Berge


Samstag, 3. September 2011
Mit dem MTB nach Pfelders, zur Grünbodenalm und zur Bergstation

Freitag, 2. September 2011
Ausflug zur Burg Noval, MTB zum Einkaufen

Donnerstag, 1. September 2011
Wanderung zur Imestalm und zur Rauhjochspitze

Mittwoch, 31. August 2011
Mit dem MTB nach Pfelders und zur Lazinser Alm. Zu Fuß weiter zur Andelsalm und zum Lazinser Hof

Dienstag, 30. August 2011
Mit dem MTB zum Timmelsjoch und zurück zum Krustnerhof

Montag, 29. August 2011
Mit dem MTB nach Pfelders und zur Lazinser Alm. Zu Fuß zur Stettiner Hütte

Sonntag, 28. August 2011
Wanderung zur  Schneidalm und Zwickauer Hütte zum Hinteren Seelenkogel


Unsere Unterkunft: Krustnerhof

Empfehlenswerte Karten:

Mit Hanne und Konnie.

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Allein laufe ich von Buchenau bei Maurach auf die Hochiss. Als ich runterlaufe Richtung Erfurter Hütte/Bergstation treffe ich gleich unterhalb des Gipfels auf Gabi und Wilfried, die von der Bergstation der Rofanbahn kommen. Weiter zum Spieljoch – ziemlich einsam, vorher noch Ernst von Jordanienreise getroffen. In der Nähe vom Spieljoch steht ein Gartenzwerg auf einem Felssporn. Direkt am Gipfel des Spieljoch Unmengen von Bergdohlen aufgeschreckt – des Rätsels Lösung: ein totes Schaf, das natürlich für diese Aasfresser ein gefundenes Fressen darstellt.

Auf der Erfurter Hütte bin ich gleich auf Wölfi gestoßen, der fleißig fotografiert hat. Mit Manfred und Traudl warten wir auf die anderen, die die Hochiss bzw. Rofanspitze besteigen wollen. Das Warten fiel bei Nudelsuppe mit Würstl undWaldbeerentorte nicht schwer. Wir verabschieden uns bald, weil es empfindlich kalt wird und machen uns auf den Fußmarsch nach unten.

Bis zur Erfurter Hütte knappe 3 Stunden unterwegs. Auf Hochiss in 1.40 h.

Mystische Stimmung unterhalb der HochissBlick zurück zur HochissGartenzwerg beim SpieljochTotes Schaf am Spieljoch

Allei
Wanderroute 319399 – powered by Wandermap

Manfred hat einen Tanzkreis-Ausflug am Achensee organisiert. So starten wir bei bestem Wetter am Hotel Scholastika in Achenkirch. Der Weg soll entlang des Sees über die Gaisalm nach Pertisau führen. Von dort kann das Schiff zurück gewählt werden oder auch weiter zu Fuß rund um den See.

Bei diesem strahlenden Bergwetter entschließen Wölfi und ich uns, den Rückweg über die Berge zu wählen. Wilfried ist mit dieser Idee schnell zu überreden. Deshalb trennen wir uns an der Gaisalm von den Anderen, die erstmal eine kurze Brotzeit einlegen. Wir laufen weiter entlang am See und beginnen kurz vor Pertisau den Anstieg auf die Seebergspitze und über den Grad zur Seekarspitze. Der Weg zieht sich mühsam dahin, entschädigt aber immer wieder mit tollen Ausblicken auf den Achensee und die Berge rundum. Die Krönung stellt natürlich ein Steinbock dar, der kurz vor der Seekarspitze gleich neben dem Weg steht und die Wanderer vorsichtig beäugt. Nach einer kurzen Gipfelrast geht es zurück nach Achenkirch.

Diese Gradüberschreitung stellt eine tolle Wanderung dar. Aufgrund des Gerölls unterhalb der Seekarspitze empfiehlt es sich, die Tour von Achenkirch zu starten und am See entlang zurück nach Achenkirch zu gehen. Von Pertisau gibt es keine Almen auf dem Anstieg und auch keine Brunnen. W. und ich waren nur mit einem halben Liter Wasser ausgestattet – selten hatten wir beide uns nach Wasser so gesehnt wie dieses Mal.

Den Tag lassen wir mit einem guten Essen in unserer Unterkunft Alm-Gasthof in Achenkirch, Kegeln und Tanzen in bester Stimmung ausklingen.

Gehzeiten: 1 1/2 Stunden auf Seebergspitze von Pertisau, 1/2 Stunde zur Seekarspitze. Bergab: 1 3/4 Stunden. Normale Gehzeit: ca. 6 Stunden (3 Std. auf Seebergspitze, 1 Std. zur Seekarspitze, 3 Stunden bergab)

Achensee WanderungAchensee WanderungAchensee - GaisalmVon Seebergspitze auf AchenseeSeebergspitzeSeebergspitzeSeebergspitzeGrad von Seebergspitze zur SeekarspitzeBlick zur SeebergspitzeSteinbock auf SeekarspitzeSteinbock auf Seekarspitze

 

Wanderroute 319328 – powered by Wandermap

Montag, 24. August 2009

Thomas und ich fahren in die Dolomiten, um Klettersteige zu gehen. Für mich ist es das erste Mal. Daher steht eine einfache Tour, laut Führer A/B  auf dem Plan: Der Klettersteig vom Grödnerjoch zur Großen Cirspitze, 2.592 m. Hierbei handelt es sich in der Tat um einen sehr einfachen. Eigentlich ist das Klettersteigset wirklich übertrieben, der Steig gut gesichert und nicht ausgesetzt.

Brotzeit unterhalb der CirspitzeBlick vom GrödnerjochKlettersteig CirspitzeBlick von CirspitzeBlick von CirspitzeBlick von CirspitzeGipfel CirspitzeKapelle am Grödnerjoch

Wir übernachten direkt am Grödnerjoch, in der Rifugio Alpino Frara im Lager (relativ teuer mit € 29,00) mit Blick auf den Sellastock. Abends noch Spaziergang zum Einstieg unseres morgigen Klettersteigs zur Pisciadu-Hütte.

Dienstag, 25. August 2009

Nach den guten Erfahrungen mit Schwierigkeitsgrad A/B wollen wir uns heute an einen schwierigen (Stufe C), aber laut Führer extrem schönen Klettersteig wagen, den Brigada Tridentina zur Pisciadu-Hütte. Wenn es nicht klappt, ist ein Ausstieg unterhalb der schwierigsten Stelle, dem Exner-Turm möglich. Doch der Steig ist extrem gut versichert und das Klettern macht einen Riesenspaß. Die Brücke über eine gewaltige Schlucht kurz vor dem Ausstieg ist natürlich begehrtes Fotoobjekt und so bildet sich hier ein Stau. Die letzten Meter zur Rifugio Pisciadu, 2.588 m sind schnell überwunden. Dort lädt der Blick auf den See und die ganze Umgebung zu einer Rast ein.

 Sellastock mit Rifugio Alpino FraraBeginn des Wegs am GrödnerjochAufstieg in der MorgendämmerungEinstieg Brigada TridentinaBrigada TridentinaAm ExnerturmBrücke am ExnerturmBrücke am ExnerturmBlick zur Rif. PisciaduBlick zur Rif. PisciaduSchneegras am Rif. PisciaduRif. Pisciadu

Mittlerweile sind Heerscharen von Menschen unterwegs. Überall größere Gruppen, Weitwanderer, Familien, Hunde, Kletterer usw. Der Weg führt durch eine richtige Mondlandschaft weiter zur Rifugio Boe, 2.871 m.

See am Rif. PisciaduBlick zurück zum Rif. PisciaduLandschaft am SellastockLandschaft am SellastockLandschaft am SellastockSchilderwald am SellastockBlick ins Tal vom SellastockRifugio Boe

Nachdem wir uns ein Lager reserviert haben, geht es mit Tausenden von anderen Menschen noch hinauf zur Rifugio Fassa am Piz Boe, 3.152 m.

Menschenmassen unterhalb Piz BoeRif. FassaPiz BoePiz Boe - Sonnenanbeter

Mittwoch, 26. August 2009

Nach einem typisch spärlichen Frühstück verlassen wir den Sellastock durch das Mittagstal. Der obere Teil erfordert Vorsicht, da loses Geröll auf dem Weg liegt und der Weg selbst noch durch den morgendlichen Tau rutschig ist. Schließlich kommen wir über die bereits bekannte Route 666 vorbei am Einstieg des gestrigen Klettersteigs und erreichen bald darauf das Grödnerjoch.

MittagstalMittagstalMittagstal

Mit dem Auto gelangen wir schnell zu unserem nächsten Ziel, dem Sellajoch. Von dort steigen wir über die Langkofelscharte hinauf zur Toni Demetzhütte und weiter zu unserem heutigen Übernachtungsziel, der Langkofelhütte, 2.253 m.

Blick von der LangkofelscharteToni-Demetz-HütteWeg zur LangkofelhütteWeg zur Langkofelhütte

Mir ist es noch zu früh, um auf der Hütte die Zeit tot zu schlagen, auch zu viele Menschen und so beschließe ich, einen Ausflug zur Plattkofelhütte zu machen. Um 6.00 Uhr will ich wieder an der Hütte zurück sein. Also marschiere ich stramm dahin und erreiche die Plattkofelhütte bereits nach 1 Stunde. Von dort ist es auf den Plattkofel,2.954 m laut Wegweiser nur noch 1 1/2 Stunden. Also nichts wie rauf. Ich liege gut in der Zeit – 1 Stunde für den Gipfelaufstieg und so bin ich in weniger als 4 Stunden wieder zurück auf der Hütte, die mittlerweile fast verwaist daliegt.

LangkofelhütteBlick zur LangkofelhütteBlick zum PlattkofelPlattkofelhütteGipfel PlattkofelBlick vom PlattkofelBlick vom Plattkofel

Nach einem kräftigen Abendessen erwartet uns noch ein toller Hüttenabend: Eine Gruppe Italiener, anscheinend ein Chor singt Lieder. Offenbar haben sie einen Dirigenten dabei und sind in der Lage, auch mehrstimmig zu singen. Ein wahrer Genuss. Natürlich werden auch bald die Deutschen aufgefordert, sich musikalisch zu beteiligen. Der Hüttenwirt greift in die Tasten seines Akkordeons. Bald sind alle voller Begeisterung dabei, singen, tanzen oder marschieren bei der Polonaise über Tische und Bänke.

Hüttenabend auf der LangkofelWirt der LangkofelhütteHüttenabend auf der Langkofel

Donnerstag, 27. August 2009

Nach einer unruhigen Nacht – alle waren aufgekratzt vom Singen und Tanzen – packen wir als eine der ersten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke und eilen zu unserem nächsten Klettersteig, dem Schustersteig, der auf den Plattkofel führt. Auch dieser ist laut Führer mit der Schwierigkeitsstufe C bewertet, hat einen hohen Fun-Faktor, ist allerdings nur wenig gesichert und dafür viel zu klettern. Man muss gut aufpassen, den Markierungen zu folgen. Diese gehen nicht immer bergauf, sondern auch mal rechts oder links oder sogar bergab.Auch dieser Klettersteig ist wieder eine große Freude und nach 1 1/2 Stunden der Ausstieg am Gipfel erreicht

Einstieg SchustersteigSchustersteigSchustersteigSchustersteig

Über die bereits bekannte Schotterpiste des Plattkofels geht es bergab zur Plattkofelhütte, 2.297 m. Dort gönnen wir uns einen Joghurt mit Erdbeeren bevor wir den langen Marsch durch die Menschenmassen zum Sellajoch antreten. Hinz und Kunz, Kind und Kegel sind unterwegs.

 Gipfel PlattkofelBlick vorm PlattkofelhausRichtung SellajochKünstlicher Büffel mitten am SellajochGolfplatz am SellajochSchnapsbrennerei am SellajochVergnügungszentrum am SellajochAusblick zum Sellablock mit Piz Boe

Nach diesem Massentourismus entschließen wir uns, in den Rosengarten zu fahren. Auf dem Rotwandhaus, 2.280 m  haben wir für die Übernachtung reserviert. Nach der AutofahrtRichtung Karerpass parken wir bei Chiusel, 1.755 m und wandern in 1 1/2 Stunden hinauf zur Hütte. Bald müssen wir feststellen, dass die Hütte total besetzt ist und sogar Notlager aufgestellt werden. Wieder sind mehrere große Gruppen, u.a. der DAV Summit unterwegs. Ich empfinde dies allmählich ziemlich unangenehm und mit dem Alpenvereinsgedanken nicht unbedingt vereinbar – für Einzelwanderer bzw. Individualreisende gibt es allmählich keinen Platz mehr. Sind diese mittlerweile unerwünscht? Die Hütte ist zwar ziemlich neu, aber offenbar hat der Architekt nicht an Sanitäranlagen gedacht. So stehen für mehr als 50 Leute gerade mal 2 Toiletten und 3 winzige Waschbecken unter der Treppe zur Verfügung. Auch die Lagerplätze sind unverhältnismäßig groß, an Aufhängemöglichkeiten wurde nicht gedacht.

RotwandhütteRotwandhütteRotwandhütteRotwandhütte in der Morgendämmerung

Freitag, 28. August 2009

Noch während dem Frühstück bezahle ich, damit wir vor den Anderen starten können. Wir gehen zuerst zur Rotwand. Auf den Gipfel führt ein leichter Klettersteig, der den Einsatz des Klettersteigsets nur selten erfordert, aber schnelles Klettern erlaubt.

Ausblick von RotwandhütteRotwand mit Gratüberschreitungklettersteige-0171.JPGToilettenschild

Der Übergang zum Rotwand-Masare-Klettersteig ist gut versichert, mit Leitern, Haken und Sicherungsseilen. Der Klettersteig selbst macht Spaß und erlaubt permanent Blicke hinab zur Hütte, da er entlang des Massivs führt. Nur wenige Gruppen kommen uns entgegen, so dass die von mir gefürchteten Passiermanöver vermieden werden können. Schnell, viel zu schnell ist der Ausstieg erreicht. Jetzt strömen die Klettersteiggeher gerade so herbei, während wir Brotzeit machen und dem Treiben zuschauen.

Rotwand-KlettersteigVerschneidung zwischen Rotwand und Masare-KlettersteigEntgegenkommende KlettererRotwand-Masare-KlettersteigRotwand-Masare-Klettersteig am Grat entlangThomas in der letzten Kletterpassage

Bald ist das Auto erreicht, und eine herrliche Klettersteigwoche findet ihr Ende.

Ein empfehlenswerter Führer ist: Klettersteig-Atlas Dolomiten & Südtirol von Sascha Hoch, Michael Rüttinger und Stephan Beeler

 

Von Nasen im Pustertal bei Bruneck über Reuterberg, Redensberg, Burgfrieden, 1.269 m zur Ruine Neurasen. Allein weiter zur Redensberger Alm und zum Hochnall.

DolomitenDolomitenHochnallHochnallHochnallHochnallHochnallHochnall

Das Wetter versprach strahlend zu werden: wolkenloser blauer Himmel, Schnee auf den Bergen. Unser Ziel ist die Hochries in den Chiemgauer Bergen, die wir von Frasdorf (598 m), Ledererstuben besteigen wollen.

Am Parkplatz finden wir zu dieser Zeit (9.30 Uhr) noch gut Platz. Schnell kommen wir über die Frasdorfer Hütte zur Riesenhütte (1.346 m), die bereits in einer Schneelandschaft eingebettet ist. Der weitere Weg zur Hochries ist schneebedeckt und daher rutschig, aber die Aussicht und die verschneite Landschaft traumhaft. Mehrmals wird der Foto gezückt. Nachdem die Hochriesbahn wieder funktionsfähig ist, stürmen die Menschenmassen den Gipfel (1.568 m) und das Hochrieshaus umso mehr. Wir treffen Alex, die anscheinend mit einer kleinen Hochzeitsgesellschaft unterwegs ist.

Bei diesem Andrang halten wir es nicht sehr lange dort aus und machen uns auf den Rückweg über Käseralm (früher Ebenwaldalm), Kräuterwiesen und Soilach. Der Weg zieht sich malerisch über die Samerberg-Hochebene und weist viele grandiose Ausblicke auf die Landschaft auf. Bei diesem Wetter können wir sogar München am Horizont erkennen.

Unseren Ausflug beenden wir nach 5 Stunden Wanderung mit einer Einkehr im Aran-Cafe in Kolbermoor auf der Terasse im herrlichsten Sonnenschein.

Blick von Riesenhütte auf HochriesHochriesHochriesHochriesHochriesHochriesHochriesHochries

Michael hat mich eingeladen, mit ihm und seinem Sohn Niki, eine Höhlenexpedition zu unternehmen. Ich überlege einige Zeit hin und her – natürlich habe ich Angst, mich durch enge Gänge zu quälen, in Höhlen abzuseilen und Panik zu bekommen. Aber schließlich siegt die Neugier.

Schwer bepackt mit Kletterausrüstung, Schmutzkleidung und 3 Seilen machen wir uns vom Parkplatz Ledererstube bei Frasdorf auf den Anstieg über die Frasdorfer Hütte zum Einstieg der Höhle (etwa 2 Stunden mit schwerem Gepäck). Es ist empfindlich kalt und während des Umziehens schneit es sogar.

Gleich nach dem Höhleneingang geht es nur noch auf allen Vieren krabbelnd weiter. Und mir passiert gleich ein Malheur: Ich bleibe mit meinem Helm an der Decke hängend, die Lampe reißt herunter, totale Finsternis um mich, leichte Panik. Aber Niki leuchtet mir schnell, ich kann meine Taschenlampenteile zusammensuchen und mich beruhigen. Es wird wieder geräumiger und die erste Abseilstelle erwartet uns. Weiterer Marsch bis zu den Kaskaden.

Kostet alles irgendwie ziemlich viel Zeit. Niki hat keine Lust mehr und in den Kaskaden ist offenbar ziemlich viel Wasser. Also kehren wir um. Dazu müssen wir uns die Abseilstelle wieder hochseilen. Dieses ist gar nicht so einfach und kostet ziemlich viel Kraft. Aber alles geht gut und so stehen wir nach 3 Stunden wieder am Ein-/Ausgang der Höhle.

Zum Abschluß des Höhlenabenteuers kehren wir noch in der Frasdorfer Hütte zum Aufwärmen und Trocknen – mittlerweile regnet es – ein, bevor wir uns auf den feuchten Abstieg zum Auto machen. Aber es war ein Erlebnis, das viel Spaß gemacht hat.

Start am AutoAm Höhleneingang zur Spielberghöhle1. AbseilstelleAbseilenAb in die TiefeNiki beim AbseilenKurze AbseilstelleKrabbeln durch TunnelNiki im TunnelBlick in die SpielberghöhleDie erfolgreichen HöhlenklettererAbstieg von der Spielberghöhle

Endlich verspricht der Wetterbericht einen sonnigen Tag. Wir fahren deshalb nach Kufstein zur Kaiserwacht, 496 m. Dort lassen wir auf einem entgeltpflichtigen Parkplatz unser Auto stehen – so wie bereits viele Wanderer auch. Mit dem MTB geht es zuerst über Stufen hoch hinauf, dann auf Teer und Forststraße weiter – offiziell für Fahrräder gesperrt – über eine herrliche Strecke oberhalb des Kaiserbachs mit Ausblicken auf Kufstein, aber auch in die Schlucht, nach Hinterbärenbad, 831 m. Auch 2 Tunnel, herausgehauen aus dem Stein, gilt es zu durchfahren.

Am Hans-Karg-Haus am Hinterbärenbad lassen wir die Räder stehen und beginnen unseren Aufstieg auf das Sonneck, 2.260 m. Anfangs führt der Weg parallel zum Kaiserbach, bevor er nach Süden hinauf abzweigt. Nach Überquerung eines Bachs kommen wir an eine Querung über einen steilen Sandhang. Dort ist der Weg mit Holzbalken und einem Stahlseil versehen. Die Holzbalken sind aber durch die starken Regenfälle der letzten Wochen und Tage stark unterspült worden und hängen teilweise in der Luft bzw. große Löcher sind entstanden. Ich halte mich am Seil fest und komme gut darüber. Auf der anderen Seite angelangt, schaue ich mich um und sehe zu meinem großen Erschrecken, dass Wölfi an einem Balken in der Tiefe hängt. Der Wanderer, der mich gerade passiert hat, steht unter ihm. Was ist passiert?

Als Wölfi beim Überqueren sich am Seil festhalten will, reißt dieses mit seiner Verankerung auf seiner linken Seite aus. Er verliert das Gleichgewicht, hält sich aber weiterhin am Seil fest. Ein Bein ist unten in der Tiefe, das andere über dem Holzbalken. Geistesgegenwärtig ist der Mann, der ihm kurz vorher noch gegenüber stand, unter ihn geklettert und schiebt ihn nach oben. Bevor Wölfis Kräfte in den Armen schwinden, gelingt es ihm mit dieser tatkräftigen Unterstützung, sich nach oben zu ziehen und aus seiner mißlichen Situation zu befreien. Die Freude ist groß. Erst später wird uns klar, wie gut und umsichtig der Fremde gehandelt hat. Ein Rätsel bleibt uns, wie er auf diesem steilen Hang Halt finden konnte und die Kraft aufbrachte zum Schieben. Er war offensichtlich nicht nur konditionsstark – er scheint fast täglich aufs Sonneck zu laufen – sondern auch bärenstark in den Armen. Wölfi hatte ein Riesenglück, in diesem Moment auf so einen Helfer zu stoßen. Ein anderer Wanderer, der kurz vor uns war, ein kräftiger und großer Mann, hat dagegen nur tatenlos zugesehen und auch nicht die geringste Hilfsbereitschaft erkennen lassen, als ich versuchte, Wölfi über den Balken zu ziehen.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an unseren unbekannten Helfer und Retter!

Der weitere Anstieg verlief lange durch Waldgelände, später zunehmend felsigem Gelände, das immer wieder mit steilen, felsigen und z.T. rutschigen Passagen versehen war. Um eine Kante herum geht es ins Gamskar. Dieses trägt seinen Namen zu recht: Wir konnten etwa 20 – 30 Gemsen, inkl. Jungtieren beobachten. Kurze Rast und weiterer Anstieg hinauf zum Sonneck. Ursprünglich wollten wir eigentlich auf den Gamskar-Kopf, 2.042 m, aber dort führt kein Weg hinauf. Nachdem ich den Gipfel dieses Berges längst unter mir lasse und erkenne, dass sich der Weg zum Sonneck noch länger hinzieht, beschließe ich etwa 75 Höhenmeter unter dem Gipfel den Rückweg anzutreten und W. entgegen zu gehen, der weiter unten wartet.

Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg wie der Anstieg. Eine große Herausforderung stellte die Überwindung der Absturzstelle dar. Wir waren sehr erleichtert, als wir diese gemeistert haben.

Kaiserbach-SchluchtHinterbärenbad im Wilden KaiserHans-Karg-HausHans-Karg-HausWeg, der zum Absturz führteAufstieg zum SonneckSonneck - AufstiegSonneck - Aufstieg

Die Wettervorhersage klingt bestens. Deshalb gehts mit Helga frühmorgens in den Kaiser. Der Himmel ist allerdings stark bewölkt. Kurz nach 1/2 8 Uhr beginnen wir nach Anfahrt über Kufstein und Ellmau unsere Tour von der Wochenbrunner Alm aus, 1.087 m hoch. Der Großvenediger liegt bereits in einem wolkenlosen Loch und wir sind zuversichtlich, dass sich das Wetter bessert.

Vom Parkplatz geht es zur Grutten Hütte, 1.620 m. Das Wetter ist mittlerweile bestens. Eigentlich wollten wir ja hinauf zur Ellmauer Halt, aber ich muss heute noch nach München und so disponieren wir um und wählen als Ziel die Hintere Goinger Halt, 2.192 m hoch. Unser Weg führt uns daher über den Jubiläumssteig, einem einfachen und gut versicherten Klettersteig hinüber zum Kübelkar, das uns von den Skitouren bestens bekannt ist. Bald ist das Ellmauer Tor erreicht und über den Gipfelhang hinauf können wir uns bereits um 11 Uhr zu einer Brotzeit mit herrlichem Rundblick niederlassen. Wir lassen uns noch lange die Sonne auf den Buckel scheinen, bevor wir uns über das Kar an den Rückweg machen.

Nachdem wir um 13 Uhr wieder am Auto sind, legen wir noch eine Schwimmrunde im Neubeuern See ein und essen ein Eis in Nußdorf.

Grutten HütteJubiläumssteigJubiläumssteigHintere Goinger Halt - AusblickKübelkar - SchneefeldBlick zum Ellmauer TorBlumenparadies

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