Berge


Nachdem das Wetter nicht sehr beständig ist und der Schnee in den letzten Tagen weggeregnet wurde, beschließe ich, auf den Farrenpoint (1.273 m) von Bad Feilnbach, Malerwinkl (561 m) hinaufzulaufen. Mit dem Wetter habe ich Glück. Anscheinend laufe ich direkt in einer Regenpause. Ich begegne und überhole jede Menge Leute, die offenbar die gleiche Idee hatten. Im Nu bin ich am Gipfel und wieder zurück am Auto und fahre hinein nach Bad Feilnbach.

Dort parken jede Menge Autos und die Menschen strömen zum Weibamarkt. Also suche auch ich mir ein Plätzchen fürs Auto. Im Gasthof Pfeiffenthaler, einem hervorragend restaurierten Gebäude mit ausgebautem Stadl sind jede Menge Stände untergebracht, an denen Kerzen, Kuchen, Kräuter, Mode, Tee, Essenzen, Schmuck, Filzobjekte u.ä. verkauft werden. Im Gartenbereich finden sich einige Zelte mit Ständen, die offenbar keinen Platz mehr im Gasthof gefunden haben.

Fazit: Ein kleiner Markt mit jeder Menge Kostbarkeiten in einer anderen Atmosphäre, der sich wohltuend von den üblichen Weihnachtsmärkten abhebt.

WeibamarktWeibamarktWeibamarktWeibamarkt

Einen derartig herrlichen Tag im Spätherbst müssen wir nochmals für eine Wanderung nutzen. Das Ziel ist schnell gefunden: Das Hintere Sonnwendjoch, 1.986 m, an der Landesgrenze zu Österreich.

Ausgangspunkt ist am Ursprungpass, 849 m, kurz nach der Grenze. Über eine steile Wiese gewinnen wir rasch an Höhenmeter, bevor es durch den Wald weitergeht. Bald sind wir über der Baumgrenze und wandern ab der Schönfeldalm entlang dem Bergrücken mit einer fabelhaften Sicht. Erst ab der Wildnkaralm geht es wieder hinauf über ein Kar zum Gipfel, wo bereits überraschend viele Wanderer die Sonne genießen.

Hinab laufen wir zur Ackernalm, 1.330 m, die schnell erreicht ist. Den langen Hatsch die Mautstraße hinunter sparen wir uns, da uns ein nettes Ehepaar mit ihrem Auto bis zum Ausgangspunkt mitnimmt. Wir sind sehr froh darüber, da es mittlerweile empfindlich kalt wird, obwohl es erst etwa 15.00 Uhr ist.

Zeit: insgesamt 4,5 – 5 Stunden. 1.150 Höhenmeter

Anfahrt: von München über Autobahn Salzburg zum Irschenberg, weiter nach Bayrischzell und Richtung Landl, Thiersee

SonnwendjochSonnwendjoch Kar unterhalb des GipfelsGipfelidylle am SonnwendjochFernblick vom Sonnwendjoch

Der Start für diese Wanderung ist in Geitau (bei Fischbachau), 775 m. Auf Teerstraße geht es vorbei an einem Segelflugplatz und hinter ins Tal. Dann bergauf Richtung Rotwandhaus und Soinsee. Vorbei an Schellenbergalm gelangen wir an Soinsee, auf dem bereits das erste Eis ist. Mittlerweile stapfen wir durchgehend im Schnee und gelangen zur Großtiefenthalalm, die mir bestens bekannt ist von der jährlichen Rotwand-Skitour, da an dieser Alm grundsätzlich eine Rast und ein Sonnenbad eingelegt wird. So lassen wir uns auch heute die Sonne ins Gesicht scheinen während wir unsere Brotzeit verzehren. Hinauf gehts zum Joch, ca. 1.550 m, und auf der anderen Seite hinunter zur Kleintiefenthalalm. Anders als bei der Skitour führt uns der Weg nicht hinauf zum Taubensteinhaus, sondern rechts um den Hochmiesing entlang zum Ausgangspunkt.

Bemerkung: Die ersten Ski- und Snowboarderspuren konnten von der Rotwand bereits gesichtet werden. Allzu gerne wäre ich mit den Skiern runtergefahren, anstatt mit den Turnschuhen über den Schnee zu stolpern.

Anstieg zum SoinseeAnstieg zum SoinseeSoinseeSoinseeSoinseeSkispuren an der Rotwand

Vom Zipflwirt, 820 m, zwischen Bayrischzell und Landl gelegen, geht es in das Kloaschautal. Dieses Tal ist mir seit vielen Jahren im Winter vom Skilanglaufen bekannt. Nur im Sommer war ich noch nie dort.

Auf einer breiten Forststraße – anfangs kommen einem viele Mountain Biker entgegen, die vom Elendgraben kommen – geht es lange ins Tal hinein. Die Biker werden bei einem schönen Hof rechts liegengelassen und wir folgen dem Weg zur Grundalm. Vor lauter Fotografieren verpassen wir die richtige Abzweigung und stehen bald darauf vor der Grundalm. Natürlich haben wir keine Lust, den Weg zurück zu gehen und gehen mit Hilfe der Karte querfeldein bis wir tatsächlich auf der richtigen Forststraße landen, die uns hinauf führt zur Kreuzbergalm, 1.274 m. Schon seit längerem sind wir ganz allein, trotz dieses phantastischen Bergwetters. Auf der Kreuzbergalm genießen wir bei einer kleinen Brotzeit die tolle Aussicht auf die Umgebung.

Der Weiterweg gestaltet sich als schwierig. Anfangs noch als schmaler Pfad erkennbar, verliert er sich bald und wir sind gezwungen, uns unseren eigenen Weg an steilen Hängen entlang zu suchen. Mehrmals ist die Route richtig herausfordernd, da das Gras sehr rutschig ist. Aber irgendwie schaffen wir es. Allerdings gelingt es uns nicht, über eine Schlucht zur Hintertoralm zu gelangen und so kommen wir schließlich wieder auf der Grundalm heraus. Der Weiterweg zurück zum Zipflwirt gestaltet sich ab hier trivial.

Schade, dass der Weg zwischen Kreuzbergalm und Hintertoralm nicht mehr existiert. Es wäre sonst eine wunderschöne, einsame Tour.

Bäume im herbstlichen KloaschautalBäume im herbstlichen KloaschautalWeg ins KloaschautalHerbstliches KloaschautalBäume im herbstlichen KloaschautalBäume im herbstlichen KloaschautalBlick von der Grundalm zum KranzbergGrundalm vor KreuzbergKreuzbergalmKreuzbergKreuzbergKreuzberg

Mit dem Auto fahren wir über Fischbachau nach Aurach (776 m). Bei der Kletterhalle, die am Sonntag geschlossen hat, können wir parken. Von dort geht es auf eine Rundtour zur Aiplspitz (1.757 m) und zum Jägerkamp (1.745 m) – eine weitaus weniger begangene Route als vom Spitzingsee.

Zuerst führt der Weg auf fast ebenem Weg das Aurachtal hinein bevor es in Serpentinen durch den Wald hinauf geht. Auf einer Hochebene verzweigt sich der Weg: links zur Aiplspitz, rechts zum Jägerkamp. Wir nehmen den linken Weg – nur für Geübte. Dieser Weg führt dann tatsächlich steil bergauf, wobei man so manches Mal die Hände zu Hilfe nehmen muss und der Pfad auch ein wenig ausgesetzt ist. Vorsicht ist angesagt, um nicht auf einem eigentlich harmlosen Berg blöd zu stürzen. Auf dem Gipfel eine kleine Überraschung: er ist so voll, dass wir unsere Gipfelrast auf einen Platz unterhalb des Gipfels verlegen.

Weiter geht es auf einem Steig – teilweise mit Sicherung – hinüber zum Jägerkamp, der bei diesem herrlichen Herbsttag ebenfalls gut besucht ist. Der Abstieg über die Benzinger Alm nach Aurach dagegen ist fast einsam.

AurachtalWeg im AurachtalBlick bei Benzinger AlmBenzinger AlmAiplspitzWeg zum Jägerkamp

Karte: Kompass Tegernsee, Schliersee, Wendelstein

Über die Autobahn Kufstein sind Walchsee und Kössen (589 m) schnell erreicht. Am Ende von Kössen geht es rechts zum Parkplatz der Bergbahn zum Unterberghorn. Dort kann man kostenlos parken. Diese Bergtour eignet sich besonders gut für Familien. Wer nicht so gut zu Fuß ist, kann die Bahn nehmen und die letzten Meter zum Gipfel laufen. Die Bergbahn schätzen natürlich ganz besonders die Drachenflieger und Paraglider. Auch eine Flugschule für diesen Sport findet sich hier.

Der Weg windet sich angenehm hinauf. Bedingt durch die Bahn treffen wir nur auf wenige Wanderer und noch weniger Mountain Biker, obwohl sich der Schotterweg gut zum radeln eignen würde. Einkehrmöglichkeiten gibts auf der Scheibenwaldhütte (1.140 m) mit herrlichem Rundblick auf das Kössener Tal und auf der Bergstation (1.690 m).

Ein besonderes Schauspiel sind natürlich die vielen Paraglider und Drachenflieger, die bei gutem Wetter zahlreich den Himmel bevölkern. Oberhalb der Bergstation wird teilweise auf 3 “Startbahnen” gleichzeitig gestartet. Damit lassen sich die verschiedenen Möglichkeiten des Starts gut beobachten und welche Schwierigkeiten dabei auftreten können. Allein das Zuschauen weckt die Sehnsucht, es den Fliegern nachzumachen statt den Rückweg zu Fuß zurückzulegen.

Die letzten Tage hat es vorwiegend geregnet. Mein Sportprogramm habe ich aus diesem Grund stark eingeschränkt. Aber jetzt reicht es: Kopf und Beine müssen sich mal wieder in den Bergen austoben. Das Wetter ist zwar weiterhin instabil, aber ich beschließe, auf den Breitenstein im Leitzachtal zu gehen. (weiterlesen …)

Das Wetter ist zwar nicht besonders gut vorhergesagt – Schneefall bis 1.400 m, aber hier in Bruckmühl wird der Himmel immer heller. Deshalb beschließen wir eine Wanderung in den Bergen zu machen.

Eine Tour in der Nähe ist schnell gefunden: Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser.

Über die Autobahn erreichen wir schnell Walchsee. Von Durchholzen/Walchsee über die Großpoltneralm und die Winkelalm wandern wir hinauf auf die Pyramidenspitze, 1.999 m. Der Abstieg nach Süden führt uns zur Kaiserquelle. Dann nehmen wir den Höhenweg 811 zu den Niedermoosen-Almen, 1.383 m, und wenden uns dort wieder nach Norden mit einem Aufstieg über 200 Höhenmeter zum Heubergsattel. Über die Jöchlalm gelangen wir zurück zum Ausgangspunkt. Das Wetter besserte sich permanent, nur der Anstieg im Klettersteig zur Pyramidenspitze war in einer Wolke verhangen. Die Brotzeit am Gipfel fiel aufgrund der niedrigen Temperatur sehr kurz aus.

Es wurde eine lange, relativ einsame, aber abwechslungsreiche Tour, mit einem kleinen Klettersteig hinauf zum Gipfel.

Zeit: 6-8 Stunden

Blick von Großpoltneralm auf Rosskaiser  Weg auf Pyramidenspitze Gipfel der Pyramidenspitze Blick von der Pyramidenspitze ins Inntal Richtung Kufstein Blick auf Wilden Kaiser Blick auf Wilden Kaiser Blick auf Niedermoosen-Almen Weg Richtung Heubergjoch Blick auf WW 811 Richtung Wilder Kaiser Nordseite Kamm vor Jöchlalm Jöchlalm mit Blick auf Anstiegsweg

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