. 14 km, 1.100 Hm, 4.00 h

Direkt von der Hütte steigen wir durch zunehmend steileres Gelände hinauf zum Zwieselbacher Roßkogel, 3.081 m. Unterhalb der Scharte wird es so steil, dass die Skiern an den Rucksack geschnallt werden und wir durch Schnee und Geröll kraxeln müssen. Von der Scharte ist es dann nicht mehr weit zum Gipfel. Der übliche Anstieg von Haggen ist offensichtlich um einiges weiter – so sind wir die Ersten am Gipfel.

Vom Gipfel fahren wir nicht auf der üblichen Route nach Haggen ab, sondern über teils steiles Gelände über die Pforzheimer Hütte bis zur Gleirschalm, 1.666 m. Dort gönnen wir uns eine kurze Verschnaufpause mit Kaffee und Kuchen. Dann fahren wir noch die letzten Höhenmeter nach St. Sigmund hinunter. Der Bus nach Sellrain kommt erst in mehr als 30 Minuten, aber den beiden Peter, unseren Fahrern, gelingt es, per Anhalter mitgenommen zu werden und die Autos zu holen.

Bei Schweinfurter HütteScharte hinauf zum ZwieselbacherScharte hinauf zum ZwieselbacherBlick in ScharteBlick zur Schweinfurter Hütte und ScharteQuerung zum Zwieselbacher RosskogelBrotzeit am Zwieselbacher Rosskogel“Abfahrtsfreuden”

Damit geht eine tolle Runde durch das Sellrain zu Ende, das wieder ganz neue Streckenabschnitte aufgezeigt hat. Wir sind uns einig: über eine Rundtour oder Durchschreitung eines Gebiets geht einfach nichts. Schade, dass die Abfahrtsbedingungen keine richtigen Abfahrtsfreuden zugelassen haben.

sellrainrunde-0091.JPG

Leider lässt die Schneesituation momentan nicht viel Auswahl für eine Skitour und zu weit fahren wollen wir auch. Deshalb entscheiden Carola und ich, nach Hochfügen im Zillertal, zu fahren. Der Parkplatz ist noch ziemlich leer und so können wir direkt am Ende der Rodelbahn parken. Von dort gehen wir die Forststraße hinauf. Unser ursprüngliches Ziel, Marchkopf, 2.499 m lassen wir “links” liegen – es hat dort einfach zu wenig Schnee. Stattdessen ziehen wir unsere Spur hinauf zum Kleinen Gilfert, 2.388 m. Wir haben Glück, dass wir von einer 4-köpfigen Gruppe überholt werden, die uns eine gute Spur hinauf legen.

Der Gipfel bietet uns eine Überraschung: Statt dem üblichen Gipfelkreuz finden wir Bronzetafeln mit den verschiedenen Weltreligionen vor.

kleinergilfert-0009.JPGkleinergilfert-0010.JPGkleinergilfert-0012.JPGkleinergilfert-0013.JPG

Mit Ralf, Benni, Michi, Volker, Peter, Christine, Roswitha vom Skiclub Aising-Pang geht es ins Tennengebirge. Unsere Unterkunft ist der Alpengasthof Lämmerhof in Lungötz.

Donnerstag, 6. Januar 2011
Hoher Zinken, 1.764 m, ca. 16 km, 1.200 Hm, 4.30 h

Wir treffen uns in Rosenheim und fahren nach Lämmerbach bzw. Hinterseee. Der dortige Parkplatz ist bereits brechend voll. Die Skitourengeher wälzen sich in Scharen über den Forstweg hinauf zur Genneralm. Hier eröffnet sich ein großes Skitourengebiet: In die verschiedensten Richtungen zweigen die Spuren ab. Schnell ist der Gipfel erreicht. Da es noch früh ist und die Bedingungen gut sind, fügen wir den Nachbargipfel hinzu, fahren ein Stück nach Süden ab und steigen nochmals auf den Gipfel des Hohen Zinken. Dort sind wir mittlerweile fast allein und auch bei der Abfahrt ist von den anfänglichen Menschenmassen nichts mehr zu sehen.

Nach dieser Einstiegstour fahren wir zu unserem Gasthof.

Massen am AusgangspunktGenneralmGenneralmGipfel des Hohen ZinkenNachbargipfel Hoher ZinkenAusblick2. Anstieg zum Hohen Zinken

Tourenbeschreibung Hoher Zinken

Freitag, 7. Januar 2011
Hochkarfelderkopf, 2.219 m, ca. 11 km, 1.400 Hm, 4.10 h

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbüffet können wir direkt von der Unterkunft zur Liftstation gehen, um den Hochkarfelderkopf zu besteigen.

Bei der Abfahrt kommen wir ins Waldgebiet. Die Jungs kriegen vom Abfahren nicht genug und kommen natürlich viel zu weit ab von der Richtung. Dank Christine schlagen wir Mädels uns rechtzeitig in die Büsche und kommen oberhalb des Liftgeländes raus, während auf die Jungs ein Stück Fußmarsch wartet.

Ausgangspunkt HochkarfelderkopfWaldanstieg Hochkarfelderkopftennengebirge-0018.JPGtennengebirge-0020.JPGtennengebirge-0021.JPGHochkarfelderkopftennengebirge-0025.JPG

Tourenbeschreibung Hochkarfelderkopf

Samstag, 8. Januar 2011
Eiskogel, 2.321 m über Tauernscharte, ca. 14 km, 1.360 Hm, 4.10 h

Mit dem Auto fahren wir nach Werfenweng und auf den dortigen großen Parkplatz. Von dort geht es durch den Wald hinauf zur Hackelhütte, weiter in die Tauernscharte und hinauf zum Gipfel des Eiskogel.

Die Abfahrt erfolgt entlang der Aufstiegsroute, zum Schluß über eine aufgelassene Skipist.

JämmerhofStart zum Eiskogeltennengebirge-0029.JPGHackelhoftennengebirge-0031.JPGtennengebirge-0033.JPGtennengebirge-0034.JPGEiskogeltennengebirge-0036.JPGtennengebirge-0038.JPGTauernscharteTauernscharte

Tourenbeschreibung Eiskogel

Sonntag, 9. Januar 2011
Mandlscharte, 2.098 m, ca. 7 km, 1.000 Hm, 3.00 h

Mit dem Auto geht es über Abtenau nach Astau/Gugg und hinauf zum Gehöft Pommer. Über den Sommerweg ist das Plateau der Stuhlalm schnell erreicht. Wir halten uns jetzt links. Die Scharte wird zunehmend steiler. Bei gutenVerhältnissen kann sie aber mit Skiern gemeistert werden. Auch wenn die übliche Jahreszeit März/April für die Begehung ist, die heutigen sonnigen Firnverhältnisse lassen es zu.

In der Scharte werden wir von einigen topfitten Skitourenläufern überholt, die offenbar mit der Steilheit bestens klarkommen und die Höhenmeter im Nu überwinden.

Stuhlalm - GeländeStuhlalmtennengebirge-0058.JPGMandlscharteMandlscharteMandlscharte oben

Tourenbeschreibung Mandlscharte

Im Alpenvereinsheft Panorama haben wir das Angebot für eine 1-wöchige Türkeireise vom Reiseveranstalter RSD Reise Service Deutschland zum Preis von 149,00 EUR entdeckt. Darin enthalten ist der Hin- und Rückflug München – Izmir, 7 Hotelübernachtungen mit Frühstück und eine Rundreise im Bus mit einem deutschsprachigen Reiseführer. Da konnten wir nicht widerstehen.

Montag, 08.11.2010

Wir starten um 17.45 Uhr in München und erreichen Izmir gegen 21.25 Uhr. Der Flieger ist bis auf den letzten Platz voll mit Menschen, die die gleiche Reise gebucht haben. Meist handelt es sich um die Altersklasse 60-75 Jahre.

In Izmir werden wir bereits von der dortigen Reisegesellschaft ITM erwartet und auf 4 große Mercedes-Busse aufgeteilt. Diese bringen uns in einer guten Stunde zum Palmin Hotel in Kusadasi. Im Bus hat unser Reiseleiter Hüseyin bereits erste Informationen gegeben, u.a. hinsichtlich der optionalen Reisepakete. Ausser uns entscheidet sich der gesamte Bus für das “All-Inklusiv-Paket” mit Führungen, Eintritten, Busfahrt nach Didyma-Milet-Priene, Troja und Sirince, Mittag- und Abendessen für zusätzlich 199,00 EUR. Wir wollen stattdessen wenigstens teilweise auf eigene Faust losziehen.

Die Hotelzimmer sind schnell verteilt. Ein schönes, großzügiges Zimmer mit Ausblick auf den Pool wartet auf uns.

Dienstag, 09.11.2010

Die Gruppe fährt mit dem Bus nach Didyma, Milet und Priene. Wir heben uns das “Steine anschauen” für später auf und marschieren stattdessen nach Kusadasi. Auf dem langen Weg entlang des Wassers stoßen wir immer wieder auf abgetrennte Siedlungen, die in sich geschlossen sind und meistens nur einen Zugang haben. Auf der Suche nach dem Weg verirren wir uns immer wieder darin. Bevor wir die Innenstadt erreichen, besuchen wir noch das Castell auf einer vorgelagerten Halbinsel.

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Dank der “Off-Season” sind nur wenige Touristen unterwegs. Die türkischen Händler sind wenig aufdringlich. Zu Mittag essen wir Fisch im Ali Baba am Hafen. Wir vereinbaren einen Preis von 60 TL. Anfangs befürchten wir, mit einer Vorspeise abgefertigt zu werden, aber dann kommt als Hauptgericht doch noch der eigentlich bestellte Fisch.

turkei-077.JPGturkei-082.JPGturkei-084.JPGturkei-089.JPGturkei-097.JPGturkei-101.JPGturkei-106.JPGPalmin Hotel Kusadasi

Auf dem Rückweg zum Hotel schlendern wir die Gassen bergauf zur Statue von Atatürk. Irgendwann wird es uns aber unheimlich – hier wohnen eindeutig ärmere Familien in heruntergekommenen Häusern. Außerdem führt der Weg nicht weiter – und so steigen wir wieder hinunter und treffen erneut auf ein abgesperrtes Wohnviertel. Ein Polizist bewacht den Eingang, er winkt uns aber und bedeutet uns, dass wir über das Grundstück zur  Haupttraße gehen dürfen. Anscheinend wohnt hier der Bürgermeister.

Nach unserem 7-stündigen Erkundungsmarsch kommen wir müde ins Hotel zurück. Hunger haben wir keinen und so verspeisen wir einige Kekse als Abendessen.

Mittwoch, 10.11.2010

Die gesamte Gruppe verlässt das Hotel um 8.00 Uhr und fährt mit dem Bus nach Izmir. Aufgrund des Gedenkens an den Todestag von Atatürk ist der geplante Busstop im Zentrum nicht wie vorgesehen möglich. Kurzerhand hält der Busfahrer in der Nähe vom Hafen und lässt uns aussteigen. Wir spazieren quer durch die Innenstadt, schauen um und kaufen ein (Feuerwehrauto für 70 TL). Nach 2 Stunden treffen wir uns wieder am Bus und fahren weiter nach Bergama. Dort wartet für die Pauschalurlauber ein Mittagessen in einem Restaurant am Stadtrand. Wir beschaffen uns Wasser am Kiosk und machen einen kleinen Spaziergang.

Atatürk-GedächtnisModerne Türkinnenturkei-118.JPGturkei-124.JPGturkei-128.JPGturkei-130.JPGturkei-131.JPGturkei-137.JPG

Mit Taxen geht es hinauf zur Ausgrabungsstätte Pergamon. Früher sind auf dieser Straße die Busse hinaufgefahren, dann wurde aber auf mysteriöse Weise eine Seilbahn gebaut und die Zufahrt über die Straße gesperrt. Doch Taxen können über eine steile Stichstraße im Ort die Blockade umgehen. Die Reiseleiter haben sich darauf verständigt, auf diese Weise die ominöse Seilbahnfahrt zu boykottieren.

Wir erkunden auf eigene Faust diese großartige Ausgrabungsstätte oben auf dem Gipfelplateau eines einzelstehenden Kegelberges (Eintritt 20 TL). Durch diese einmalige Lage konnte damals die gesamte Umgebung kontrolliert werden. Nicht herausbekommen haben wir, wie das Wasser  in die Anlage hinauf befördert wurde. Auf der Rückseite des Berges befindet sich schließlich ein großer See. Wir machen Brotzeit im antiken Theater. Die Gruppe bekommt eine Führung durch Hüseyin.

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Der Bus bringt uns weiter nach Norden zum Halinc Park Hotel in Ayvalik.

Donnerstag, 11.11.2010

Wieder erwartet uns ein freier Tag. Die Gruppe fährt nach Troja. Dieser Ausflug erscheint uns überflüssig. Unser Reiseführer bemerkt dazu, dass die Türken über die Begeisterung der Deutschen für Troja lächeln, denn es ergibt erheblich interessantere Ausgrabungsstätten zu besuchen.

Nach dem üblichen Frühstücksbüffet spazieren wir vom Hotel, das außerhalb von Ayvalik auf einer Insel liegt, über den Damm und laufen entlang der Küste zur Stadt. Bald begegnen wir Frauen, die sehr festlich und farbenfroh gekleidet, einem bestimmten Punkt zustreben. Wir folgen ihnen und kommen auf diese Weise zum Markt. In den engen und verwinkelten Gassen mit vielen alten Häusern sind Stand an Stand aufgebaut und die Menschen schieben sich dazwischen hindurch. Niemand hat was dagegen, dass wir fotografieren, im Gegenteil sind eine junge Mädchen sehr erfreut und stellen sich zum Fotografieren in Pose.

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An der Uferpromenade essen wir in einem Locanta Köfte (Fleischpflanzerl) und Sardinen für 15 Lira.

Zurück zum Hotel geht es wieder zu Fuß. Dabei kaufen wir noch Vesper ein, die wir am Balkon verzehren.

Freitag, 12.11.2010

Ein langer Fahrtag nach Süden und ein Besuch in der Teppichfabrik stehen heute auf dem Programm. Passenderweise regnet es eh heftig. Der Besuch in der Teppichfabrik bei Bergamo gestaltet sich als regelrechte Show. Einer der Geschäftsführer erläutert die Teppichherstellung, einschließlich der Seidengewinnung und gibt Informationen über Kosten, Gehälter usw. Danach stürzen sich die Verkäufer auf die interessierte Käuferschar aus Deutschland. Wer Interesse zeigt, wird von einem halben DutzendVertriebsgenies abwechselnd bearbeitet.

Schließlich entkommen wir – ein armenischer Teppich hat es uns aufgrund seiner Farben angetan – aber eine Entscheidung über 4.000 Euro innerhalb weniger Minuten möchten wir nicht treffen. Im bereits bekannten Restaurant gibt es Mittagessen für die Gruppe, für uns ist es eine Brotzeit im Bus.

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Weiter geht es zum Hotel Grand Belish in Kusadasi. Auf Nachfrage und eigene Kostenbeteiligung (25 TL pro Person)  können wir uns ebenfalls an dem reichhaltigen und schmackhaften Büffet laben.

Samstag, 13.11.2010

Mit dem Besuch von Ephesus steht heute ein Höhepunkt auf dem Programm. Der Bus fährt über die landschaftlich interessante Strecke über die Berge und nicht über die Schnellstraße nachr Selcuk. Wir kommen an einem Eisenbahnmuseum in Calmik vorbei, das nach Aussage unseres Führers das größte seiner Art in Europa ist. Danach fahren wir an einem Äquadukt vorbei, bevor wir Ephesus erreichen.

Die Zeit in Ephesus ist eigentlich viel zu kurz. Die verschiedenen Gebäude, Tempel, Prachtstraßen, Celsus-Bibliothek, das Theater und eine christliche Kirche erinnern uns an Petra in Jordanien. Wir sind froh, dass sich die Touristengruppen in Grenzen halten, so können wir die Atmosphäre dieser antiken Hochstätte besser aufnehmen.

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Nach einem Mittagessen wirds einkaufsmäßig. Zuerst geht es zur Schmuckfabrik Galata. Das Unternehmen beschäftigt 1.400 Angestellte insgesamt und hat ca. 100 Filialen. Wieder zeigt sich das Verkaufstalent der Türken. Dieses Mal wird das IKEA-Prinzip mit dem Weg durch die Verkaufsräume angewendet – zuerst der teuerste Schmuck, dann wird es zunehmend billiger und für diejenigen, die sich überhaupt nicht überreden lassen, wartet ein Touristenshop und eine Cafeteria mit einer kessen Türkin, die über  berlinerische Schnauze verfügt.

Das Einkaufen geht weiter in einer Lederfabrik. Hier wird teilweise kräftig eingekauft. Mancher Teilnehmer spricht zwar von einer Kaffeefahrt, aber erstens waren die 3 Einkaufsausflüge im Programm angekündigt und zweitens sind einige durchaus interessiert, Schmuck und Lederwaren zu erstehen.

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Im Hotel wartet wieder ein Büffet. Wir machen noch einen Strandspaziergang und treffen auf einen deutschsprechenden Restaurantbesitzer, dem wir versprechen, morgen bei ihm zu essen.

Sonntag, 14.11.2010

Die Nacht über haben uns die Mücken wach gehalten. Bei mir waren sie sehr erfolgreich – überall bin ich zerstochen.

Nach dem gestrigen Einkaufstag steht nochmals ein Ausflug für die Pauschalreisenden auf dem Programm: das Bergdorf Sirince. Wir nutzen den Tag, um entlang des Strandes bis zum Dilek-Yarumadasi-Nationalpark zu wandern. Der ganze Strand, ca. 10 km, wird von Ferienhäusern besiedelt. Es sind Geisterstädte, denn außerhalb der 3-4 Monate in der Ferienzeit sind praktisch alle Häuser unbewohnt. Außerdem stehen alleine in dieser Region 18.000 Stadthäuser zum Verkauf.

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Am Eingang des Nationalparks kehren wir um. Bei dem Türken essen wir noch Salat und trinken Tee und fragen den Restaurantbesitzer aus. Nach einer Pause im Hotel kehren wir wieder dorthin zurück, um wie versprochen, Fisch und Köfte zu essen.

Montag, 15.11.2010

Ich mache vor dem Frühstück einen Morgenlauf am Strand. Es ist bereits ziemlich schwül. Nach der Stärkung nutzen wir noch die Zeit für einen Strandspaziergang, auch die Gruppe vertreibt sich die Zeit am Strand. Um 1/2 12 Uhr ist Aufbruch nach Izmir, um das Flugzeug um 15.00 Uhr zu erreichen. Planmäßig erreichen wir München um 16.45 Uhr.

Fazit:

  • Wer auf preiswerte Weise, ein Stück Türkei, in diesem Fall die Westtürkei, kennenlernen will, sollte nicht zögern, dieses Angebot zu nutzen
  • RSD ist natürlich interessiert, das Zusatzpaket über 199,00 EUR zu verkaufen. Dieses wird von mindestens 95 % auch genutzt. Prinzipiell besteht die Möglichkeit, nur das Grundpaket zu buchen und dadurch aus einer Gruppenreise eine “halbe” Individualreise zu machen. Man sollte dann aber immer mit etwas zum Essen und zum Trinken vorsorgen, da die fest gebuchten Lokale nicht auf Gäste eingestellt sind, die nicht pauschal gebucht haben
  • RSD gibt sich viel Mühe. Unser Führer hat uns eine Menge über die Türkei erzählt und sich dabei auch kritisch geäußert
  • Für eine Bildungsreise sind die Verkaufsaktionen unserer Meinung nach etwas übertrieben, wenngleich informativ. Ein Verkaufsbesuch weniger, und stattdessen ein Besuch im Eisenbahnmuseum oder ein längerer Aufenthalt in Izmir oder Selcuk hätte uns besser gefallen. Aber die Interessen sind natürlich nie gleich und bei diesem Preis-Leistungsverhältnis ist das Interesse am Verkauf türkischer Produkte verständlich

Wissenswertes über die Türkei:

  • 2 1/2 mal so groß wie Deutschland
  • 41 Mio. Einwohner, 20 Mio. in Istanbul, 4 Mio. in Izmir (drittgrößte Stadt), 60 % leben in Städten
  • Mittlerweile 2 Mio. Türken aus Deutschland zurück in der Türkei, größtenteils gut ausgebildet und hervorragende Sprachkenntnisse. Machen sich lustig über Deutschtürken, die ungebildet sind, nicht angepasst und schlechtes Deutsch sprechen
  • Mindestlohn, Kranken- und Rentenversicherung, 24 Tage Urlaub, 4 Monate Schwangerschaftsurlaub
  • 8 Jahre Schulpflicht ab 7. Lebensjahr, diskutieren 13-jährige Schulpflicht
  • Rentenalter z.T. auf 45 Jahre gesenkt, mittlerweile wird systematisch angehoben
  • Musiklehrerin mit 11 Jahren Erfahrung verdient 750 Euro/Monat, Teppichknüpferin ab 350 Euro
  • unabhängig von Einfuhren, haben selbst Rohstoffe, Chemie, Industrie
  • versuchen Verdienstmöglichkeiten vor Ort zu schaffen, um Landflucht zu verhindern
  • Familie ist versichert über 1 Erwerbstätigen
  • Preise sind momentan etwa 50 % derer in Deutschland oder sogar weniger
  • geringeres Lebensalter als in Deutschland
  • die Türken in der Westtürkei erscheinen uns als moderne, aufgeschlossene, gastfreundliche Menschen mit einem gesunden Selbstvertrauen. Die Vorschriften des Islam werden offensichtlich großzügig gehandhabt. Wir haben keinen einzigen Menschen gesehen, der auf den Ruf des Imam reagiert hat. Die Mädchen tragen weniger Kopftuch als beispielsweise in Berlin

Empfehlenswerte Literatur:

ADAC Reiseführer Türkei Westküste

Mit Hanne und Konnie.

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Nachdem ich bereits am Mittwoch am Stümpfling mit den Langlaufskiern unterwegs war und Sutten und Stümpfling begangen bzw. gefahren bin, starten wir heute die Skitourensaison.

Wir fahren nach Hochfügen und gehen nicht wie ursprünglich geplant den Metzener sondern über die Piste auf den Rosskopf. Leider war die Abfahrt eine einzige Katastrophe, da entweder Bruchharsch oder eine zerfurchte und festgefrorene Piste zur Verfügung stand.

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Mit einer Ausweitung des Geschäftsvolumens, des Umsatzes, dem Gewinn, der Gewinnung neuer Kunden und der Einstellung von Mitarbeitern wächst auch der Bedarf an Büromöbeln und insbesondere an Regalen. Natürlich möchte man gerne die Ausstattung im bisherigen Design, also aus dem gleichen Sortiment. In diesem Moment ist man froh, wenn sich die bisherigen Komponenten, auch wenn sie bereits etliche Jahre alt sind, problemlos umbauen und erweitern lassen.

Im unteren Preissegment gibt es den IKEA-Klassiker Billy und im Hochpreissegment beispielsweise USM Haller. Das Billy-Regal leidet allerdings bei Umzügen und ist nicht stabil gegenüber schweren Inhalten. Die Fachbretter aus Pressspan biegen sich schnell durch. Ausserdem ändert Ikea leider ziemlich regelmäßig die Farbtöne des Billy-Regals. Bei einem Kollegen von mir tummeln sich mittlerweile 4 verschiedene Brauntöne nebeneinander.

Dagegen sind USM Haller-Regale vllständig aus Metall und zeichnen sich durch besondere Details wie die Kugelknöpfe als Eckverbindungen aus. Das hochwertige Material und das exclusive Konstruktionsprinzip wirken sich allerdings im Preis aus. Gegenüber den IKEA-Regalen sind die USM Haller-Regale etwa 10 mal so teuer.

Bislang für mich etwas lästig war der ausschließliche Verkauf der USM Haller Komponenten durch den zertifizierten Handel. Um einen Prospekt zu erhalten, musste ich natürlich meine Adresse angeben. Das führte dazu, pausenlos mit Flyern, Werbepostkarten, e-Mails und Telefonanrufen regelrecht bombardiert zu werden. Als ob ich ständig neue Teile brauchen würde!

Da kommt es mir sehr entgegen, dass USM Haller und andere Bürohersteller mittlerweile auch über das Internet bezogen werden können. Die Firma smow sieht sich hier als Vorreiter. Um die Montage zu erleichtern, bietet sie bereits fertig konfigurierte und zusammengebaute Aktenregale, Schränke, Sideboards, Bücherregale usw. an. Bei individuellen Zusammenstellungen greift sie auf zertifizierte USM-Monteure zurück, die bei großen Anlieferungen vor Ort tätig werden. Die Firma swissmobilia wiederum legt bei dem Verkauf von gebrauchten Komponenten Montagematerial bei und bietet telefonische Unterstützung an. Diese Möglichkeit sollten aber nur handwerksaffine Käufer wählen, da sich die Montage in der Regel nicht ganz einfach gestaltet und eventuell eines der empfindlichen Tableaus verkratzt werden kann.

Leider ist das iPhone 4 in Deutschland nur über einen Handyvertrag mit der Telekom zu bekommen. Das wollte ich nicht, zumal ich das iPhone weniger zum Telefonieren benötige. Mein Zweck ist vor allem herauszubekommen, was mittlerweile alles möglich ist.

In der Schweiz dagegen ist es möglich, ein iPhone 4 zu erwerben ohne den lästigen SIM-Lock und ohne Vertrag. Allerdings ist ein Erwerb in einem Apple Store praktisch unmöglich. Daher kam nur die Online-Bestellung infrage mit Lieferung an eine Schweizer Adresse. Die Preise sind deutlich unter den Preisen, die in Deutschland über Wiederverkäufer oder spezielle Händler realisierbar sind.

Bei Fonic erwarb ich eine SIM bzw. Micro-SIM-Karte – ist eine Karte. Gleich nach Lieferung brach ich die Micro-SIM-Karte aus und legt sie in das iPhone. Jetzt war der Schrecken aber groß: Das iPhone meldete, dass ich eine gültige SIM-Karte einlegen müsse. Durch meine Nachforschungen in diversen Foren erfuhr ich, dass ich die Micro-SIM-Karte erst entsperren müsse, also zuerst PIN eingeben und dann Einstellung, dass keine weitere PIN-Abfrage.

Aber wie sollte ich diese Eingaben machen, wenn ich mit dem iPhone nicht weiterkam? Also legte ich vorsichtig die Micro-SIM in ein altes Handy – eigentlich ist sie zu groß, aber es gelang mir, sie auf die Kontakte richtig zu legen. Jetzt wurde ich gebeten, die PIN einzugeben und konnte problemlos die benötigte Einstellung vornehmen.

Nach erneutem Einlegen der Micro-SIM im iPhone funktionierte es nun tadellos und ich konnte loslegen. Als erstes eine Flatrate für das Surfen besorgen durch eine SMS an Fonic zur Bestellung des Handy-Internet-Pakets für 9,95 Euro. Daraufhin begann ich zu probieren und baute die verschiedenen Internetverbindungen auf. Glücklicherweise checkte ich auch die angefallenen Kosten. Dabei bemerkte ich, dass statt des Internet-Pakets die Tagesflatrate abgerechnet wurde. Also Anruf bei Fonic, die es schließlich richtigstellten. Später konnte ich dem Kleingedrucktem auf der Internetseite entnehmen, dass grundsätzlich die Tagesflatrate abgerechnet wird, man diese zuerst kündigen muss, um dann das Internet-Paket aktivieren zu können. Immer natürlich vorausgesetzt, es gibt genügend Guthaben auf der Karte.

Auch wenn diese Fallen bei Fonic eingebaut ist, war ich von der Service-Hotline angenehm überrascht. Die übliche ewige Warterei entfiel und auf mein Anliegen wurde schnell eingegangen. Und der Preis ist meines Erachtens in Ordnung. Die Internetseite beinhaltet die notwendigen Informationen.

Wann immer ich mit der Bahn fahre, kommt es zu Verspätungen. So auch jüngst, als ich die Bahn von München nach Lindau benutzte, um eine mehrtägige Radtour zu beginnen.

Per Durchsage wurde vor Immenstadt mitgeteilt, dass die Lokomotive kaputt sei und der Zug deshalb in Immenstadt endet. Ein Weiterfahrt nach Lindau führte zu einer Verspätung von mehr als 75 Minuten. Das führte dazu, dass wir die bereits gebuchte Unterkunft nicht mehr vor Dunkelheit erreichen konnten, und deshalb eine Unterkunft aufsuchen mussten. Die gebuchte Unterkunft wurde uns natürlich in Rechnung gestellt.

Nach Abschluss der Radtour muss ich nun feststellen, dass

  • ich auf den Kosten für die gebuchte und nicht in Anspruch genommene Unterkunft sitzen bleibe. Eine Erstattung durch die Bahn ist nicht möglich
  • eine Entschädigung für den Bahnpreis grundsätzlich erst ab 60 Minuten Verspätung erfolgt und dann nur 25 Prozent des Fahrpreises beträgt
  • eine Erstattung erst ab einem Entschädigungsbetrag von mehr als 4 Euro erfolgt
  • die Bestätigung für die Verspätung durch das Servicepersonal zu erfolgen hat oder bis maximal 5 Tage nach der Reise zu erfolgen hat
  • ein separates Formular für die Beantragung notwendig ist

Mir ist ein Rätsel, wie das machbar sein soll, da

  • eine Information dieses Sachverhalts durch das Zugpersonal in keinster Weise erfolgte
  • ich nach der Verspätung 14 Tage mit dem Rad unterwegs war und dementsprechend auf Informationen zum Thema keinen Zugriff hatte
  • ich wohl kaum ein Formular vorab mitnehme, auf dem ich durch das Zugpersonal die Verspätung bestätigen lassen kann

Aufgrund dieses Sachverhalts ist die Entschädigung wohl eine einzige Farce und praktisch nicht zu erhalten. Aber das passt gut zu meinen anderen Erfahrungen mit der Bahn, bei der es nicht immer möglich ist, Tickets zu lösen, und man gezwungen ist, mit dem Fahrrad mehrmals umzusteigen, obwohl es eine direkte ICE-Verbindung gibt. Die Bahn ist für mich jedenfalls keine Option!

Siehe auch:  Transalp: Oberstdorf – Laas in Südtirol, letzter Absatz

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