Skitouren


Eigentlich wollten wir, Hanne, Brigitte und ich, 4 Tage in die Dolomiten oder die Sellrainrunde machen. Aber die Wettervorhersage wurde immer schlechter, so dass wir umdisponierten mussten. Und selbst nachdem wir in Aibling losgefahren sind, wird das Ziel nochmals geändert, da es auf der Autobahn heftig schneit. Also wollen wir auf die Krovenzspitze in den Tuxeralpen.

In Wattens geht es ab nach Wattenberg, zum Gasthof Mühle, Gasthof Säge, Gasthof Haneburger und schließlich zum Parkplatz Lager Walchen, 1.420 m (Startpunkt auch für Lizumer Hütte). Hier schnallen wir unsere Skier an. Das Wetter ist mittlerweile wesentlich besser – es spitzt sogar die Sonne raus. Auf diese Weise gelangen wir in einem Sonnenloch zum Nieder- und Hochleger. Am Niederleger ist ein riesiger Iglu aufgebaut. Leider zieht es jetzt zu, aber dank Brigittes Ortskenntnissen erreichen wir die Krovenzspitze, 2.619 m.

Die Abfahrt gestaltet sich schwierig. Es ist sehr neblig, diffuses Licht und wir wissen, dass die Lawinengefahr erheblich ist – der Gipfelhang ist relativ steil. Also fahren wir mit GPS-Unterstützung die Auffahrtsspur entlang hinunter. Auf diese Weise kommen wir sicher hinunter und auch die Sicht- und Wetterverhältnisse bessern sich. Vor allem unten hat es nur wenig Schnee und so ruiniere ich mir meine Skier wegen der vom geringen Schneefall bedeckten Kiesel.

Insgesamt 1.300 Höhenmeter, sanfte Hügel bis auf Gipfelhang, herrliche Schneehänge, relativ lawinensicher.

Skitour KrovenzspitzeSkitour KrovenzspitzeSkitour KrovenzspitzeSkitour KrovenzspitzeSkitour KrovenzspitzeSkitour Krovenzspitze

Hanne, Carmen, Carola, Ludwig und ich fahren zum Gasthaus Innerst. Unterhalb des Gasthofs, im Talgrund ist unser Ausgangspunkt für die Besteigung des Wildofen, 2.553 m. Der Weg vom Wehr führt entlang eines längeren Ziehwegs bis hinauf zu einer freien Fläche mit den Thagetlaneralmen. Von dort geht es hinauf bis zum Grad (ca. 1 Std.) und über den Grad zum Gipfel (ca. 3/4 Std.). Insgesamt brauchten wir 3 1/2 Stunden für den Aufstieg.

In der Sonne konnten wir eine kurze Gipfelrast einlegen, bevor wir durch herrliche Pulverschneerinnen abfahren können. Die momentane gute Lawinensituation erlaubt uns diesen Spaß.

WildofenWildofenWildofen - ThagetlaneralmWildofen - GradWildofen - Blick auf HirzerWildofen - AbstiegWildofen - Abfahrt

1. Tag, 03. Januar 2010

Die Feier-, Fenster- und Urlaubstage wollen wir nutzen für einige Skitouren. Unser Ziel ist das Ratschingstal in Südtirol. Auf dem Weg nach Sterzing fahren wir aber zuerst einmal hinter dem Brennen ins Obernbergtal, auf den Parkplatz Waldesruh, 1.439 m. Bei diesem strahlenden Winterwetter ist dieser natürlich voll belegt. Von dort gehen wirüber die Kastenbergalm hinauf auf den Muttenkopf, 2.638 m.

Aufstieg MuttenkopfAufstieg MuttenkopfMuttenkopf - Gipfel

Wetter: sonnig, aber kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig bis plattig
Höhenmeter: 1.240 m
Aufstiegszeit: 2.45 Std.

Danach Weiterfahrt ins Ratschingstal zum Gasthof Schölzhornhof, 1.482 m.

2. Tag, 04. Januar 2010

Direkt von unserer Unterkunft können wir unsere für heute geplante Skitour auf die Hohe Kreuzspitze, 2.743 m, beginnen. Über den Forstweg durch den Wald erreichen wir freies Gelände und steigen in einer Rechtsschleife zur Klammalm, 1.925 m. Kurz danach gabelt sich der Weg: Rechts über die Staumauer, vorbei am Butsee geht es zur Hohen Kreuzspitze. Erst am Joch ist der Gipfel sichtbar, der durch eine kurze Abfahrt und anschließendem Gipfelaufstieg erreicht wird.

Zurück an der Staumauer nach schwieriger Abfahrt – aufgrund der Lichtverhältnisse ist das Gelände fast nicht erkennbar, beschließen Benni, Michl, Christine und ich, noch auf die Kleine Kreuzspitze, 2.518 m zu gehen. Die Anderen wählen die direkte Abfahrt zum Gasthaus mit entsprechendem Einkehrschwung.

Ausgangspunkt zur Hohen KreuzspitzeAufstieg und Blick zum Joch vor Hohen KreuzspitzeGipfel der Kleinen KreuzspitzeAbfahrt von Klammalm

Wetter: wolkenverhangen, diffuses Licht, kalt
Schneebedingungen: zerfahren, meist plattig
Höhenmeter: 2.016 m
Gesamtzeit: 6.15| Std.

3. Tag, 05. Januar 2010

Wieder können wir am Gasthof starten. Allerdings laufen wir ein Stück die Straße zurück, bis rechts eine Forststraße abzweigt. Von dort geht es hinauf auf die Innere Wumbisalm, 1.906 m zum Glaitner Joch. Rechts hinauf mit den Skiern zum Glaitner Hochjoch, 2.389 m. Wir fahren zurück zum Joch und weiter Richtung Saxner. Ein schöner Höhenrücken windet sich ins Tal Richtung St. Leonhard. Herrliche Hänge laden ein zur Abfahrt. Leider sehr hart, harschig, windverblasen. Aber erst am Almgelände auf 1.684 m Höhe rüsten wir um, um wieder hinauf zu steigen und schließlich den Gipfel des Saxner, 2.358 m zu erreichen. Entlang der Aufstiegsspur fahren wir hinunter. Allerdings wird die Abfahrt über die Forststraße verweigert und so rutschen wir eine Bachrinne hinunter, die teilweise nur abgeklettert werden kann – von Skifahren kann nicht die Rede sein, aber ein kleines Abenteuer muss sein.

Gasthof SchölzhornBlick Richtung Hohe und Kleine KreuzspitzeGelände Innere WumbisalmInnere WumbisalmUnterhalb Glaitner HochjochChristine und Michi am Glaitner JochVom Glaitner Joch Gipfelanstieg SaxnerAufstieg von St. Leonhard auf SaxnerGipfelbezwinger SaxnerAbfahrt vom Saxner“Skifahren” durch Rinne

Wetter: sonnig, kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig, hart, plattig
Höhenmeter: 1.630 m
Gesamtzeit: 5 Std.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit schaffe ich es noch auf die Loipe Ratschings – Vinaders, die unterhalb des SchölzhornhofGasthofs beginnt. Sie verläuft direkt am Bach entlang, ist gut gespurt (klassisch und Skating), etwa 10-12 km lang.

4. Tag, 06. Januar 2010

Unsen letzten Tag im Ratschingstal beenden wir mit einer relativ kurzen Tour auf den Fleckner, 2.331 m. Auf der bereits bekannten Forststraße geht es durch den Wald zur Äußeren Wumblsalm, 1.865 m. Durch schöne Hänge geht es hinauf auf den Kamm und entlang des Grats zum Gipfel. Von dort haben wir noch eine grandiose Aussicht, bevor wir entlang der Aufstiegsspur abfahren.

Forststraße zur Äußeren WumblsalmVerschneite BachrinneAlmgelände Äußere WumblsalmGipfel des Fleckner

Wetter: sonnig, mäßig kalt
Schneebedingungen: zerfahren, pulvrig
Höhenmeter: 961 m
Gesamtzeit: 3 1/2 Std.

Teilnehmer: Ralf, Benni, Michi, Michl, Peter, Roswitha, Christine

Unterkunft: Gasthof Schölzhorn, gutes Essen, nette Wirtsleute, saubere und angenehme Zimmer

Übersichtskarte Ratschingstal

Von den Rofenhöfen, 2.014 m steigen wir, Carola, Markus und ich bei strahlendem Wetter mit den Fellen hinauf zur Vernagthütte, 2.766. Es gibt zwar immer wieder schneelose Stücke, aber mit etwas Vorsicht gelingt es, ohne Abschnallen zu gehen. Auf der Hütte treffen wir noch unsere beiden Mitgeher Thomas und seinen Vater Jürgen aus Sachsen. Bereits am Parkplatz sind wir Herbert-Maria und einem Mitglied der Sektion Oberland überraschend über den Weg gelaufen. Nach Bezug unseres Quartiers und einer längeren (Warte-)Pause ersteigen Markus, Michael und ich noch die nahe Guslar-Spitze, 3.151 m.

Anstieg VernagthütteAnstieg VernagthütteAnstieg VernagthütteAnstieg VernagthütteAnstieg VernagthütteVernagthütteGuslarspitzeAusblick GuslarspitzeGuslarspitze - mit ThomasAbfahrtsfreudenGesamte Gruppe auf der Hütte

In der Nacht hat es ein wenig geschneit, das Wetter ist zwiespältig. Unser Ziel heute ist die Hochvernagtspitze, 3.530 m. Irgendwie laufen wir aber zu weit nach Westen und stehen deshalb vor einem Felsriegel, dahinter der Abgrund, links von uns die Schwarzwand-Spitze und rechts hinter einem Felsriegel unerreichbar unser Gipfel. Also wieder zurück – bei herrlichem Pulverschnee und um einen Felsriegel rum. Felle werden wieder angeschnallt und hinauf geht es. Das Wetter wird zunehmend schlechter und irgendwann gebe ich die Spurarbeit auf: Ich sehe nur noch weiß, vor mir, links, rechts, oben, unten. Ich habe keine Orienierungspunkte mehr, keine Felsen, nichts. Ich verweigere. Die Gruppe hinter uns holt uns bald ein, versucht es mit Kompass und Karte, kehrt um. Markus probiert es noch ein wenig. Dann geben wir auch wir auf und fahren nach einer längeren Pause hinunter zum Felsriegel.

Plötzlich wird die Sicht besser, wir, Markus, Carola und ich beschließen einen weiteren Versuch. Wieder zieht es zu, aber in einem kurzen Sichtfenster erkennen wir, wo es weitergehen muss und erreichen schließlich tatsächlich den Gipfelgrad. Vorher ist allerdings ein steiler Hang zu queren, der aufgrund der Neuschneefälle nicht unproblematisch ist.

Bei der Abfahrt ganz oben verliert Carola einen Ski, der in unglaublicher Geschwindigkeit talwärts schießt. Obwohl sich Markus und ich sofort auf die Suche machen, bleibt diese ergebnislos. Carola quält sich zu Fuß zur Hütte zurück.

Blick zurückAufstieg zur VernagtspitzeCarola und ich auf der VernagtspitzeMarkus mit Stativ auf der Vernagtspitze

Unser letzter Tag ist angebrochen und strahlendes Wetter begrüßt uns am Morgen. Die ganze Hütte ist im Aufbruch, schließlich wollen die meisten auf die Wildspitze oder einen Übergang Richtung Similaun machen. Wir geben uns bescheidener, die Heimfahrt wartet auch noch auf uns. Carola konnte sich vom Hüttenwirt Schneeschuhe ausleihen und so gehen wir gemeinsam los Richtung Fluchtkogel, 3.500 m. Bald zieht es sich auseinander und so warte ich bei herrlich warmem Wetter am Gipfel. Nach und nach trudeln alle ein.

Das Wetter verlockt dazu, die Tour noch etwas auszudehnen. Carola marschiert wieder zur Hütte zurück, während wir Anderen in den Kesselwandferner abfahren Richtung Hochjochhospiz, 2.412 m.  Wir müssen aber nicht ganz hinunter, sondern können bereits auf 2.700 m die Felle anschnallen und nochmals zur Guslarspitze aufsteigen. Auf bereits bekanntem Weg geht es hinunter zur Hütte. Dort ausgiebiges Packen und Speisen -Maria und ihr Gast kommen bereits zurück von der Wildspitze – und schließlich ab ins Tal. Carola ist bereits vorausmarschiert und wartet am Auto.

Der Schnee ist mittlerweile ziemlich abgeschmolzen und wir müssen oberhalb der Materialseilbahn tragen, aber überraschenderweise geht es weiter als gedacht. Wie vereinbart ist Carola bereits da und bald sitzen wir im Auto, um nach Hause zu fahren. 3 herrliche Tage gehen zu Ende.

HüttenaufbruchBlick zur HütteMarkus in typischer PositionCarola mit Schneeschuhenvernagthutte018.JPGAllein am FluchtkogelAusblick vom FluchtkogelBlick zur VernagtspitzeFluchtkogel - Gipfelfoto ohne MarkusAbfahrt KesselwandfernerZurück bei den Rofenhöfen

 

Nach den heftigen Schneefällen der letzten Tage ist im Alpenhauptkamm die Lawinengefahr auf Stufe 4 angestiegen und die Wetteraussichten lassen auf keine baldige Besserung hoffen. Also disponiert Jürgen, unser Tourenführer vom SC Aising-Pang kurzentschlossen um: Statt auf das Westfalenhaus im Sellrain geht es auf die Zufallhütte im Martelltal.

1. Tag: 21.02.2009: Zufallhütte – Auf den Vertainen

Nach längerer Anfahrt bei starkem Verkehr auf der Autobahn erreichen wir über den Brenner den Ausgangspunkt am Talschluß des Martelltals. Dort parken bereits viele Skitourenbegeisterte. Mit schwerem Gepäck geht es vom Parkplatz auf 2.051 m, hinauf zur Zufallhütte, 2.256 m.

Parkplatz Talschluß MartelltalAbmarsch Richtung ZufallhütteAufstieg zur ZufallhütteAufstieg zur ZufallhütteAusblick auf Gipfel des MartelltalsUnterhalb ZufallhütteKirchlein bei ZufallhütteZufallhütte

Wir nehmen unser Quartier in Beschlag und nach Brotzeit, Umpacken usw. geht es schließlich gegen 14.00 Uhr Richtung Madritschspitze. Das Wetter trübt rasch ein, ein starker Wind kommt auf. Wieder eine Planänderung: Unser Ziel ist nun der Rücken Auf den Vertainen, 2.740 m.

Die Abfahrt gestaltet sich zu einer Herausforderung: Der Übergang von Pulver auf Bruchharsch und auf windgepresstem Schnee ist übergangslos und führt zu einigen artistischen Einlagen. Wir fahren hinunter bis zum bereits bekannten Hüttenaufstieg, legen nochmals die Felle an und kehren zur Hütte zurück.

ZufallhütteZufallhütte mit Querung Richtung MadritschspitzeAuf den Vertainen - Fertig zur Abfahrt

845 Höhenmeter, 5,9 km, 4:41 h

2. Tag, 22.02.2009: Köllkuppe

Das Wetter ist windig, aber wir sind guter Hoffnung, dass es sich bald bessert.  Wir wollen heute auf die Köllkuppe oder Cima Marmotta, 3.330 m. Der Weg geht Richtung Zufallspitzen. Die Martellerhütte, 2.610 m lassen wir linkerhand liegen und zweigen dann erst Richtung Süden und dann nach Osten hinauf zum Hohenferner ab. Der Wind wird immer stärker. Er reißt uns fast um, die aufgewirbelten Schneekristalle fühlen sich im Gesicht schmerzhaft an. Alles, was wir dabei haben, wird angezogen und trotzdem zeigen so manches Ohr oder Nase weiße Erfrierungsflecken. Die Sicht ist miserabel und so treffen wir den Gipfel der Köllkuppe nicht. Es fehlen wohl noch ein paar Höhenmeter. Ich versuche noch einen Nebengipfel zu ersteigen, muss aber bald aufgeben: Der Wind wirft mich einfach um.

Die anderen fellen inzwischen ab und rüsten sich für die Abfahrt. Beim Versuch, die Felle abzuziehen, reißt der Wind Ralph das Fell aus den Händen und er kann nur hilflos zusehen, wie es davonfliegt. Wir fahren mit Hilfe des GPS den Hohenfenner ab und queren dann zur Marellhütte, 2.610 m – noch einmal müssen wir dazu die Felle anlegen. Ralph quält sich mit einem Fell hinauf. Der Wind hat Kraft gekostet und alle sind froh, sich auf der Hütte ins Warme zu retten, Cappucchino zu trinken oder eine heiße Suppe zu essen.

Überraschenderweise treffen wir dort Roswitha, die mit ein paar anderen des Vereins eine größere Durchschreitung des Ortlergebiets vorhat. Nach kurzer Pause geht es von der Hütte über eine gut eingefahrene Piste zu unserer Unterkunft.  Das war abfahrtsmäßig das beste Stück des Tages, ansonsten erinnern die Verhältnisse an den Vortag.

Aufstieg Richtung KöllkuppeAufstieg Richtung KöllkuppeHohenfernerEisiger Wind am HohenfernerUmziehpause am HohenfernerUmziehpause am HohenfernerMartellerhütteKurzer Gegenanstieg Richtung Zufallhütte

1.280 Höhenmeter, 14,5 km, 7:53 h

3. Tag, 23.02.2009: Madritschspitze

Unsere Gedanken konzentrieren sich natürlich wieder aufs Wetter: Schaut doch gar nicht so schlecht aus. Wir wollen heute endlich einen Gipfel schaffen, nämlich die Madritschspitze, 3.265 m.

Ich laufe etwas vorneweg, bin bald ganz allein. Die Orientierung fällt schwer und nachdem ich niemanden mehr kommen sehe, entschließe ich mich, den anderen entgegen zu fahren. Tatsächlich, etwa 300 Höhenmeter unter meinem Umkehrpunkt sind sie bereits rechts abgebogen. Das hat mir die Karte nicht verraten. Viele andere Gruppen kann ich überholen, erreiche meine Gruppe und schließe zu den Spurenden auf. Gemeinsam erreichen wir das Skidepot. Doch während meine Mitstreiter noch auf ihre Kameraden, die kurz hinter ihnen sind, warten,erklimme ich den Gipfel und kann von dort aus das Skigebiet der Schaubachhütte erkennen.

Ich fahre den anderen entgegen und gemeinsam besteigen wir den Gipfel, mittlerweile allerdings komplett im Nebel.

Auf der Hütte wartet bereits Roswitha, die sich krankheitsbedingt uns anschließt. Iris und Gabi “wellnessen” noch in der Sauna, bevor wir uns mit dem erstklassigen 3-Gänge-Menü stärken.

Einsame Gipfelbesteigung der MadritschspitzeBlick ins Skigebiet der SchaubachhütteGipfelerfolg MadritschspitzeGipfelerfolg MadritschspitzeAbfahrt zur ZufallhütteAbfahrt zur ZufallhütteAbfahrt zur Zufallhütte
Die Models Iris und Gabi nach Sauna

1.120 (+500) Höhenmeter, 13,5 km, 6:47 h

4. Tag, 24.02.2009: Lyfispitz

Die Rucksäcke werden voll gepackt und früh, bereits um 8.00 Uhr geht es hinunter zum Auto. Die 2 Kilometer zum Ausgangspunkt am Zufritthaus, 1.880 m, fahren wir. Der Weg führt gleich steil hinauf Richtung Lyfispitz, 3.338 m. Anfangs durch Wald, später über endlos lange Hänge zieht sich die Spur. Diese ist streckenweise nur schwer zu erkennen. Der immer wieder starke Wind und die teilweise schlechte Sicht machen auch heute die Orientierung nicht einfach. Nach 2 1/4 Stunden erkenne ich den Gipfel etwa 100 Höhenmeter über mir. Doch der Hang ist sehr steil und von Felsen durchsetzt. Das mach ich nicht allein! Also Felle ab und hinunter zu den anderen, die ich auf 2.500 m treffe. Wir marschieren noch zu einem Absatz 100 m höher, machen Brotzeit, z.T. sogar in der Sonne und wagen uns dann auf eine abenteuerliche Abfahrt. Die bereits bekannten Schwierigkeiten mit dem permanenten Wechsel der Schneearten können uns nichts mehr anhaben, aber wir freuen uns über jeden Pulverschneeschwung im Wald.

Noch ein kurzer Einkehrschwung im Zufritthaus und ab geht es nach Hause über den Reschenpass.

Aufstieg zur Lyfispitz“Gipfelrast”An der LyfialmLyfialmLyfialmLyfialmSprung über BachSprung über BachSprung über BachRettungsaktionRettungsaktionWaldabfahrtWaldabfahrtWaldabfahrtJürgen und Ralph beim Tourausklang

900 (+600) Höhenmeter,

Teilnehmer: Jürgen, Gabi, Iris, Christa, Ralph, Roswitha (letzter Tag)

Die Lawinenstufe beträgt 4! Aber in der Nähe von Kufstein gibt es eine Skipiste ohne Liftbetrieb. 800 Höhenmete sind es bis hinauf zur Weinbergerhütte, 1.220 m.

Am Parkplatz vom Kaiserlift angekommen, erkennen wir rasch, dass nicht nur wir diese Idee hatten. Bei zunehmend besser werdendem Wetter ist der Parkplatz rasch gefüllt und wie eine Perlenspur ziehen sich die Tourengeher den Hang hinauf. Die Piste ist schon richtig eingefahren mit herrlichen Buckeln im Pulverschnee.

Nach einem längeren Hüttenaufenthalt geht es in flotter Fahrt zurück zum Auto. Was für ein Heidenspaß, über diese weichen Buckeln zu wedeln.

Teilnehmer: Helga & Heinz, Hanne & Conny, Michael

Blick hinunter nach KufsteinVorbei an DuxeralmenWegkreuz neben der SpurBlick zum Wilden KaiserBlick zum Wilden KaiserSpur zur Weinberger HütteSpur zur Weinberger HütteVogelhaus mit MützeBlick zum Wilden Kaiser von Weinberger HütteWeinberger HütteAbfahrtsfreuden von Weinberger Hütte

Es schneit und die Lawinenstufe ist mittlerweile mindestens 3. Und vor allem ist der Schnee unglaublich tief. Also gilt es eine Tour zu finden, wo wir nicht selbst spuren müssen. Die Entscheidung fällt auf den Hüttenanstieg zur Priener Hütte unterhalb des Geigelsteins.

Wir haben richtig kalkuliert: Damit überhaupt Gäste kommen, ist der Wirt mit seiner Schneekatze gefahren. Darin lässt sich bequem gehen. Eine eigene Spur zu legen, hat keinen Sinn. Der Schnee ist grundlos und man kommt nicht voran. Aber schließlich erreichen wir die Hütte und freuen uns auf eine warme Stube und etwas zum Essen und Trinken. Leider scheint die Wirtin nicht besonders guter Laune zu sein, zumal als sie meine Thermoskanne und mein Brot erblickt. Sie meint, ich habe mich damit in einen separaten Raum zurückzuziehen und außerdem Vespergeld zu bezahlen. Dabei steht ausdrücklich eine Tafel vor der Hütte, dass DAV-Mitglieder Selbstmitgebrachtes verzehren dürfen – ohne zusätzliche Bedingungen. Aufgrund von so viel Freundlichkeit vergeht mir die Lust, dort wie beabsichtigt irgendetwas zu verköstigen. Zumal ihre dauernden (An-)Klagen reichlich unbegründet sind: Die Hütte ist gut besucht, besonders für dieses Wetter, und alle schlagen kräftig zu.

Nun also an die Abfahrt. Wir sind richtig gierig, diesen herrlichen Pulverschnee zu befahren. Doch sehr schnell erkennen wir, dass dies nicht möglich ist: Der Schnee ist so tief, dass man sofort darin stecken bleibt. In steilere Hänge zu fahren, ist extrem lawinengefährlich. Also bleibt nur die Abfahrt in der Spur der Schneekatze. Hierbei gilt es allerdings vorsichtig zu sein, da viele Rodelbegeisterte und Schneeschuhgeher hinauf streben – ob sie wohl wissen, dass sie genauso wieder runter marschieren werden?

Auch wenn sich unser Abfahrtstraum schnell ausgeträumt hatte, das war jede Menge Spaß und eine tolle Erfahrung.

Teilnehmer:  Helga & Heinz, Hanne & Conny, Wolfi (Spezl von Conny)

Verschneites Auto neben der SkitourSkitour zur Priener HütteAbfahrtsversucheSteckengeblieben

Mit dem Auto geht es von Kelchsau in den Langen Grund zur Erla-Hütte, 1.213 m. Vor der Hütte beginnt der Aufstieg Richtung Schafsiedel, 2.447 m auf einer Forststraße. Der Weg windet sich lange hinauf. Von Anfang an haben wir herrliches Wetter, allerdings nimmt der Wind unterhalb des Gipfels stark zu und bläst uns fast vom Gipfel. Nachdem Andrea erkältungsbedingt auf der Erlahütte geblieben ist, entscheiden wir uns, in den Kurzen Grund zum Gasthof Wegscheid abzufahren – hier scheint der Wind etwas weniger zu sein und die Abfahrt Pulver statt Harsch. Wir versuchen, Andrea telefonisch über unsere Planänderungen zu informieren. Allerdings scheitern unsere Anrufversuche, aber spätestens im Gasthof können wir ihr dann Bescheid geben, damit sie uns in Wegscheid abholt.

Schnell rüsten wir um. Unsere Einschätzung über die Abfahrtsbedingungen sind richtig: Herrlicher Pulver trotz zahlreicher Spuren. In Höhe des Unteren Wildalmsees machen wir in der Sonne Brotzeit bevor es durch den Wald und später auf der Forststraße zum Gasthof Wegscheid hinuntergeht.

Im Gasthof wird unsere Bitte, zur Erlahütte telefonieren zu dürfen, damit abgelehnt, dass sie hier kein Telefon haben und auch die Nummer nicht wissen (was im übrigen nicht stimmt, wie sich über das Internet schnell herausfinden lässt). So beschließen wir, den Kurzen Grund mit den Skiern rauszufahren. An der Abzweigung in den Langen Grund erhalten wir dann glücklicherweise doch noch die rettende SMS, dass Andrea kein Netz hatte, aber uns jetzt mit dem Auto entgegenkommt. Da haben wir Glück gehabt. Ich hatte mich bereits damit abgefunden, mit den Alpinskiern 8 km zur Hütte hinauf skaten zu müssen.

Teilnehmer: Christine, Renate

Aufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelSchafsiedelGipfelgrad SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAufstieg SchafsiedelAbfahrt vom SchafsiedelBlick zum Schafsiedel zurückAbfahrt vom SchafsiedelAbfahrt vom Schafsiedel


Wanderroute 118323 – powered by Wandermap 

Von Kelchsau, direkt an der Weggabelung Langer Grund – Kurzer Grund am Kraftwerk Zwiesel ist Platz genug zum Parken. Gleich dahinter beginnt der Aufstieg über die Forststraße hinauf zur Lotterbichlalm. Die Skispur ist eindeutig. Immer noch hängt der Nebel drin, erst kurz unterhalb des Gipfels des Schwaigberghorn, 1.990 m reißt der Himmel auf und zeigt sich mit seinem tiefen Blau. Die Aussicht ist überwältigend – nur Gipfel oberhalb von 1800 m sind erkennbar, darunter versinkt alles in einem grauen Meer.

Es ist warm und wir können lange den Gipfel genießen, bevor wir uns fast als Letzte entschließen, im Pulver, wenngleich bereits stark zerfahren, abzufahren.

Teilnehmer: Christine, Renate, Andrea

Anstieg SchwaigberghornAnstieg SchwaigberghornBlick zum Gipfel SchwaigberghornBlick Richtung FeldalphornWolkenmeer mit BergenSchwaigberghornGipfelgelageRenate am Gipfel
Am Gipfel des Schwaigberghorns


Wanderroute 118321 – powered by Wandermap

Wieder mal eine Tour mit dem Skiclub Aising-Pang, nachdem ich gestern mit Hanne und Helga bei herrlichstem Wetter auf die Ellmauer Halt gestiegen bin. Heute ist Ziel Inneralpbach. Von dort aus geht es zuerst auf der Loipe durch den Greiter Graben. An der Greitalm und später an der Niederalm Verzweigung. Steil zieht sich der Weg hinauf zur Scharte zwischen Tristenkopf undKleinem Galtenberg, 2.318 m. Aber bei Lawinenstufe 1 ist es ungefährlich, wenngleich es einige Anforderungen an die Spitzkehrentechnik stellt. Nach der Scharte geht es über den Grad hinauf zum Gipfel. Nach einer längeren Rast und Warten auf die gesamte Gruppe fahren wir durch ein steileres Kar im Nordwesten ab und gelangen wieder auf die Abfahrtsspur.

Anmerkung: Mittlerweile benutzen auch Tourenfahrer zunehmend Helme. Allerdings sollten diese nicht als Freifahrtschein benutzt werden, um mit hoher Geschwindigkeit unkontrolliert die Hänge hinunter zu donnern.

Verhältnisse: überzuckerter Harsch, der sich aber gut fahren läßt

Höhenmeter: 1.200 Hm, Aufstiegszeit: 2.40 – 4 Stunden

Aufstieg durch Greiter GrabenKleiner Galtenberg - Gipfel mit ScharteBlick zur Scharte von GradTrixi am GradMartinGunnarBennieRoswithaFranzGabiPetraEnzo und BrittaWeg zum KarAbfahrsfreudenAbfahrsfreudenBlick Richtung Aufstiegsspur und Scharte

Teilnehmer:

Franz & Trixi, Enzo & Gitti, Martin, Benni, Gunnar, Toni, Petra, Gabi, Roswitha

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