Sport


Samstag, 14. Februar 2015: Grünbergspitze (Navistal), 2.790 m, 1.300 Hm

Sonntag, 15. Februar 2015: Cengledino (Adamello), 2.137 m, 900 Hm

Montag, 16. Februar 2015: Dosso dei Morti (Adamello), 2.183 m, 1.400 Hm

Dienstag, 17. Februar 2015: Monte Altissimo (Gardasee), 2.079 m, 1.300 Hm

Unterkunft: Hotel Ristorante Trento, familiär geführtes Hotel, gutes Essen, gutes Preis-Leistungsverhältnis

Freitag, 16.01.2015: Bruderkogel, 2.299 m, 1.200 Hm

Samstag, 17.01.2015: Kreuzkogel, 2.027 m,

Sonntag, 18.01.2015: Kerschkern, 2.227 m, 1.200 Hm

Eindrücke aus Norwegen:

Sonntag, 13.04.2014: Anreise nach Orsta

Früh treffen wir  uns in Raubling, um in 2 PKWs zum Flughafen zu fahren. Alles läuft planmäßig und pünktlich sind wir in Oslo. Trotz der Vorbestellung dauert es fast eine Stunde bis wir unsere Autos in Empfang nehmen können: ein Passat und ein Toyota Hybrid. Es ist das erste Mal, dass wir ein Elektroauto mit Benzinmotor fahren. Wir müssen uns erst an die überraschenden Geräusche gewöhnen.

Die Fahrt geht anfangs über die Autobahn, aber bald wird es deutlich langsamer durch eine lange Baustelle und durch Bundesstraßen Überall ist Geschwindigkeitsbegrenzung. Lange sind wir unterwegs bis wir unser Ziel erreichen bei Orsta. Die Überfahrung eines Passes stellt eine Herausforderung dar, da es zu schneien begonnen hat und die letzten 200 Höhenmeter gesperrt sind. Erst als der Schneepflug auf der anderen Seite kommt und sich vor unsere wartende Kolonne setzt, kann es weitergehen. Allerdings mussten wir feststellen, dass der gemietete Passat nur Sommerreifen hat. In einem Tunnel wäre es fast zu einem Unfall gekommen. Peter im Passat muss bremsen und rutscht. In Folge dessen kommt der Tojota stark ins Schleudern. Nur der Fahrkunst unserer Fahrer ist es zu verdanken, dass alles glimpflich ausgegangen ist. Aber wir haben einen ordentlichen Schrecken bekommen. Um 21.00 Uhr schließlich erreichen wir unsere Hütte. Nach einem Schluck Wein fallen wir ins Bett.

Montag,14.04.2014:Skitour Richtung Kolasinden (1.432 m), ca. 700 Höhenmeter

Gleich um 7.00 Uhr stürmen wir einen Supermarkt und kaufen fürs Frühstück ein. Leider ist das Wetter nicht gut, es regnet. Über Ostra fahren wir nach Standalthyten. Für den Passat ist früher Schluss. Mit den Sommerreifen ist der Anstieg nicht möglich, trotz unserer Schieberei. Die Umgebung verbirgt sich im Schneegestöber. Trotzdem spuren Günter, Peter und Klaus orientierungssicher wie immer, Richtung Kolasinden. Leider sind die letzten 200 Höhenmeter nicht mehr machbar aufgrund zu viel Schneefall, Lawinengefahr und Nebel. Wir fahren etwas ab und machen Pause. Ein Norweger ist unserer Spur gefolgt. Bald treffen wir uns, ratschen ein wenig und vereinbaren, dass er uns ein paar Tipps für Touren gibt. Die Abfahrt birgt so manche Überraschung: Immer wieder bohrt sich ein Ski in ein nicht sichtbares Loch und führt dazu, dass Hilfe von den Anderen nötig wird. Unten im Tal treffen wir den Norweger in seiner Hütte. Es stellt sich heraus, dass er (Stig Helset) das Buch „The Sunnmore Alps“ herausgegeben hat. Das schenkt er uns sogar noch zum Abschluss.

Zurück zur Hütte, Kuchen gegessen. Als Abendessen gibt es Garnelen, Risotto und Salat. Der frisch gebackene Streuselkuchen schmeckt als Nachspeise.

Dienstag, 15.04.2014: Skitour Eidskyrkja (1.482 m), 1.650 m Höhenmeter

Während der Nacht hat es bis herunter geschneit. Offenbar sind wir richtige Glückspilze: In Norwegen hat es während des gesamten Winters nur wenig geschneit, aber seitdem wir hier sind, gibt es unerwarteten Neuschnee. Auch das Wetter bessert sich. Wir steigen voller Vorfreude ins Auto und fahren über Volda nach Fyrde. Von dort aus geht es über eine kleine Forststraße zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour. Leider ist für den Passat auch dieses Mal wieder früh Schluss, aber auch der Toyota muss 100 Höhenmeter später aufgeben. Es liegt zu viel Schnee auf der Straße. Also geht es zu Fuß weiter. Bald darauf kommt der Schneepflug und räumt. Eine andere Gruppe scheint offenbar das gleiche Ziel zu haben.

Peter spurt hinauf, später Wechsel auf Angela. Leider zieht es sich zunehmend zu, die Sicht ist teilweise sehr schlecht. Der Gipfel ist vergletschert und dementsprechend flach. Als Gipfelkreuz finden wir einen Schneehügel vor – wahrscheinlich verbirgt sich darunter eine riesige Ansammlung von Steinen. Nach einer kurzen Pausen, der Wind pfeift und lässt uns kalt werden, wedeln und carven wir hinunter. Die Abfahrtsfreuden durch den herrlichen Pulverschnee verleiten uns dazu, nochmals die Felle anzuschnallen und wieder hinauf zu steigen. Mittlerweile sind jede Menge anderer Skitourengeher auf der Spur. Dabei dachten wir, die norwegischen Berge und v.a. die Abfahrten für uns alleine zu haben!

Bald drehen Peter und Klaus ab in eine Scharte. Leider  verschlechtert sich wieder die Sicht und so erklären wir einen Vorhügel zum Ziel. Bei der Pause bläst der Wind das Sitzpolster davon. Bei dem Versuch, dieses zu fangen, spielt das Sitzpolster mit Peter Fangermandl: Kaum fast ergriffen, bläst der Wind es wieder davon. Die Abfahrt ist wieder vom Feinsten und wir fahren erstmals Richtung Fjord ab. Nur im unteren Teil wird es wieder spannend, da wenig Schnee liegt und immer wieder Gras- und Felsenbuckel und verdeckte Bachläufe manche Überraschung bergen.

Zur Hütte gehört ein Rettungsboot. Deshalb tauschen einige von uns die Skier gegen eine Schwimmweste aus und wagen sich hinaus aufs Wasser. Der Ausflug dauert aber nicht lange, da der Wind und das nasse Wetter auch die hartgesottensten Seebären wieder auf Land treibt.

Obwohl der Elektriker gestern die Stromprobleme in der Küche behoben hat, gibt es einen erneuten kompletten Stromausfall mitten in der Vorbereitung des Abendessens. Erst nachdem wir die richtige Telefonnummer von den Österreichern in der Nachbarhütte erhalten, kann das Kochen fortgesetzt werden und der knurrende Magen beruhigt werden.

Mittwoch, 16.04.2014: Skitour Richtung Grothornet (914 m), ca. 700 Höhenmeter

Der tosende Wind weckt uns, die Bäume biegen sich, auf dem Meer wird die Gischt rasend schnell nach oben gepeitscht und über das Wasser getrieben. Aber unverdrossen fahren wir zum Ausgangspunkt unserer heutigen Tour. Über Liadalen, Vartdalen, Nordre und Barstadvika geht es ins Tal Barstadelva, wobei der letzte Teil eine Privatstraße mit Mautgebühr ist. Unterhalb der dortigen Ferienhütten können wir parken. Die Skier werden geschultert, da erstmal kein Schnee liegt. Aber wir können einem kleinen Wanderweg hinauf folgen. Bald schnallen wir die Skier an und legen unsere Spur. Der Wind ist orkanartig und wer nicht aufpasst, wird umgeweht. Auch kennt er kein Erbarmen mit der Brille von Christine. Eh sie es sich versieht, packt der Wind die Brille und bläst sie davon. Wahrscheinlich direkt hinein in einen kleinen Bach. Unsere Versuche, sie zu finden, scheitern.

Immer wieder sind zudem Bäche zu überqueren und dabei wird Sigi fast in einen Bach hinein gedrückt. Trotzdem kämpfen wir uns voran. Doch die Wettersituation lässt uns umdisponieren und so erklären wir einen kleinen Buckel mit Namen Grothornet zum heutigen Ziel. Aber selbst dieser ist uns nicht vergönnt. Bis auf Brigitte und Angela stiefelt der Rest der Gruppe zu Fuß Richtung Gipfel, muss aber etwa 50 Meter unterhalb aufgeben. Zu stark sind die Böen.

Alle halten ihr Material wie Skier, Stöcke, Felle so fest wie möglich, während wir uns für die Abfahrt rüsten. Traumhafte Abfahrtsverhältnisse entschädigen uns für den erfolglosen Kampf mit dem Wind. Eine Herausforderung stellen auch hier die Bachüberquerungen dar. Erst am Auto machen wir Brotzeit.

Mittags brechen wir nach Alesund auf. Die Fähre bringt uns zu dieser angeblich schönsten Stadt Norwegens, die sich durch ihre Jugendstilhäuser auszeichnet. Nur schade, dass der Wind weiterhin pfeift und die Stadtbesichtigung recht ungemütlich macht. Aber der Weg hinauf zum Aussichtsberg über 418 Stufen ist nach unserem Vormittagsprogramm kein Problem und vermittelt uns einen guten Eindruck über den Fjord und die Stadt.

Zurück fahren wir wieder mit der Fähre, aber dieses Mal nach Store-Standal. Eine Forststraße führt uns  über das Tal Standaldalen zu dem Ausgangspunkt unserer ersten Tour. Die Landschaft beeindruckt gerade entlang des Meeres durch seine Schroffheit, spärliche Besiedelung und Berghängen auf denen der Schnee nicht liegen bleiben kann aufgrund der Steilheit. Die Zeit schreitet schnell voran. Nach Einkaufen für 3 Ostertage schmeckt der Geburtstagskuchen umso besser.

Unsere fleißigen Mädels kochen einen prächtigen Matjesauflauf.

Donnerstag, 17.04.2014: Skitour Richtung Fingeren (1.180 m), ca. 300 Höhenmeter

Der Wind peitscht auch heute morgen gegen die Hütte. Mittlerweile laufen die Elektroheizkörper in allen Zimmern, z.T. regnet es zum Fenster herein. Doch wir lassen uns die Stimmung nicht vermiesen und packen die Rucksäcke. Wieder geht es hinauf zu Standalhytta. Schneeprobleme gibt es dieses Mal keine mehr. Der Schnee ist vielmehr stark durchnässt. Der Fingeren sollte trotzdem machbar sein, auch wenn es zuerst durch Gestrüpp hinaufgeht. Auf den Fotos ein toller Gipfel, der als Felsen wie ein Finger aus der Schneeumgebung herausragt. Bei uns allerdings schaut allerdings alles wenig einladend aus. Günter, Christine und Angela überlegen gar, ob sie bei diesem Wetter nicht verweigern. Aber der Gruppenzwang wirkt auch in diesen Fällen. Also hinaus in den Regen, hinein in die Goretex-Jacke.

Das Überqueren von Bachläufen gehört offenbar zu jeder norwegischen Skitour. Die Fotografen unter uns warten jedes Mal auf die beste Gelegenheit, witzige Fotos zu schießen. Doch niemand fällt ins Wasser, der Wind bläst kein Material fort und das Gebüsch lässt sich bergauf gut umgehen. Der Wind lässt sogar allmählich nach und der Regen ist erträglich. Trotzdem müssen wir bald einsehen: Vor einer Querung ist für uns heute Schluss. Der Schnee ist viel zu nass, das Gelände zu steil und die Lawinengefahr zu hoch. Also wird nicht lange gefackelt, Umbau auf Abfahrt. Wieder heißt es aufpassen, um nicht in ein Loch zu fahren oder gar in einen Bach. Allerdings sind die Büsche ebenfalls nicht ungefährlich, wie Günter bald erfahren muss. Wie ein Peitschenhieb trifft ihn ein Ast an der Nase und lässt das Blut laufen.

Nur etwas mehr als 1 Stunde hat unser Ausflug gedauert, bis wir frustriert das Auto erreichen. Ab in die Hütte nach Orsta.

Angelika und Peter treibt ihr Bewegungsdrang an und lässt sie in ein Skigebiet fahren. Der Rest der Gruppe verbringt den Tag mit Lesen, Filme und Bilder anschauen, Backen und Schlafen.

Freitag, 18.04.2014: Skarasalen (1.512 m) + 2 Nebengipfel, ca. 2.500 Höhenmeter

Endlich! Kein Wind, kein Regen, sondern ….. Sonne! Für diesen Fall haben Peter und Günter ein besonderes Schmankerl vorgesehen. Wir fahren nach Kvistad und eine Forststraße hinauf bis es aufgrund großer Furchen nicht mehr weitergeht. 2 vollbesetzte Autos hinter uns. Wir scheinen ziemlich die Ersten zu sein und bekommen daher einen der viel begehrten Parkplätze am Anfang der Skitour. Nur wenige Meter müssen wir zu Fuß gehen, dann geht es erst durch Büsche und später über freies Gelände hinauf zum Skarasalen. Die Gruppe vor uns, ein Norweger mit 4 netten Frauen, ist bald überholt und wir ziehen als erstes die Spur hinauf zum Gipfel. Die Blicke vor einem nahezu wolkenfreien blauen Himmel sind überwältigend und entlocken uns manchen Juchzerer. Der Gipfel gibt Blicke auf eine Unzahl herrlicher Skigipfel frei und auch ein Stück Fjord ist zu sehen. Wir fahren über Schneegangerl einige Höhenmeter ab, um dann in die Scharte hinunter zum Storfjorden einzubiegen. Unsere Begeisterung kennt keine Grenzen mehr: Mit direktem Blick auf den Fjord wedeln und carven wir durch Pulverschnee hinunter bis fast zur Schneegrenze.

Felle wieder an, hinauf Richtung Scharteneinfahrt und weiter nach Norden zu einem Nebengipfel (1.377 m). Brotzeit und Genießen dieser tollen Landschaft. Unserer Spur zum Skarasalen hinauf folgen mittlerweile eine Unzahl weiterer Skitourengeher. Bis auf Christine, Günter und Brigitte, die die Aussicht länger genießen wollen, hat der Rest der Gruppe noch nicht genug und fährt ab zum See Vasstoylvalnet. Vorsichtig gehen wir darüber immer in Erwartung plötzlich einzusinken. Aber auch das geht gut und wir ziehen wieder die Fälle auf, um den markanten Nebengipfel (1.150 m) im Süden zu besteigen. Die Bedingungen und die vielen Aussichtsblicke machen regelrecht süchtig, aber gute 2.000 Höhenmeter und 3 Gipfel sollen für heute reichen. Auch warten die Anderen sicherlich allmählich am Auto auf uns.

Vor uns liegen phantastische Hänge mit unglaublichen Weiten. Klaus zieht als erster eine grandiose Carvingspur. Peter, Angela und Sigi folgen.

Noch eine kurze Herausforderung beim Überqueren eines Flusses und das übliche Abenteuer durch das dichte Gestrüpp. Wir können bis zum Auto abfahren, obwohl mittlerweile der Schnee ziemlich geschmolzen ist. Kurz vor uns sind offenbar Christine, Günter und Brigitte angekommen.

Zurück in der Hütte fallen wir über den Hefezopf her und beschließen, noch mit dem Boot rund um die Insel vor uns zu schippern. Damit haben wir den Tag herrlich ausgefüllt und können umso mehr den Fischeintopf genießen.

Samstag, 19.04.2014: Kolastinden (1.432 m), Fingeren bis Felsen (1.150 m), ca. 1.800 Höhenmeter

Aufgrund der Osterfeiertage konnten wir 4 Tage nicht einkaufen gehen und Sonntag ist natürlich auch wieder geschlossen. Also erstmal die Vorräte aufgefüllt. Dann wieder hinauf zum Ausgangspunkt in Standaldalen. Auf bereits bekannten Wegen, aber dieses Mal mit Sicht zum Kolastinden. Ein kleiner Übergang führt uns auf die andere Seite, dann über einen Schneehang bis zum steil ansteigenden Gipfelaufschwung. Die letzten Meter sind über Fels zu überwinden. Bis auf Angela, die die letzten 3 Meter verweigert, stehen alle abwechselnd wegen Platzmangels auf dem Gipfel. Der Himmel ist zwar bedeckt, aber trotzdem haben wir eine gute Sicht auf die Fjorde und das offene Meer.

Nachdem sich das Wetter zunehmend besser, beschließen wir nach einer Pause, abzufahren und dann Richtung des noch ausstehenden Fingeren. Heute ist es kein Problem, wir treffen auf eine gute Spur und auf viele Skitourengeher. Der Gipfel selbst ist nicht besteigbar – auch wenn im Sommer eine Kletterei hinaufführt – aber wir können einen Blick in die Tiefe zur anderen Seite werfen.

Unsere Führer haben sich eine tolle Abfahrtsvariante ausgedacht und wir schwingen auf unverspurten Hängen hinab ins Tal. Erst weiter unten wird der Schnee richtig tief, die Rückenlage entsprechend ausgeprägter. Im von Gebüsch durchzogenen Teil treffen wir auf eine gute Spur, die uns über die Bäche und durch die Büsche bis zur Straße führt. Die letzten Meter zum Auto zu Fuß.

Auch dieses Mal wartet in der Hütte wieder ein Kuchen auf uns, der uns bis zum Abendessen mit Krabbenquiche den Hunger überbrücken hilft.

Sonntag, 20.04.2014: Slogen (1.524 m), Nebengipfel Jenteskaret, ca. 1.600 Höhenmeter

Traumwetter, Traumberg, Traumtour! Damit ist eigentlich alles zusammengefasst.
Von Saebo, einem netten Fischerdorf setzen wir mit der Fähre über den Hjorundefjorden nach Urke hinüber. Von dort aus hinauf über eine Forststraße bis Myrsaetra, unserem Ausgangspunkt. Der Weg zieht sich entlang des Langesaeterdalen über die Seen Litlevatnet, Storevatnet und Isvatnet bis hinauf zum Slogen. Der Slogen stellt sich als sehr felsiger Gipfel dar und lange können wir uns nicht vorstellen, dort hinauf zu kommen. Aber die Tour schlängelt sich fast rundherum und von Osten kommend lassen sich rassige Skihänge ausmachen. Der Weg wird zunehmend steiler, bis wir am Ende zu Fuß zum Gipfel weitergehen. Der Gipfel reicht gerade für uns aus, um Brotzeit zu machen und die sensationelle Aussicht über den Fjord und auch zur Scharte des Skarasalen (unserer Freitagstour) zu genießen. Wieder einmal sind wir die Ersten, aber einige Gruppen folgen uns.

Hinunter führt die Abfahrt zu den Seen. Von dort aus steigen wir nochmals auf, Richtung Jenteskaret, ein einfacher Schneebuckel. Uns folgt eine Gruppe Schweizer mit einem Bergführer und einem Skipper. Sie machen offenbar die übliche Schiffsreise mit Skitouren vom Boot aus. Laut Skipper ist allerdings diesen Winter die Schneesituation anders und erfordert zudem die Anfahrt mit einem Auto.

Am Auto angekommen, lässt die Abfahrtszeit der Fähre noch Bummelei zu. Daher gibt es mehrere Fotostopps. In unserer Hütte Abschiedssekt: Wir sind uns einig. Das war eine phantastische Woche mit herrlichen Touren und bestem Essen.

Eindrücke:

Die Kosten für die Skitourenwoche in Norwegen mit 8 Übernachtungen belaufen sich auf ca. 800 Euro. Darin enthalten sind 250 € Flugkosten, 160 € Übernachtungskosten, 100 € für Essen, 200 € für das Auto.

Die Norweger sind uns Ausländern gegenüber sehr nett. Immer ergeben sich spontan gute und informative Gespräche. Sie freuen sich ganz offensichtlich darüber, dass wir ihre Berge besuchen zum Skitouren gehen obwohl wir doch die tollsten Alpen haben.

Wir sind froh, uns für eine Hütte an Land entschieden zu haben und nicht für einen Aufenthalt auf Schiff. Damit sind wir total unabhängig und v.a. trocknen unsere Sachen über Nacht gut. Auch steht uns eine Waschmaschine zur Verfügung, wir können selbst kochen und haben mit den Autos die Möglichkeit, eine Stadt zu besuchen.

Überall sind kleine Hütten zu entdecken, die die Norweger offenbar v.a. in den Ferien nutzen.

Norwegen ist sicherlich für uns Deutsche relativ teuer. Man muss etwa mit dem Faktor 2 rechnen. Sobald man eine derartige Reise aber selbst organisiert, ein Ferienhaus bucht und selbst kocht, halten sich die Kosten in Grenzen. Und es macht Riesenspaß, eben nicht in einem sterilen Hotel abzusteigen und bedient zu werden.

Sonntag, 24.03.2013
Lange Fahrt ins Val Maira, Unterkunft: Le Marmotte, gutes Preis-Leistungsverhältnis, sehr bemüht, gutes Essen, gute Fachbibliothek über Ski- und Wandertouren im Val Maira

Montag, 25.03.2013
Chialvetta (1.475 m) –> Bric Cassin (2.637 m) –> Pic Eco (2.707 m)

Herrliches Wetter

Dienstag, 26.03.2013
Saretto (1.525 m) –> Monte Viraysse (2.838 m) –> Monte Soubeyran ( 2.697 m) –> Lago Visaisa — Saretto

Mittwoch, 27.03.2013
Ponte Soubeyran (1.626 m) –> Monte Ciaslaras (3.002 m) –> Col de Maurin (2.633 m) –> Ponte Soubeyran

Donnerstag, 28.03.2013
San Sebastiano (1.350 m) –>Pic La Piovosa (2.602 m) –>Pic Tempesta (2.679 m) –> San Sebastiano

Freitag, 29.03.2013
Chialvetta (1.475 m) –> Caserna Escalon – vorzeitiger Abbruch

Samstag, 30.03.2013
Gheit (1.387 m) bei Chialvetta –> Soleglio Bue (2.413 m) –>Frere (1.208 m) bei Acceglio

Sonntag, 31.03.2013
Morinesio (1.459 m) –> Monte Nebin SE (2.516 m)

Seit vielen Jahren tanzen und üben mein Partner Wolfgang und ich regelmässig Standard und Latein. Dabei haben wir auch die Grundschritte des Tango Argentino gelernt. Zufällig wurden wir kürzlich auf das Angebot zu einem Tango Argentino Workshop aufmerksam, angeboten von Diana und Juan für die Dauer einer Woche im 4-Sterne Parkhotel Bad Schandau. Voller Freude und Erwartung, diesen schönen Tanz besser kennenzulernen und mit einer neuen Figurenfolge am Ende der Woche heimzukommen, haben wir spontan gebucht. Wir machten uns keine Sorgen, dass im Internet Inhalte und Voraussetzungen der Kursteilnahme nicht angesprochen wurden.

Unsere Erfahrungen nach dieser Woche:

Juan und Diana sind ein wunderbares Paar mit Charisma und grosser tänzerischer und musikalischer Kompetenz. Und dennoch wurde diese Woche für uns zu einem kompletten Fiasko, aus folgenden Gründen:

  • Sichere Kenntnisse und Praxis waren unerlässlich, um den Schrittfolgen von Juan und Diana folgen zu können
  • Schrittfolgen wurden zwei- bis dreimal vorgetanzt. Dabei standen die Paare im Kreis aussen herum an den Wänden des Saales, mit entsprechender zufälliger guter oder schlechter Sicht auf die Füsse von Diana und Juan
  • Es wurde ein unglaubliches Lerntempo vorgelegt, auf Wiederholungen verzichtet
  • Bei Schwierigkeiten bestand die Nachhilfe darin, dass die ersten 2 Schritte noch einmal gezeigt wurden, die anschliessenden 4 Schritte aber nicht
  • Üben im angrenzenden Raum war nicht erwünscht und im Zeitplan nicht vorgesehen.
  • Ab dem 3. Tag bevölkerten am Abend unglaublich viele Tänzer das Parkett, weil eine weitere Gruppe Tango-begeisterter Paare angereist war. Bei den Erklärungen und beim Zeigen der Figuren waren daher Juan und Diana gar nicht mehr verstehbar noch sichtbar. Die Milongas am Abend waren entgegen unseren Erwartungen nicht zum Üben vorgesehen, sondern als Tanzabend für die routinierten Paare. Wir bedeuteten ein stehendes Hindernis für die anderen Paare

Diese Situation führte dazu, dass wir frustriert den ersten Tag absolvierten, den zweiten Tag einigermassen überstanden und am dritten Tag kapitulierten. Am Morgen des vierten Tags stand für uns fest, dass wir uns diesen Stress und die Unmöglichkeit etwas zu lernen, nicht weiter antun wollten. Wir haben daraufhin unsere Koffer gepackt und an der Rezeption die beiden restlichen Übernachtungen storniert bekommen. Leider war vom Management niemand erreichbar. Die Direktorin sei erst in einer Woche wieder im Dienst, sie habe Urlaub und würde selbst mittanzen, eine Vertretung gab es nicht.

In einer e-Mail haben wir daraufhin unsere Probleme noch einmal dargestellt und um Teilerstattung des Kursbeitrags gebeten. In der Antwortmail der Direktorin wurde uns mitgeteilt, dass sie „tief enttäuscht über den Eindruck, den Sie (also wir) von unserem Angebot gewonnen haben“ sei. Eine Reduktion des Pauschalpreises sei nicht möglich. Verständnis für unsere Situation zeigte sie nicht, vielmehr meinte sie, dass nur Grundschritte unterrichtet wurden.

Unsere Erkenntnis: Nie mehr wieder. Wir haben 1.000 Euro plus Fahrtkosten für 1200 km und jede Menge Zeit für einen Tanzworkshop investiert, der für unsere Bedürfnisse und Vorkenntnisse völlig ungeeignet war. In Zukunft werden wir wieder zu einem Bruchteil der Kosten an der Volkshochschule die Kurse für Tango Argentino besuchen, aber sicherlich mit mehr Lernerfolg und Spass statt totaler Frustration.

Eigentlich wollten wir ja ins Valle Meira fahren, aber nach Aussage unseres dortigen Gastwirts gab es zu wenig Schnee. Also disponierten Günter und Peter kurzfristig um, organisierten für 9 Leute über Ostern eine Unterkunft in Disentis (Schweiz) und führen trotz Wetterkapriolen eine tolle Tourenwoche durch. Sogar im dichtesten Nebel werden die Gipfel gefunden.

Hinweis: In der Diashow (PicLens) kann das Tempo über "Options" eingestellt werden.

Sonntag, 1. April: Hintere Karlesspitze, Wetterkreuz (Sellrain)
11,6 km, 1.200 Hm, 4.00 h

Die Fahrt in die Schweiz unterbrechen wir, um vorher im Sellrain die Hintere Karlesspitze, 2.642 m und den Wetterkreuzkogel, 2.591 m zu besteigen.


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Montag, 2. April: Piz Medel, Piz Uffiern
24,5 km, 2.300 Hm, 7.00 h

Von unserer Unterkunft fahren wir Richtung Lukmanier Pass zum Ort Curaglia. Von dort geht es hinauf zum Piz Medel, 3.211 m. Nach kurzer Abfahrt steigen Peter und Klaus hinauf zum Piz Uffiern, 3.151 m. Ich verweigere kurz unterhalb des Felsaufschwungs des Gipfels. Bei der Abfahrt treffen wir wieder auf den Rest der Gruppe und können gemeinsam auf herrlichen Hängen zum Ausgangspunkt fahren.


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Dienstag, 3. April: Oberalpstock
19,4 km, 2.200 Hm, 7:40 h

Wieder ist eine längere Tour geplant und so spaltet sich die Gruppe, zumal Günter sehr erkältet ist. Peter, Klaus, Maria und ich ziehen unsere Spuren hinauf zum Oberalpstock, 3.328 m. Leider stehen wir bald in dichtem Nebel, aber dank Peter und Klaus mit ihrem unglaublichen Orientierungssinn gelingt es, den Durchstieg über einen kurzen Klettersteig und schließlich den Gipfelanstieg zu finden und zu meistern. Fast hätten wir Maria im dichten Nebel noch verloren. Mit dem Pickel schaffen wir die letzten Meter zum Gipfel über den hartgefrorenen Schnee. Eine grandiose Abfahrt hinunter nach Sedrun belohnt uns für die Mühen. Mit der Bahn fahren wir zurück nach Disentis.


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Mittwoch, 4. April: Piz Badus
16,7 km,1.300 Hm,5:10 h

Dort wo die Oberalppassstraße zu Ende ist, parken wir die Autos und beginnen unsere Tour hinauf zum Piz Badus, 2.928 m. Leider stehen wir auch dieses Mal wiederum im Nebel am Gipfel und können die grandiose Aussicht nur erahnen.


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Donnerstag, 5. April: Piz Pazzola
14,0 km, 1.300 Hm, 4:00 h

Die Nacht über hat es geregnet und der Regen hält den ganzen Vormittag an. Das ändert sich auch trotz intensiver Internetrecherche nicht. Peter beschließt, um 12.00 Uhr auf Tour zu gehen und ich schließe mich ihm an. Die Anderen machen einen „Sightseeing-Tag“.
Pünktlich hört es auf zu regnen und so können Peter und ich von Mompe/Medel starten und auf den Piz Pazzola, 2.580 m, trocken aufsteigen. Lediglich der Schnee ist tief durchfeuchtet. Selbst steilere Hänge müssen wir daher in „Schuß“ abfahren, um überhaupt hinunter zu kommen.


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Freitag, 6. April: Piz Giuv (Schattig Wichel)
16,0 km, 1.700 Hm, 5:30 h

Das gut angesagte Wetter wollen wir für eine längere Tour nutzen. Startpunkt für den Piz Giuv,  3.096 m, ist das Skigebiet Dieni/Oberalp. Bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen können wir unsere Gipfelrast mit weitem Blick auf die Berge genießen.


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Samstag, 7. April: Piz Rondadura
11,9 km, 1.200 Hm, 4:40 h

Auf der Passhöhe des Lukmanier-Passes ist Startpunkt. Statt Regen, wie im Tal,  ist der Nebel auch dieses Mal wieder unser Begleiter und erschwert die Suche nach dem besten Aufstieg zum Piz Rondadura, 3.015 m. Die Abfahrt wiederum lässt sich gut finden und so können wir auf gutem Firn hinunter gleiten. Erst zum Schluss wird der Schnee wieder tief. Die letzten Meter fellen wir nochmals an, um gemütlich zum Parkplatz zu gelangen.


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Fazit:

  • Vielfältige Möglichkeiten zum Skitourengehen rund um Disentis
  • Unterkunft Cucagna Hostel bietet Skiraum, Trockenraum und Möglichkeit zum Zusammensetzen für eine größere Gruppe, reichhaltiges Frühstücksbüffet. Allerdings sind die Räume extrem klein: 4 Betten (Etagenbetten) auf etwa 10 qm, auf dem WC sitzend kann man gleichzeitig Haare in der Dusche waschen, kein Zimmerservice, mit Frühstück 40 € (!) pro Person und Nacht. Meines Erachtens entsprechen die Zimmer eher chinesischen Studentenwohnheimen, aber nicht europäischen oder gar schweizerischen Unterkünften. Hier gibt es sicherlich bessere Alternativen
  • Wetter aprilmäßig, zeitweise sogar Dauerregen, häufig bewölkt
  • Teilnehmer: Günter, Peter, Klaus, Bernd, Maria, Roswitha, Heike, Carolin

Donnerstag, 23.02.2012
Wald am Schoberpass – Grosser Schober – Silberberg – Himmelseck – Bergerhube
1700 Hm, 16,5 km, 5.40 h

In der Nähe des Bahnhofs können wir das Auto stehen lassen und starten gleich mit den Skiern an den Beinen. Zügig kommen wir voran und schon bald sind wir oberhalb der Waldgrenze, auch wenn so manche Fälle gerne stollen. Peter spurt vorneweg und findet sich mühelos bei der Wegfindung zurecht. Die Gipfelgrate sind beinahe schneefrei – der Wind scheint schon den ganzen Winter den Schnee weggeweht zu haben.

Auch heute fegt am Grat ein ordentlicher Wind. Bei der Überschreitung der Gipfel bis zum Himmelseck entwickelt sich dieser immer mehr zum Orkan. So passiert es, dass mich der Wind einfach umfegt und ich mir das Handgelenk verletze. Damit wird das Abfahren zu unserem Quartier, der Bergerhube, leider kein Vergnügen, zumal die Schneeverhältnisse immer wieder zum plötzlichen Einbrechen führen. Aber zum Schluß können wir auf einem Forstweg direkt zur „Hütte“ fahren.

Dort werden wir in der frisch hergerichteten Hütte von den Wirtsleuten freundlich willkommen geheißen und in unser nettes Lager geführt. Alles ist sehr geschmackvoll eingerichtet und sauber. Wir sind die einzigen Gäste, werden mit Riesenmengen Spagetti verwöhnt und die Wirtsleute setzen sich zu einem Ratsch an unseren Tisch und spendieren einen Obstler. Für meine dick angeschwollene Hand bekomme ich sogar einen Quarkumschlag.

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Freitag, 24.02.2012
Geierkogel – Tauernstrasse – Eisenbeutelalm – Authal – Bretstein
1900 Hm, 28,7 km, 8.40 h

Die Hand ist weiterhin dick und schmerzt, aber ich beschließe, dass eine Fortsetzung der Tour möglich ist. Leider können wir die Straße bis zum Ausgangspunkt für den Aufstieg zum Geierkogel nicht rausfahren, da kräftig gestreut wurde. Der Gipfel ist bald erreicht. Dann heißt es wieder, sich hinunter zu kämpfen. Ich komme mit den Schneebedingungen nicht gut zurecht und bin froh, als wir die Tauernstrasse erreichen und kurz vorher noch eine Brotzeit einlegen. Unser nächstes Ziel, den Bruderkogel können wir bereits sehen.

Der Anstieg zieht sich endlos über eine kaum ansteigende Forststraße hinauf. Eine Abkürzung scheint uns aber nicht möglich, da mehrere Lawinenabhänge die Hänge zieren. Jeder ist froh, endlich auf dem Kamm anzukommen. Statt der Gipfelbesteigung entschließen wir uns zur Abfahrt. Diese ist nicht so einfach zu finden und der Wald immer wieder sehr dicht. Schließlich erreichen wir eine vereiste Straße, auf der wir im Nu nach Authal sausen. Von dort müssen wir noch einige Kilometer ins Tal nach Bretstein hineinmarschieren, um eine Unterkunft für die Nacht zu bekommen. Im Gasthaus Jägerheim der Familie Beren können wir bleiben.

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Samstag, 25.02.2012
Hansbauer – Gamperhütte – Breiteckkoppe – Siebenhütten – Meng – Donnersbachwald – Mörsbachhütte
1600 Hm, 28 km, 8.00 h

Der Gastwirt fährt uns die fast 10 km zum nächsten Ausgangspunkt. Das Wetter zieht immer mehr ein, aber vorbei an der Gamperhütte spurt Peter unverdrossen auf die Breiteckkoppe, 2.144 m, hinauf. Nun beginnt ein Rätselraten über die weitere Abfahrt. Eine Orientierung wird immer schwieriger, da es einzieht. Aber schließlich finden sie die richtige Einfahrt und ich kämpfe mich wieder bergab, die Anderen kommen mit den Verhältnissen bedeutend besser zurecht. Ganz hinten im Tal kommen wir unten an. Der Weg hinaus nach Meng und Donnersbachwald ist lang, z.T. über Forststraße, später über eine sulzige Langlaufloipe. Vor dem Anstieg hinauf zur Mörsbachhütte kehren wir noch ein auf eine „flüssige“ Stärkung.

Der Anstieg zur Mörsbachhütte erfolgt über die Rodelbahn. Die Hütte ist ganz offensichtlich auf zechende Skifahrer und Rodler eingestellt, der Wirt macht auf Rustikal, der Service ist mager, die Preise dafür umso deftiger.

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Sonntag, 26.02.2012
Skipiste – Donnersbachwald
1000 Hm, 12 km, 3.30 h

Es schneit! Trotzdem versuchen wir, den Weiterweg zu finden. Leider ist der Übergang gerade heute problematisch, schwer zu finden und auch noch lawinenproblematisch. So müssen wir uns den Wetterbedingungen schließlich geschlagen geben und brechen ab. Wieder hinunter zur Hütte und dann noch die nahegelegene Skipiste hinauf. Hinunter geht es freestyle-mäßig für die Anderen durch den Wald, ich bevorzuge die Piste.

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In Donnersbachwald bringt uns ein Taxi zurück zum Auto – der Bus aus dem Tal mit Anbindung an die Bahnstrecke fährt erst um 16.00 Uhr, das ist uns doch zu spät.

Damit geht eine Skitourendurchquerung der Niederen Tauern zu Ende. Diese zeichnete sich durch lange Distanzen aus, sanfte Hügel, die Überraschungen bieten und einsame Wegstrecken – wir waren immer die Einzigen.

 

Weitere Informationen: Skitour Niedere Tauern

Wie immer wollten wir auch dieses Jahr wieder ein neues Skitourengebiet kennenlernen: Die Möglichkeiten rund um Maria Alm sollten erkundet werden. Die Wetterprognose war zwar leider nicht besonders gut – Sturm und Schneefall über die gesamte Zeit. Doch wir wollten es trotzdem versuchen.

Am ersten Tag konnten wir die Schwalbenwand besteigen, zwar bei schlechter Sicht und Wind, aber immerhin.

Am zweiten Tag fuhren wir von unserem Quartier in Mühlbach mit dem Skibus hinauf zum Arthurhaus. Sämtliche Autos waren unter einer riesigen Menge Neuschnee versteckt – mindestens 50 cm Neuschnee über Nacht. Und es schneite weiter. Schilder wiesen darauf hin, dass ein Weitergehen nicht erlaubt ist. Ein Einheimischer warnte uns eindringlich, die Pisten zu verlassen. Die Lawinengefahr ist 4 bzw. im Gelände sogar 5 und die Sicht denkbar schlecht. Selbst die normalen Skifahrer scheuten die Verhältnisse und mieden die Pisten. Nach längeren Diskussionen, was tun, einigten wir uns darauf, entlang der Piste hochzusteigen. Die meisten hatten nach der Abfahrt genug, entschieden sich zum Pisteln oder zur Einkehr im nahen Gasthaus. Einige wenige stiegen nochmals die Piste hinauf. Bei der abschließenden Einkehr kamen dann wieder alle zusammen, nachdem aufgrund von Stromausfall die Lifte nicht mehr fahren konnten.

Während die Mehrzahl der Gruppe den Skibus ins Tal nahm, probierten Ralf und ich die Möglichkeit aus, über einen Wanderweg ins Tal abzufahren. Das stellte sich als Highlight des Tages heraus, zog sich der Weg doch über eine herrlich verschneite Landschaft.

Am dritten Tag wurde nach anhaltenden Diskussionen die Entscheidung getroffen, eine Tageskarte zu nehmen und sich auf der Piste und dem herrlichen Neuschnee zu vergnügen. Die Lawinensituation war weiterhin relativ hoch, auch wenn der Schneefall eine Pause einlegte. Eine kleine Dreiergruppe beschloss, die Aufstiegshilfen abzulehnen und entlang der Piste etwas zu unternehmen. Auf dem Weg dorthin stießen wir auf eine Einheimischenspur, die Christine sinnvoll erschien, und marschierten bis zu einer Hütte. Dort trafen wir den Spurer, einen Bergwachtler mit seinem Hund.

An der Hütte hatten wir einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Dabei konnten wir eine weitere Skispur ausmachen, die sich über sanft geneigte Hänge Richtung Hoher Keil hinaufzog. Die Entscheidung fiel uns leicht: Nach einer herrlichen Powderabfahrt wandten wir uns diesen Hängen zu und konnten über die bereits gelegte Spur den Gipfel erreichen. Dort waren bereits eine Menge Skitourengeher, die den Aufstieg von Bischofshofen genommen haben.

Am vierten Tag hatte es die ganze Nacht hindurch geschneit und es war kein Ende abzuziehen. Die Einheimischen waren seit 6 Uhr früh am Schneeräumen. Wenn sie fertig waren, konnten sie von neuem beginnen. Die ersten Dächer wurden freigeschaufelt. Der Verkehr kam zum Erliegen. Die Straße Richtung Maria Alm als auch nach Bischofshofen war gesperrt – umgeknickte Bäume und Lawinengefahr machte ein Durchkommen unmöglich. Eine Skitour bei diesen Verhältnissen war unmöglich. Also entschlossen wir uns schließlich, den Erzweg, den Ralf und ich bereits vorgestern abgefahren haben, hinauf zu marschieren. Doch der Weg war bereits am Anfang von umgestürzten Bäumen blockiert und keiner hatte Lust, sich von einem Baum erschlagen zu lassen. Also umdisponiert Richtung Hoher Keil über die sanften Hänge. Doch der Schnee war sehr tief und sehr nass. Also Stopp, Schneeprofile graben und auf der bisherigen Spur wieder zurück. Jetzt begann das lange Warten auf die Freigabe der Straße. Weit nach Mittag und einem langen Aufenthalt im Cafe wurde die Straße freigegeben und wir konnten die Heimfahrt antreten.

So hatten wir uns das verlängerte Dreikönigswochenende sicherlich nicht vorgestellt. Aber jeder war froh, den Schneemassen entkommen zu sein.

Samstag, 3. September 2011
Mit dem MTB nach Pfelders, zur Grünbodenalm und zur Bergstation

Freitag, 2. September 2011
Ausflug zur Burg Noval, MTB zum Einkaufen

Donnerstag, 1. September 2011
Wanderung zur Imestalm und zur Rauhjochspitze

Mittwoch, 31. August 2011
Mit dem MTB nach Pfelders und zur Lazinser Alm. Zu Fuß weiter zur Andelsalm und zum Lazinser Hof

Dienstag, 30. August 2011
Mit dem MTB zum Timmelsjoch und zurück zum Krustnerhof

Montag, 29. August 2011
Mit dem MTB nach Pfelders und zur Lazinser Alm. Zu Fuß zur Stettiner Hütte

Sonntag, 28. August 2011
Wanderung zur  Schneidalm und Zwickauer Hütte zum Hinteren Seelenkogel


Unsere Unterkunft: Krustnerhof

Empfehlenswerte Karten:

Dienstag, 26.04.11
Aufstieg Bovalhütte, ca. 2.00 h, 9 km, 650 Hm

Start zur BovalhütteAufstieg BovalhütteAufstieg BovalhütteAufstieg Bovalhütte

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Mittwoch, 27.04.11
Piz Bernina und Zupo, ca. 9.30 h, 24 km, 2.300 Hm

Bruch -  Richtung Piz BerninaRichtung Piz BerninaRichtung Piz BerninaGipfelanstieg Piz BerninaGipfelanstieg Piz BerninaGipfelbezwingerGletscher am Piz BerninaGletscher Piz Bernina

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Donnerstag, 28.04.11
Piz Morteratsch versucht, ca. 5.30 h, 15 km, 950 Hm

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Freitag, 29.04.11
Piz Palü Ost- und Hauptgipfel, ca. 7.00 h, 20 km, 1.600 Hm

Weg zum Piz PalüPiz Palü

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Samstag, 30.04.11
Piz Palü Ostgipfel und Abfahrt über Morteratschgletscher, ca. 7.30 h, 26 km, 1.600 Hm

Piz Palüpiz PalüPiz PalüPiz PalüPiz Palü GradGipfelstürmerRückmarsch von Bovalhütte

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