Mo 9 Jan 2012
Schneechaos statt Skitouren
Gebloggt von Angela unter Skitouren
Wie immer wollten wir auch dieses Jahr wieder ein neues Skitourengebiet kennenlernen: Die Möglichkeiten rund um Maria Alm sollten erkundet werden. Die Wetterprognose war zwar leider nicht besonders gut – Sturm und Schneefall über die gesamte Zeit. Doch wir wollten es trotzdem versuchen.
Am ersten Tag konnten wir die Schwalbenwand besteigen, zwar bei schlechter Sicht und Wind, aber immerhin.
Am zweiten Tag fuhren wir von unserem Quartier in Mühlbach mit dem Skibus hinauf zum Arthurhaus. Sämtliche Autos waren unter einer riesigen Menge Neuschnee versteckt – mindestens 50 cm Neuschnee über Nacht. Und es schneite weiter. Schilder wiesen darauf hin, dass ein Weitergehen nicht erlaubt ist. Ein Einheimischer warnte uns eindringlich, die Pisten zu verlassen. Die Lawinengefahr ist 4 bzw. im Gelände sogar 5 und die Sicht denkbar schlecht. Selbst die normalen Skifahrer scheuten die Verhältnisse und mieden die Pisten. Nach längeren Diskussionen, was tun, einigten wir uns darauf, entlang der Piste hochzusteigen. Die meisten hatten nach der Abfahrt genug, entschieden sich zum Pisteln oder zur Einkehr im nahen Gasthaus. Einige wenige stiegen nochmals die Piste hinauf. Bei der abschließenden Einkehr kamen dann wieder alle zusammen, nachdem aufgrund von Stromausfall die Lifte nicht mehr fahren konnten.
Während die Mehrzahl der Gruppe den Skibus ins Tal nahm, probierten Ralf und ich die Möglichkeit aus, über einen Wanderweg ins Tal abzufahren. Das stellte sich als Highlight des Tages heraus, zog sich der Weg doch über eine herrlich verschneite Landschaft.
Am dritten Tag wurde nach anhaltenden Diskussionen die Entscheidung getroffen, eine Tageskarte zu nehmen und sich auf der Piste und dem herrlichen Neuschnee zu vergnügen. Die Lawinensituation war weiterhin relativ hoch, auch wenn der Schneefall eine Pause einlegte. Eine kleine Dreiergruppe beschloss, die Aufstiegshilfen abzulehnen und entlang der Piste etwas zu unternehmen. Auf dem Weg dorthin stießen wir auf eine Einheimischenspur, die Christine sinnvoll erschien, und marschierten bis zu einer Hütte. Dort trafen wir den Spurer, einen Bergwachtler mit seinem Hund.
An der Hütte hatten wir einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Dabei konnten wir eine weitere Skispur ausmachen, die sich über sanft geneigte Hänge Richtung Hoher Keil hinaufzog. Die Entscheidung fiel uns leicht: Nach einer herrlichen Powderabfahrt wandten wir uns diesen Hängen zu und konnten über die bereits gelegte Spur den Gipfel erreichen. Dort waren bereits eine Menge Skitourengeher, die den Aufstieg von Bischofshofen genommen haben.
Am vierten Tag hatte es die ganze Nacht hindurch geschneit und es war kein Ende abzuziehen. Die Einheimischen waren seit 6 Uhr früh am Schneeräumen. Wenn sie fertig waren, konnten sie von neuem beginnen. Die ersten Dächer wurden freigeschaufelt. Der Verkehr kam zum Erliegen. Die Straße Richtung Maria Alm als auch nach Bischofshofen war gesperrt – umgeknickte Bäume und Lawinengefahr machte ein Durchkommen unmöglich. Eine Skitour bei diesen Verhältnissen war unmöglich. Also entschlossen wir uns schließlich, den Erzweg, den Ralf und ich bereits vorgestern abgefahren haben, hinauf zu marschieren. Doch der Weg war bereits am Anfang von umgestürzten Bäumen blockiert und keiner hatte Lust, sich von einem Baum erschlagen zu lassen. Also umdisponiert Richtung Hoher Keil über die sanften Hänge. Doch der Schnee war sehr tief und sehr nass. Also Stopp, Schneeprofile graben und auf der bisherigen Spur wieder zurück. Jetzt begann das lange Warten auf die Freigabe der Straße. Weit nach Mittag und einem langen Aufenthalt im Cafe wurde die Straße freigegeben und wir konnten die Heimfahrt antreten.
So hatten wir uns das verlängerte Dreikönigswochenende sicherlich nicht vorgestellt. Aber jeder war froh, den Schneemassen entkommen zu sein.























































































































