MTB/Rennrad


Früh um 5.00 Uhr starten wir, Alexandra, Tina und ich von Bad Aibling aus, um mit dem Auto Richtung Brenta zu fahren. Unser Ziel ist Male, gleich westlich vom Lago di S. Giustina.

1. Tag: Male - Madonna di Campiglio/Val Vallesinella, 62 km, 1.600 Hm

Bei  herrlichem Wetter springen wir im Nu auf die Räder und stürzen uns auf die erste Bike-Beschilderung. Der Weg ist laut unseren Informationen schließlich gut gekennzeichnet. Voller Freude fahren wir entlang einem Fluß, gut ausgeschildert. Immer wieder ein Blick auf die Karte - allerdings lassen sich die Orte, durch die wir fahren, nicht auf der Karte finden. Macht nichts, eigentlich können wir nichts falsch machen und die Karte ist nicht mehr ganz die Jüngste. Aber irgendwann werde ich dann doch stutzig. Sollte schon längst ordentlich bergauf gehen. Meine Augen schweifen umher und plötzlich nehmen sie den Ort Odessa auf der Karte wahr. Du liebe Güte! Wir sind in einem ganz anderen Tal, statt nach Süden sind wir nach Westen gefahren. Also nichts wie zurück!

Geteerte Radlwege in der BrentaVor OdessaVor OdessaVor Odessa

Vor Dimaro kürzen wir über Almazzago ab und gelangen endlich auf die eigentliche Strecke. Diese ist in der Tat hervorragend ausgeschildert, sogar mit Landkarte. Wir ärgern uns ein wenig über unsere eigene Dummheit, etwa 30 Kilometer falsch gefahren, aber was hilfts? Über eine steile Kiesstraße mit vielen Serpentinen radeln wir entlang des Flusses Tollente Meledrio hinauf zum Dosso di S. Brigida.

Dolomiti-Brenta-Einstieg nach DimaroPauseSchluchtbrenta-mtb-143.JPG

Weiter geht es hinauf zum Passo Campo Carlo Magno, 1.563 m, bevor die Abfahrt hinunter nach Madonna di Campiglio folgt. Auf der Passstraße weiter in den Ort und dann links ins Tal Vallesinella. Im einzigen dortigen Refugio übernachten wir. Leider riecht das Zimmer nach Moder, die Betten sind klamm, das Bad wird beim Duschen überflutet, alle Räume sind kalt und das Essen einschließlich Frühstück ziemlich dürftig. Und das zu einem Preis von € 30,00 für Übernachtung mit Frühstück!

brenta-mtb-142.JPGBlick auf Skianlagen von MadonnaBlick auf Brenta von ValessinellaRifugio Vallesinella

2. Tag: Val Vallesinella - Stenico - Molveno - Andalo, 61 km, 1.700 Hm

Nach einem lausigen Frühstück mit abgepackter Marmelade und alten Semmeln fahren wir auf einer guten Forststraße hinauf zum Lago di Valagola.

Kurz nach Rifugio ValesinellaKurz vorm Lago di ValagolaLago di ValagolaTina bei Bachüberquerung

Entlang dem See können wir noch gut radeln, bevor es dann einen Wanderweg - Schiebestrecke - hinauf zum Passo del Gotro, 1.850 m geht.

Lago di ValagolaSchiebepassage zum Passo del GottoBlick hinunter zum Lago di ValagolaPasso del GottoPasso del GotroPasso del GotroNach Passo del GotroM. ga Movina

Bald darauf erwartet uns eine lange Abfahrt hinunter zur Teerstraße, nach Ragoli, 500 m. Mehr als 1.300 Höhenmeter herrliches Fahren. Die Teerstraße weiter nach Stenico überrascht uns mit einer Totalsperre: Eine Mure ist abgegangen und hat die Straße verschüttet. Der Bagger ist gerade dabei, Steine und Erde wegzuschaffen. Für uns Radler ist es ein leichtes, das Hindernis zu überwinden. Unbeschwert geht es auf autofreier Teerstraße nach Stenico. In einer Bar unterhalb des Castel kriegen wir dort eine Pizza aus der Tiefkühltruhe.

Abfahrt nach StenicoMurenabgangSchlucht bei StenicoBlick nach Stenico

Nach dieser tollen Stärkung führt die Route durch kleinste Straßen mitten durch Plantagen. Wir sind mittlerweile am südlichsten Zipfel unserer Tour, der Gardasee nur etwa 20 Kilometer entfernt. Doch vom dortigen Rubel ist hier nichts zu spüren. Keine Eisdielen, keine Pizzerien, keine Touristen, keine Autos - alles ziemlich ausgestorben. Dafür landschaftlich ein Highlight am anderen: Einsame Dörfer mit uralten Steinstraßen, die sich steil die Berge hinaufziehen, Blicke ins Tal von Banale. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, auch wenn in den Höfen ein Mountain Bike steht und sicherlich auch hier per Handy telefoniert wird und ein Internetanschluß zur Verfügung steht. Aber vor dem Haus sitzt auch mal eine Oma und strickt.

Blick Richtung GardaseeBanaleOrt in BanaleSteinbrücke in BanaleOrt in BanaleBanale

Die Route fordert uns Radlern einiges ab: Die Steinstraßen sind z.T. sehr steil, immer wieder richtige Rampen, schmale Kurven. Aber dafür gibt es nahezu keinen Autoverkehr. Wir überqueren schließlich die Hauptstraße nach Moveno und fahren vorbei am Lago di Nembia und gleich darauf linkerhand vom Lago di Molveno mitten durch lichten Wald, bevor es hinab nach Molveno geht. Bei leichtem Regen erreichen wir diese Stadt und sind überrascht über die vielen Touristen und das hektische Treiben. Unsere Frage nach einem Radgeschäft - Alexandra meint, ihre Bremsen gehen nicht mehr richtig - wird negativ beantwortet. Angeblich gibt es auf der ganzen Strecke keins. Also der Route folgend weiter oberhalb der Hauptstraße über einsame Wanderwege nach Andalo.

brenta-mtb-074.JPGMolveno mit SeeWeg nach AndaloHotel Angelo in Andalo

In Andalo finden wir gleich die Touristinformation. Dort heißt es zuerst, dass eine Übernachtung für eine Nacht nicht möglich sei. Erst auf drängendes Nachfragen hängt sich ein hilfsbereiter Herr ans Telefon und telefoniert mögliche Hotels ab. Schließlich vermittelt er uns das Hotel Angelo, 3-Sterne, mit Halbpension für € 50. Was will man mehr! Bei Salatbüffet, Vorspeise, Hauptspeise und leckerer Nachspeise schlagen wir uns die Bäuche voll.

3. Tag: Andalo - Spormaggiore - Tuenno- Lago di Tovel, 57 km, 1.900 Hm

Wir plündern das Frühstücksbüffet und sind davon überzeugt, dass sich das nächste Mal, dieses Hotel weigern wird, Biker zu bewirten. Die Gäste rund um uns, sind in der Regel italienische Renter, die kuren oder sich erholen. Derart gestärkt genießen wir umso mehr die zu durchfahrende Landschaft. Weiterhin einsame Straßen, ohne Autoverkehr, durch Plantagen, z.T. steil bergauf und bergab und mit großartigen Ausblicken, die kleine Straße auch mal unterhalb eines Hauses mit Rechtskurve so steil, dass man sich scheut, durchzufahren.

SelvapianaVor SpormaggioreBlick auf SpormaggioreVor SpormaggioreAlexandra, Tina, Angela vor SpormaggioreSporminoreSporminore - Straßendurchfahrtbrenta-mtb-053.JPG

Bei Flavon geraten wir in ein MTB-Rennen. Ein Teil unserer Strecke wird von den Teilnehmern befahren. In Italien aber kein Grund, uns nicht darüber zu lassen. Glücklicherweise ist das Rennen fast beendet. Die Fahrer fahren sich noch locker aus und so treffen wir auf einem Schmalstück, wo der Weg aus dem Fels herausgeschlagen ist, auf eine Gruppe Radler. Ein kleiner Waldsee lädt zum Entspannen ein. Wir nutzen das frische Wasser, um unsere Flaschen nachzufüllen.

brenta-mtb-050.JPGbrenta-mtb-049.JPGbrenta-mtb-046.JPGWegkreuz

Kurz vor Erreichen von Tuenno, unserer Abzweigung zu unserem heutigen Ziel zum Lago di Tovel, geht es in einer scharfen Rechtskurve, an der jeder von uns erst mal geradeaus fährt, plötzlich steil bergauf, mitten durch Obstplantagen. Die letzten Meter führt uns die Hauptstraße nach Tuenno. Leider schließt die einzige Bar genau in dem Moment, als wir uns dort einen Cappucchino und ein Eis genehmigen wollen. Also gibt es auf der Bank gegenüber eben einen kurzen Imbiss unserer mitgenommenen Brotzeit und ein kleines Schläfchen. Dieses wird abrupt unterbrochen durch den Aufschrei von Tina, dass die Bar wieder offen hat. Also Cafe und Eis schnell nachgeholt. Derart gestärkt fahren wir 10 Kilometer über die Straße hinauf zum Lago di Tovel. Dort beziehen wir im Albergo Lago Rosso Quartier. Ich fahre noch 400 Höhenmeter weiter hinauf, bis die Fahrstraße bei einer Alm endet. Dabei sind einige Rampen mit 25-30 % zu überwinden. Leider verstecken sich die Berge mit ihrer Schönheit hinter den Wolken.

Anstieg nach TuennoBlick zurückRifugio am Lago di Tovelbrenta-mtb-037.JPGAlm am Ende der FahrstraßeLago di TovelAlbergo Lago RossoPrivathütte unterhalb Lago Rosso

4. Tag: Lago di Tovel - Tuenno - Rifugio Peller - Male, 63 km, 1.900 Hm

Frühstück besteht wieder mal aus wenigen Weißbrotscheiben und abgepackter Marmelade. Ein richtiges Bikerfrühstück sieht anders aus, aber was will man machen. Die Fahrt zurück nach Tuenno beginnen wir mit einer Rundfahrt rund um den See, der malerisch vor uns liegt.

Lago di TovelLago di TovelLago di Tovel

Tuenno ist schnell erreicht - schließlich geht es auf Asphalt bergab. Dafür erwartet uns in Tuenno, 630 m, ein langer Anstieg auf einer Forststraße bis hinauf zum Refugio Peller, 2.022 m. Auf der Strecke sind nahezu keine Brunnen und die Sonne scheint erbarmungslos auf die Strecke. Vorneweg mache ich mir Gedanken, ob Alex und Tina noch ausreichend Wasser haben und beschließe, auf der Hochebene Wasser aufzufüllen und ihnen entgegen zu fahren. Also wieder 300 Höhenmeter hinab. Glücklicherweise konnten sie Wasser finden und fahren unverdrossen hinauf. Der Weg zieht sich fast unendlich hinauf. Aber der Ausblick und die netten Wirtsleute entschädigen für die Mühe und den Schweiß. Wir stärken uns mit Gerstensuppe und Spagetti.

Passo le FreinoWeggabelung unterhalb Rifugio PellerRifugio PellerAusblick von Rifugio Peller

Höchster Punkt: Rifugio Peller

Nach dieser Stärkung geht’s fast nur noch bergab, an einigen Almen vorbei. Die Hände tun uns weh, vom langen Bremsen. Und irgenwie sehnen wir uns nach einem Eisbecher. Aber das Tal will nicht näher kommen. Zum Schluss irren wir im “Angesicht von Male” noch durch die Wälder auf der Suche nach der besten Möglichkeit, zum Städtchen zu gelangen. Der eingeschlagene Weg führt plötzlich wieder bergauf. Also nochmals zurück, über den Fluss und auf der Hauptstraße zum Auto, das Gott sei Dank, unberührt dort steht, wo wir es abgestellt haben. Vor der Heimfahrt belohnen wir uns noch mit dem ersehnten Eisbecher.

Unterhalb Rif. Pellerbrenta-mtb-005.JPGbrenta-mtb-004.JPGbrenta-mtb-003.JPGbrenta-mtb-002.JPGbrenta-mtb-001.JPG

Gesamteindruck:

4 Tage Biker-Traum.
Sehr gute Beschilderung, die die Wegfindung einfach macht und normalerweise Kartenlesen erübrigt - wenn man den Einstieg gefunden hat! Wir haben wenig Biker getroffen, obwohl die Route erst in der letzten Ausgabe des Alpenvereinsheftes Panorama beschrieben war. Statt unserer gewählten Übernachtung in Vallisella sollte man die Graffer-Hütte wählen trotz des zusätzlichen Anstiegs. Und wenn möglich, in der Peller-Hütte übernachten. Allerdings ist der lange Anstieg am Nachmittag in der prallen Sonne nicht zu unterschätzen - genügend Wasser mitnehmen (2 Radlflaschen) und ausreichend Essen.

Infomaterial: im Internet: Dolomit di Brenta Bike oder

Hinweis: Besorgen Sie sich in einem Tourist Information Center unbedingt die spezielle Biker-Karte mit dem Prospekt


Radroute 248164 - powered by Bikemap

Nach langer Vorbereitung durch Andre und Lothar sowie hartnäckigem Warten auf gutes Wetter hat es doch noch geklappt. Gemeinsam mit Dirk fahren wir mit Andres Auto - er hat einen Gepäckträger auf seiner Anhängerkupplung für 4 Räder - nach Chur, bzw. Valendas. Hier finden wir Unterkunft in Valendas, bei Schlaf im Stroh.

Abfahrt in MünchenLandschaft bei ValendasLandschaft bei ValendasSchlafen im Stroh

1. Tag, Donnerstag, 11.06.2009:

Donnerstag früh regnet es. Also lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, bevor wir mit dem Auto zurück nach Bonaduz fahren. Einen Parkplatz finden wir am Bahnhof. Dort stoßen wir auch gleich auf unsere letzten Mitradler, Ilse und Adi.

Der Straße entlang geht es die erste Zeit meist  flach ansteigend mit einigen stärkeren Steigungen zur Via Mala bis nach Zillis. In Zillis unterbrechen wir unsere Fahrt, um die dortige Kirche mit den weltberühmten Holzvertäfelungen an der Decke zu besichtigen. Weiter nach Splügen. Dort gönne ich mir eine Brotzeitpause. Von Lothar, der Zillis bereits kannte, weiterhin keine Spur. In Hinterrhein geht es hinauf den San Bernardino. In dem dortigen See schwimmen noch Eisschollen. Ich mache länger Pause, warte auf die Anderen - die nicht kommen, mache Fotos. Allmählich wird mir zu kalt und ich fahre den Bernhardino auf herrlicher Straße hinunter. Nach Bellinzona zieht es sich doch noch hin. Aber um 15.00 Uhr bin ich am Bahnhof, und erkundschafte den Weg zur Jugendherberge. Dort checke ich ein, dusche ausgiebig und erkunde die Innenstadt von Bellinzona.

Als ich zurück in der Jugi um 18.00 Uhr bin, sind die Anderen bis auf Lothar angekommen. Sie erreichten die Passhöhe etwa 1 1/2 Stunden später. Irgendwann taucht auch Lothar auf, der sich gleich am Anfang in Zillis verfahren hat und auf diese Weise immer hinter uns war. In einer Pizzeria in der Stadtmitte stärken wir uns ausgiebig für den nächsten Tag. Die Jugi liegt direkt an der Bahnstrecke nach Mailand und so fahren alle 15 Minuten Züge unterhalb unseres Fensters vorbei. Dank Ohropax kann ich schließlich aber einschlafen.

114 km, 1.720 Höhenmeter

Start in BonaduzVorbei an steinerner KircheVia MalaKirche in ZillisDecke in ZillisOrtsdurchfahrtBlumenweise bei SplügenSt. Bernhard PasshöheSt. Bernhard PasshöheBlick zurück zum San BernhardinoBurg bei der Abfahrt nach BellinzonaJugendherberge in Bellinzona

2. Tag, Freitag, 12.06.2009:

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Müsli starte ich vor den anderen und irre durch Bellinzona, bevor ich den Weg nach Castione finde. Von dort geht es immer der Landstraße entlang neben der Autobahn und der Zugstrecke über Biasca bis Airolo. Die Suche nach der dortigen Unterkunft gestaltet sich etwas schwierig, nachdem die Befragten im Restaurant Christallino am Bahnhof extrem unfreundlich sind. Aber schließlich finde ich es doch und kann mein Gepäck - ich fahre mit Rucksack, Lenker- und Satteltasche - dort deponieren.

Nach einem kurzen Imbiss nehme ich den San Gotthard in Angriff. Nach einer guten Stunde bin ich oben am Hospiz und fahre vorbei an riesigen Schneewänden. Am Hospiz treffe ich einige Skitourengeher, die mir erzählen, dass man von der Passhöhe aus noch gute 1.000 Höhenmeter höhere Gipfel machen kann.

Abendessen in der Unterkunft Auberge Girasole als Menü mit Salat, Nudeln und Hühnerfleisch, Eis. Wir unterhalten uns lange mit einem Wanderer, der mit 20 kg Gepäck einschließlich Zelt 3 Wochen durch die Berge maschiert. Außer uns ist noch eine riesige Gruppe Motorradfahrer (mind. 23) hier untergebracht.

94 km, ca. 1.700 Höhenmeter

BrückenkonstruktionZwischen Bellinzona und AiroloSchluchten auf der FahrtStart zum St. GotthardpassBlick Richtung NuefenenpassSan Gotthard PasshöheSchneetunnel am San GotthardBlick nach Airolo

3. Tag, Samstag, 13.06.2009:

Früh starte ich, da ich eine “Königsetappe” vorhabe:

Zuerst geht es den Nuefenenpass hinauf. Noch wenige Motorradfahrer, die ersten Radler, wieder riesige Schneewände. Hinunter nach Ulrichen und nach Oberwald. Hier steigt die Straße wieder an, der Verkehr nimmt zu, v.a. Motorräder. Trotzdem kann ich der Versuchung nicht widerstehen, hinauf zur Grimselpasshöhe zu fahren - die Serpentinen sind sehr verlockend. Dort oben treffe ich einen Radler, der mich neugierig ausfrägt und voller Bewunderung ob meiner geplanten Tour ist. Aber ich will weiter, gegenüber lockt der Furkapass! In Gletsch ist die Hölle los, auch ich esse etwas, bevor es wieder bergauf geht. Aber in weniger als 1 Stunde sind die 900 Höhenmeter überwunden. Pause, Fotos, Abfahrt nach Realp. Unterwegs kommen mir Adi, Dirk und Andre entgegen, die über den Gotthardpass gefahren sind. Ein Schneefeld hat sich den Gang gelöst und versperrt nun die Hälfte der Straße. In Realp treffe ich Ilse und wir gönnen uns Cafe und Kuchen, bevor wir endgültig nach Hospental in die dortige Jugendherberge fahren.

86 km, ca. 3.200 Höhenmeter

Auffahrt NuefenenpasPasshöhe NuefenenpassNuefenenpassAbfahrt NuefenenpassAbfahrt nach UlrichenFahrt nach OberwaldBlick zum GrimselpassBlick zum GrimselpassWeggabelung Grimsel und FurkaGrimselpass - Blick zurückKirchlein in GletschFurkapassAbfahrt FurkapassFurkapass - Blick zurückAbfahrt FurkapassHospental mit Blick auf OberalppassWirtshaus in HospentalAlte Brücke in HospentalLandschaft Hospental

4. Tag, Sonntag, 14.06.2009:

Nach Frühstück Weiterfahrt nach Andermatt und den Oberalppass hinauf. Dort Cafe und allgemeine Wartestation.  Abfahrt nach Disentis, Illanz. Nochmals hinauf nach Valendas und schließlich zum Auto nach Bonaduz.

86 km, ca. 800 Höhenmeter

Auffahrt OberalpOberalpOberalpOberalpKlosterkirche in DisentisKlosterkirche in DisentisLothar an SteilstückZwischen Valendas und Bonaduz

Insgesamt: 380 km, 7.500 Höhenmeter


Radroute 219861 - powered by Bikemap

Auf ehemaliger Eisenbahntrasse entlang Hauptstraße über Ospitale.

Toblacher SeeToblacher SeeToblach - KunstToblach - KunstDrei ZinnenDrei ZinnenDrei ZinnenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomiten - OspitalDolomiten - OspitalDolomiten - OspitalDolomiten

Toblach - Aufkirchen/St. Maria - Sinner - Schöne Aussicht - Sinnerwald - Frondeigen - Kandellen - Silvesteralm - Toblach

Toblach - Grand HotelToblachToblach mit Blick auf DolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenDolomitenCamping am Toblacher See

1. Tag, 01. September 2008

Carola und ich treffen uns um 9.00 Uhr am Hauptbahnhof München. Mit dem Bayernticket fahren wir mit unseren Bikes für 38 Euro bis nach Oberstdorf (Ankunft: kurz vor 12.00 Uhr). Dort startet unsere Transalp Richtung Süden.

Den Wegweisern in Oberstdorf, 813 m, Richtung Krankenhaus, Heimatmuseum und Skisprungschanze folgend gelangen wir direkt über den Wanderweg Via Alpina nach Faistenoy. Von dort geht es zuerst auf der Teerstraße nach Birgsau und dann weiter auf der Forststraße hinein ins Rappenalptal. Wir fahren bis unterhalb der Unteren Biberalpe, 1.310 m. Dort zweigt ein Forstweg nach links Richtung Biberkörb ab. Nach wenigen Metern treffen wir auf eine Schranke mit einem verrosteten Schild “Fußgänger verboten”. Wir fahren bis zum Ende des Forstwegs, treffen dort auf einen netten Senner, der uns den Weg zur Mittleren Biberalpe, 1.678 m beschreibt. Ab jetzt schieben wir über Almwiesen. Die seltsamen Gestalten auf der Mittleren Biberalpe sind sehr unfreundlich und wollen offenbar keine Biker auf “ihrem” Gelände haben. Wir lassen uns aber nicht aufhalten und schieben steil hinauf Richtung Salzbücheljoch, 1.800 m. Dieser Weg ist eine völlig ungefährliche und landschaftlich sehr schöne Umfahrung des ausgesetzten Schrofenpasses. Dank der Beschreibung von GPS-Tour war es uns ein leichtes, diesen alten Schmugglerpfad zu finden.

Bahnhof OberstdorfVia AlpinaVia AlpinaAbzweig BiberkörbMittlere BiberalpeBlick zum SalzbücheljochWeg zum SalzbücheljochSalzbücheljoch

Auf der anderen Seite geht es hinunter auf einem Waldweg - für uns das meiste zum schieben und tragen - später dann auf steilem Forstweg zum Holzgauer Haus, 1.517 m, bevor wir auf der Teerstraße über Warth nach Lech, 1.444 m brausen können. Die Mautstraße von Zug bis zur Formarinalpe, 1.871 m, ist schnell gefunden. Da diese bereits geschlossen ist, stoßen wir auf nur wenig Gegenverkehr durch die verkehrenden Wanderbusse. Auf der rechten Seite des Formarinsees führt uns die Forststraße hinauf zur Freiburger Hütte, 1.931 m. Dort beenden wir unseren ersten MTB-Tag gegen 18.00 Uhr und vernichten eine große Portion Spagetti.

Salzbücheljoch - Blick nach SüdenBlick auf WarthFreiburger HütteFormarinsee

Auf der Hütte treffen wir 3 weitere Biker-Mannschaften mit jeweils 2 Männern. Dieses sind Studenten aus Rheinland-Pfalz und Regensburg sowie gesetzteren Männern aus Lenggries. Es stellt sich heraus, dass wir am nächsten Tag alle dieselbe Route fahren wollen zur Heilbronner Hütte.

1.850 Höhenmeter
47 Kilometer

2. Tag, 02. September 2008

Das Frühstück für 9 Euro besteht aus 3 kleinen Scheiben Brot und etwas Käse und Wurst. Da bin ich mit meinem Müsli für 7,50 Euro besser dran. Wir mokieren uns ein wenig darüber, dass das Frühstück teurer ist als die Übernachtung. Aber es lässt sich nicht ändern.

Der Weg führt zuerst über einige Meter Schotterstraße bis zum Rauher Staffel, 1.827 m. Ins Tal führt ein steiler, rutschiger Wanderweg, der sicherlich von so manchem Downhiller komplett gefahren werden kann. Wir entscheiden uns für eine Mischung aus Fahren und Schieben bevor der Weg in eine herrliche Schotter-, später Teerstraße mündet, die uns hinab nach Dalaas, 835 m bringt. Direkt gegenüber der Einmündung in die Hauptstraße beginnt der Weg durch schattigen Wald und mit Blicken auf unsere letzte Abfahrt hinauf zum Kristbergsattel, 1.484 m. Dort treffen wir auf die Regensburger, die offenbar ohne Karte unterwegs sind und den Weiterweg nicht wissen.

Von Freiburger Hütte nach DalaasHaus am WegrandBlick auf Dalaas und Richtung NordenKristbergsattel

Kurze Rast und Weiterfahrt nach Innerkristberg und hinein ins Silbertal. Ein langer Höhenweg mit schönen Ausblicken führt tief hinein ins Tal. Wir fahren hinunter zum Hasahüsli, gönnen uns eine kurze Brotzeit, bevor es wieder bergauf geht. Gleichmäßig steigt die Forststraße bis hinauf zur Unteren Freschalpe, 1.570 m. Kurz danach ist die Fahrstraße zu Ende und geht in einen Wanderweg über, der sich bis zur Oberen Freschalpe, 1.890 m hinauf zieht. Danach ist endgültig Schieben angesagt, da der Untergrund sehr steinig und morastig ist. Nach dem Silbertaler Winterjöchle, 1.945 m ist der Fußmarsch zu Ende. Wir fahren auf der Forststraße nach unten, um auf den Forstweg auf der anderen Seite des Flusses Rosanna im Schönverwalltal zu kommen. Auf der Schönverwallhütte, 2.007 m mündet dieser in einen Wanderweg, der zunehmend steiler hinauf zur Heilbronner Hütte führt. Erst die letzten Meter zur Hütte lassen sich wieder fahren.

SilbertalAbzweig zum HasahüsliSilbertalSilbertalSilbertalSilbertalSilbertalObere FreschalpeSilbertalSilbertalSilbertalSchönverwalltalSchönverwalltaltransalp1058_1.JPGtransalp1059_1.JPGHeilbronner Hütte

Kurz nach uns treffen Hans und Christian, die Lenggrieser auf der Hütte ein, während die Studenten aus der Pfalz erst 2 Stunden später ankommen. Von den Regensburgern fehlt jede Spur. Die Pfälzer erzählen, dass sie beide am Hasahüsli gesehen hätten, wie sie ins Tal hinunter, statt ins Silbertal hinauf gefahren sind.

Die Hütte bietet jeden Komfort, sogar die Duschen sind kostenlos. Wir finden Platz im Lager.

2.100 Höhenmeter
47 Kilometer

3. Tag, 03. September 2008

Nach einem Bikerfrühstück mit Müsli und frischem Obst starten wir um 7.00 Uhr, um auf der Schotterpiste hinunter zum Kops-Stausee, 1.809 m, zu fahren. Übers Zeinisjoch, 1.842 m ist Galtür und Ischgl, 1.376 m schnell erreicht. In der Bäckerei treffen wir Hans und Christian, die vor uns gestartet sind, bei ihrem Frühstück. Auch wir gönnen uns etwas Süßes und einen Cappucchino.

Morgenblick von Heilbronner Hüttetransalp1064_1.JPGtransalp1065_1.JPGHeilbronner Hütte - Kops-Stausee

Gut beschildert finden wir schnell die Teerstraße Richtung Heidelberger Hütte. Für uns geht es auf der Pardatschalpe, 1.665 m nach links auf der Teerstraße weiter zur Idalpe, 2.308 m, während Hans und Christian über die Heidelberger Hütte und den Fimberpass fahren. Aber Carola mit ihrem erst kürzlich gebrochenem Fuß möchte längere Tragestrecken möglichst vermeiden. Von der Idalpe führt ein steiler Schotterweg bis hinauf zum Viderjoch, 2.732. Ein grauenhaftes Gebiet, das durch den Ausbau zum Silvretter Skizentrum stark gelitten hat. In einer ebenso umgestalteten Landschaft führt uns der Weiterweg hinab zur Alptrider und auf der Forstraße nach Compatsch im Samnaun, 1.715 m.

Auffahrt zur Igalp mit Blick auf IschglAuffahrt zur IgalpSkizentrum IdalpViderjochRichtung AlptriderAlptrider mit Blick auf ViderjochAbfahrt nach Compatschtransalp083.JPG

Auf der Bundesstraße fahren wir zur Spissermühle und rechts vom Schergenbach das Val da Tschera (mit etlichen unbeleuchteten Tunnels) bis Martina und Strada. Dort treffen wir auf einen gut ausgeschilderten Radweg links neben dem Bach und der Straße durch den Wald - später sogar mit Holzbildhauerarbeiten. Auf diese Weise erreichen wir vor 15.00 Uhr Sur-En, 1.112 m und beginnen, ein Quartier zu suchen. Das erste ist gleich voll. Der Chef dort vermittelt uns an seine Mutter, die uns ein Zimmer für 100 SFr vermietet. Auf unsere Frage nach Frühstück teilt sie uns mit, dass der Preis ohne Frühstück sei, wir aber am Campingplatz einkaufen könnten.

Kunst im WaldKunst im WaldKunst im Wald

Also zu diesem Kiosk. Dieser ist schlecht sortiert und bekommt erst am nächsten Morgen ab 8.00 Uhr Brot. Ich ärgere mich über sehr über die ungewohnte, nicht vorhandene Servicebereitschaft der Wirtin und des Betreibers des Campingkiosk. Der Gedanke an eine Weiterfahrt keimt auf. Carola telefoniert mit der Sesvennahütte. 1.500 Höhenmeter und 75 Kilometer stecken uns bereits in den Beinen, vor uns liegt die Uina-Schlucht mit 1.000 Höhenmeter und mindestens 3 Stunden.

Um 16.00 Uhr geben wir den Zimmerschlüssel zurück und fahren weiter. Die Pfälzer sind mittlerweile auch in Sur-En angekommen. Auf einem breiten Wanderweg fahren wir entlang dem Uina-Fluß hinauf zur Uina Dadaint, 1.772 m. Danach wird der Weg schmal, wir können den Weiterweg durch die Schlucht, der in dem Fels herausgeschlagen wurde, bereits erkennen. Der Weg selbst ist gut gesichert und bei diesen guten Bedingungen gut machbar. Ein beeindruckendes Erlebnis, die Uinaschlucht mit dem MTB zu begehen. Gegen 18.30 Uhr erreichen wir das Ende der Schlucht auf 2.157 m. Auf z.T. befahrbaren Wegen geht es noch über den Schlinigpass, 2.299 zur Sesvenna Hütte, 2.258 m, die wir um 19.20 Uhr tief im Nebel erreichen. Die Pfälzer sind gleich danach da, Hans und Christian lassen es sich bereits gut gehen. Aber auch wir bekommen noch eine große Portion Makkaroni und gönnen uns nach diesem langen Tag eine Dusche.

Auffahrt zur UinaschluchtAuffahrt zur UinaschluchtUina DadaintBlick zum Weg durch UinaschluchtMit dem Rad durch die UinaschluchtMit dem Rad durch die UinaschluchtMit dem Rad durch die UinaschluchtMit dem Rad durch die Uinaschlucht

2.700 Höhenmeter
90 Kilometer

4. Tag, 04. September 2008

Die Sesvenna Hütte verbirgt sich weiter im Nebel. Alles ist nass. Nach unserer gestrigen langen Tour schlafen wir lange, bevor wir die Reste des Frühstücks mit vintschgerl, Marmelade, Schinken und Käse zusammen kratzen. Um 1/2 9 Uhr verlassen wir so ziemlich als Letzte die Hütte und fahren auf anfangs sehr steiler Forststraße, später flacher Teerstraße hinunter nach Schlinig. Dort können wir rechts neben der eigentlichen Fahrstraße auf Teer und Schotter nach Schleis fahren. Dieses Dorf lassen wir links liegen und kommen über einen ausgeschilderten Radweg über Laatsch nach Glurns, 907 m. Dieses Städtchen ist voller Radfahrer und bietet eine nette Kulisse. Bei einem Cappucchino ändern wir unser ursprüngliches Ziel Comer See in Meran im Südtirol ab. Lieber Biken als Zugfahren!

Abfahrt von SesvennahütteHaus in SchlinigBlick auf GlurnsMarktplatz in Glurns

Auf Radwegen kommen wir nach Taufers, Müstair mit seinem großen Schloss und nach St. Maria. Kurz nach St. Maria biegen wir nach rechts auf einen Schotterweg ins Val Vaur ab. Heftiger Wind bläst uns auf der Alp Clastra fast vom Fahrrad, die Temperaturen sind eisig, die Landschaft fast menschenleer und imposant. Am höchsten Punkt mit 2.234 m treffen wir auf einige Biker.

Schloss MüstairRadweg nach St. MariaVal VaurVal VaurAlp ClastraAlp ClastraAlp MoraSingletrail durch Val Mora

Ein herrlicher Weg, zuerst Schotter, dann Singletrail oberhalb des Flusses führt und durch das Val Mora. Obwohl der Himmel wolkenverhangen ist, kommen wir ohne Regen zum Lago di S. Giacomo - di Fraele. Dort finden wir ein einfaches Quartier.

Lago di S. GiacomoQuartier am Lago di S. GiacomoVom Lago di S. Giacomo zurück

1.700 Höhenmeter
60 Kilometer

5. Tag, 05. September 2008

Es regnet! Wir ziehen uns wetterfest an, fahren entlang des Stausees bis zur Staumauer. Diese überqueren wir. Vorbei am Rifugio Val di Fraele geht es weiter über eine Schotterpiste entlang des Lago di Cancano bis zum Rifugio Solena. Schließlich mündet diese Forststraße an der Stilfserjochstraße oberhalb von Bormio auf 1.556 m ein. Trotz Regen entschließe ich mich für leichte Bekleidung. Lange zieht sich die Straße hinauf zur Abzwiegung zum Umbrailpass, 2.586 m und schließlich zum Stilfser Joch, 2.758 m. 4 Grad lassen uns trotz dicker Kleidung frieren, aber Suppe und Latte Macchiato wärmen von innen. Mittlerweile hat es zu regnen aufgehört. Jede Menge Motorradfahrer und Radler jeglichen Alters kommen von der anderen Seite herauf.

Regen am Lago di S. GiacomoRegen am Lago di S. GiacomoStaumauer am Lago di S. GiacomoLago di CancanoBlick hinauf zur StilfserjochstraßeStilfserjochstraßeStilfserjochstraßeAm Stilfserjoch

Die Abfahrt hinunter über Franzenshöhe, 2.189, Trafoi und Spondinig, 887 m, ist ein wahres Vergnügen. Von Meter zu Meter wird es wärmer und sonniger. Um die Zugverbindungen zu klären, fahren wir nach Laas, 832 m, das wir gegen 15.00 Uhr erreichen.

Unendliche Abfahrt vom Stilfserjoch nach Trafoitransalp183.JPGAbfahrt nach FranzenshöheTrafoi

1.300 Höhenmeter
64 Kilometer

Um unser Zuhause noch heute zu erreichen, springen wir auf den nächsten Zug nach Meran. Von dort geht es über die Etappen Brenner, Innsbruck nach Rosenheim und für Carola weiter nach München. Leider ist die Bahn alles andere als fahrradfreundlich: Statt den direkten EC nehmen zu können, müssen Radler die Regionalzüge nehmen und entsprechend oft umsteigen. Eine Fahrkarte für alles gibt es ebenfalls nicht. Für jede Strecke ist vielmehr ein einzelnes Ticket nötig! Und wichtig: dieses sollte über die Automaten, die nicht immer funktionieren, besorgt werden, da die Schaffner angehalten sind, im Zug keine Tickets zu verkaufen. Nur gut, dass die Schaffner nicht immer den Anweisungen ihres Managements folgen, sondern im Interesse des Kunden ab und zu ein Auge zudrücken. Sonst hätten wir Probleme mit der Fahrkarte Kufstein - Rosenheim bekommen!

Gegen 22.00 Uhr erreiche ich mein Zuhause.

Es war eine grandiose Alpenüberquerung mit vielen verschiedenen Landschaften. Die Uinaschlucht sollte man sich keineswegs entgehen lassen und auch die Alp Mora ist einen Besuch wert.

Gesamt

Kosten: € 250
Höhenmeter: 9.650 m
Kilometer: 308 km


Radroute 80385 - powered by Bikemap

Statt einer ordentlichen Radtour, wie ursprünglich geplant, rief Tina zur Wendelsteinrundfahrt in Au auf. Eigentlich hatte ich keine Lust, das Wetter sollte auch nicht gut werden, usw.

Aber Elisabeth hatte bereits einen Startplatz mit ihrem Mann, Jan wollte auch mitfahren. Aber wie das so ist, Jan fiel verletzungsbedingt aus, Matthias musste in die Eishalle. Also genügende freie Startplätze. Ich ließ mich also überreden.

Erst um 9.00 Uhr sind wir gestartet. Ich und auch die beiden Anderen sind mit dem Rad bereits angereist. Aber bei Müttern dauert natürlich alles etwas länger. So gehörten wir zu den Letzten, die auf die Strecke gingen. Ich meistens vorneweg. Mit anderen mitzufahren, ging leider nicht. Bereits oben am Samerberg kündigte Elisabeth an, die Fahrt abzubrechen, da sie keine Kraft habe. Also trennten wir uns in Frasdorf.

Sudelfeld rauf ging recht gut, konnte viele überholen. Temperaturen angenehm, nur kurz nach Sachrang ein wenig Regen. Immer wieder auf die gleichen Radler gestoßen. Bei der letzten Verpflegungsstation nicht gehalten, da wir darauf hofften, uns die Bäuche in Au vollschlagen zu können.

Pustekosten! Nach 115 km, mit Anfahrt 130 km, gibts alles nur gegen Geld. Sind schwer enttäuscht. Startgeld von € 25,00 steht in keinem Verhältnis zu ein wenig Verpflegung, ein paar Müsliriegeln und einem Handtuch oder T-Shirt oder Weißbierglas. Ich weiß nicht, warum sich die Leute so auf diese Veranstaltung stürzen.

Beim Heimradeln erwischte mich 2 km vor dem Ziel noch ein kräftiger Regenschauer. Insgesamt fast 150 km, keine Probleme gehabt, Berge sind nach wie vor meine Stärke.

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Trachtenverein “D-Wendlstoana” Bruckmühl findet ein großer Trachtenumzug mit vielen Trachtlern statt. Wahrscheinlich sind einige Tausend festlich gekleidet dabei. Leider fängt es am Ende zu regnen an, bevor alle im Zelt in Sicherheit sind.

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Die Temperaturen sind zwar immer noch nicht Juni-üblich, aber heute ist es trocken. Diese Bedingungen nutze ich für eine Rennradtour.

Route:

80 km, 1.080 Höhenmeter

Das Wetter verspricht gut zu werden. Wir planen deshalb eine MTB-Tour von zuhause aus.

Über den Irschenberg geht es über den Auerberg Richtung Schwarzenberg. Leider nehmen wir die falsche Abfahrt und landen in Durham. Das ist im Westen, nicht wie geplant bei Brannenburg im Osten. Trotz Karte! Leider haben wir keinen Kilometerzähler am Radl, sonst hätten wir kapiert, dass wir längst noch nicht so weit um den Berg rumgefahren sind, wie angenommen. Aber machen wir das Beste draus. Wetter ist gut und Route sehr abwechslungsreich, landschaftlich als auch seitens der Rad-Anforderungen.

Kleines Ereignis: An einem Bauernhof rennt blöckend eine große Schafsherde auf uns zu. Wir verstehen dieses Verhalten nicht. Als wir nicht reagieren, zieht die Herde zum Tümpel weiter. Zurück bleibt im Gras liegen ein jüngeres Schaf. Dieses ist offensichtlich schwer krank und kann nicht mehr laufen. Eine äußere Wunde lässt sich nicht feststellen. Als Wölfi ihm zu trinken gibt, lechzt es wie ein Ertrinkender danach. Prompt kommt Energie in den Körper. Aber zum Aufstehen reicht es nicht, es kann sich nur drehen. Mit einem um Hilfe flehenden Blick wendet es sich uns zu. Wenn wir doch nur helfen könnten. Vom Bauern ist leider weit und breit keine Spur. Ob es wohl überlebt hat oder doch sterben musste?

Unsere Route:

Unsere Eindrücke:

03_11.JPGDie hilfesuchende Schafsherde071.JPGBlick zum Irschenberg

An einem herrlichen Pfingstsonntag wollen Wölfi und ich uns die nähere Umgebung genauer anschauen. Also fahren wir mit unserem Auto und unseren Rädern über Rosenheim nach Prutting. Nördlich von Rins parken wir und wechseln auf die Räder.

Querfeldein, über Teer-, Schotter-, Wald- und Moorwege gelangen wir über Schonstett zum Bauernhofmuseum in Amerang. Dies und das dortige Automobilmuseum sind auf alle Fälle einen Besuch wert. Vor allem mit Kindern. Das vertagen wir für heute und steuern stattdessen einen Biergarten an. Unsere Wahl fällt auf den sehr familiär geführten Gasthof Gleis 2. Das Essen schmeckt vorzüglich, die Preise sind in Ordnung.

So gestärkt fahren wir durch eine eindrucksvolle Moorlandschaft nach Hafling. Von dort auf Nebenstraßen nach Bad Endorf. Während wir bislang sehr geruhsam und fast allein unterwegs waren, ist dort großer Trubel. Wir flüchten deshalb über den Wasserburger Radrundweg. Auf diese Weise kommen wir durch Hafendorf. Dort schreit Wölfi plötzlich: “Halt, Kunst im Garten”. Tatsächlich, die herrlichsten Skulpturen machen uns neugierig. Dies bleibt der Nachbarin dieses Bauernhofs nicht unverborgen. Sie hat die Schlüssel zum Atelier und bietet uns an, uns die hervorragenden Arbeiten der Künstlerin Antje Tesche-Mentzen zu zeigen. Da sagen wir natürlich nicht nein. Wir sind überwältigt von der Schaffenskraft und den vielfältigen Werken dieser Künstlerin, die uns ausnahmslos sehr gut gefallen. Dank an die “Führung” durch die Nachbarin.

Noch ganz beeindruckt von so viel Kunst mitten auf dem Land schließen wir die Runde.

Unsere Erlebnisse per Bild:

Moorlandschaft bei HalfingVoralpenland im FrühjahrVoralpenland im Frühjahr
PferdeSchimmelPferdefüße
Voralpenland im FrühjahrKapelle am WegesrandSkulptur von Tesche-Mentzen
Skulptur von Tesche-MentzenSkulptur von Tesche-MentzenSkulptur von Tesche-MentzenSkulptur von Tesche-MentzenSkulptur von Tesche-MentzenSkulptur von Tesche-Mentzen

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