Sammelsurium


Ich bestelle mittlerweile mehr als 50 % meiner Einkäufe im Internet. Getreu dem Motto: Heute bestellt, morgen geliefert. So funktioniert das in der Regel bei Amazon und DHL-Lieferungen.

Bei Hermes ist das anders:

  • Lieferungen dauern mehr als eine Woche. Meine Erfahrung sind mittlerweile 10 Tage
  • Adressen werden nicht gefunden, d.h. die Lieferung geht trotz richtiger Adresse zurück an den Absender
  • Zusteller meistens Ausländer, die nur schlecht deutsch sprechen
  • Keine Mitteilungskarten, dass Ware bei Nachbarn abgegeben wurde oder sonstwo abgeholt werden kann

Nach diesen Erfahrungen werde ich keine Waren bei Verkäufern mehr bestellen, die Hermes als Versandpartner haben!

Seit 3 Jahren habe ich nun ein größeres USM-Regal. In dieser Zeit musste ich 2mal umziehen. Dazu musste ich das Regal auseinanderbauen und wieder zusammenbauen. Meine Erfahrungen:

  • Das Auseinanderschrauben funktioniert nur bedingt. Die meisten Kollektoren bleiben in den Rohren stecken und müssen dann aufwändig herausgeholt werden.
  • Die Elemente sind sehr schwer. Mehr als 2 große Platten kann ich nicht schleppen und auch von den Rohren kann ich nur wenige zusammen schleppen.
  • Das Auseinanderschrauben kostet viel Kraft, um die Rohre zu lösen und auch um die Platten zu lösen.
  • Das Metall zieht den Staub regelrecht an. Staubwischen ist daher ständig notwendig, da es ansonsten ungepflegt aussieht.
  • Als ich es verkaufen wollte, musste ich feststellen, dass ich bereits einen enormen Wertverlust hinnehmen müsste (50 %). Deshalb habe ich mich entschlossen, es notgedrungen weiterhin einzusetzen, trotz aller Nachteile.

Mein Fazit:

Nie mehr wieder würde ich so viel Geld ausgeben für ein Regal. Mit einem Billy-Regal bin ich da weitaus besser dran. Dies ist schnell auf- und abgebaut, leicht zu transportieren und ich habe dieses sogar 3 Jahre nach Kauf mit einem Wertverlust von lediglich 30 % verkaufen können.

Noch nie waren wir auf Gut Immling. Nachdem der Brandner Kaspar dort als Oper und damit als Welturaufführung gegeben wird, haben wir uns Karten besorgt. Leider gestaltete sich dieses gar nicht so einfach. Eine elektronische Sitzplatzbuchung war nicht möglich und auch die Bezahlung auf Rechnung gestaltete sich schwierig. Aber schließlich hat es doch noch geklappt.

Voller Spannung fahren wir ins Gewerbegebiet von Bad Endorf. Dort sind wir mit einem Bus Shuttle schnell auf dem wunderbar gelegenen Gut Immling. Total abgeschieden, mit einer herrlichen Aussicht und vielen Tieren, wie Hängebauchschweinen, Enten, Hühnern, Kamelen, Lamas usw. Außerdem gibt es auch eine große „Reithalle“, die für die Opernaufführungen gedacht ist.

Das Publikum und das Ambiente sind elitär: So mancher Besucher lässt sich vom Chauffeur vorfahren, Luxusautos zuhauf, ein exquisites Essenszelt, alte Polstermöbel und festliche Kleidung. Wir fühlen uns fast ein wenig deplaziert ohne ein Glas Sekt in der Hand und Rolex am Arm.

Nachdem wir erst spät die Karten besorgt haben, ist unser Platz in der 23. Reihe. In der Opernbühne Bad Aibling akkustisch kein Problem. Hier leider schon. Die Stimmen kommen nur noch dünn bei uns an, auch die Musiker sind kaum mehr zu hören. Die Texte werden größtenteils bei Leinwand an der Hallendecke gezeigt.

Die Vorführung ist für uns enttäuschend: Sehr viel Show mit Kindergesang – leider kein Ohrenschmaus – Balett, viel Schnickschnack, viel Text, wenig Gesang, unlogischem Inhalt, langen Pausen bei Bühnenbildwechseln.

Eigentlich wollen wir in der Pause gehen. Aber das ist nicht möglich. Der Shuttle Bus fährt erst nach der Vorführung zurück ins Gewerbegebiet, wo unser Auto steht. So müssen wir den 2. Teil durchstehen, der wenigstens mit mehr Musik aufwartet. Trotzdem fallen mir mehrmals die Augen zu.

Schnell sind wir im Bus. Zu unserer großen Überraschung gibt es auch dort keine Begeisterung zu dieser Aufführung, sondern eher lange Gesichter und ähnliche Eindrücke.

Mit einer Ausweitung des Geschäftsvolumens, des Umsatzes, dem Gewinn, der Gewinnung neuer Kunden und der Einstellung von Mitarbeitern wächst auch der Bedarf an Büromöbeln und insbesondere an Regalen. Natürlich möchte man gerne die Ausstattung im bisherigen Design, also aus dem gleichen Sortiment. In diesem Moment ist man froh, wenn sich die bisherigen Komponenten, auch wenn sie bereits etliche Jahre alt sind, problemlos umbauen und erweitern lassen.

Im unteren Preissegment gibt es den IKEA-Klassiker Billy und im Hochpreissegment beispielsweise USM Haller. Das Billy-Regal leidet allerdings bei Umzügen und ist nicht stabil gegenüber schweren Inhalten. Die Fachbretter aus Pressspan biegen sich schnell durch. Ausserdem ändert Ikea leider ziemlich regelmäßig die Farbtöne des Billy-Regals. Bei einem Kollegen von mir tummeln sich mittlerweile 4 verschiedene Brauntöne nebeneinander.

Dagegen sind USM Haller-Regale vllständig aus Metall und zeichnen sich durch besondere Details wie die Kugelknöpfe als Eckverbindungen aus. Das hochwertige Material und das exclusive Konstruktionsprinzip wirken sich allerdings im Preis aus. Gegenüber den IKEA-Regalen sind die USM Haller-Regale etwa 10 mal so teuer.

Bislang für mich etwas lästig war der ausschließliche Verkauf der USM Haller Komponenten durch den zertifizierten Handel. Um einen Prospekt zu erhalten, musste ich natürlich meine Adresse angeben. Das führte dazu, pausenlos mit Flyern, Werbepostkarten, e-Mails und Telefonanrufen regelrecht bombardiert zu werden. Als ob ich ständig neue Teile brauchen würde!

Da kommt es mir sehr entgegen, dass USM Haller und andere Bürohersteller mittlerweile auch über das Internet bezogen werden können. Die Firma smow sieht sich hier als Vorreiter. Um die Montage zu erleichtern, bietet sie bereits fertig konfigurierte und zusammengebaute Aktenregale, Schränke, Sideboards, Bücherregale usw. an. Bei individuellen Zusammenstellungen greift sie auf zertifizierte USM-Monteure zurück, die bei großen Anlieferungen vor Ort tätig werden. Die Firma swissmobilia wiederum legt bei dem Verkauf von gebrauchten Komponenten Montagematerial bei und bietet telefonische Unterstützung an. Diese Möglichkeit sollten aber nur handwerksaffine Käufer wählen, da sich die Montage in der Regel nicht ganz einfach gestaltet und eventuell eines der empfindlichen Tableaus verkratzt werden kann.

Wann immer ich mit der Bahn fahre, kommt es zu Verspätungen. So auch jüngst, als ich die Bahn von München nach Lindau benutzte, um eine mehrtägige Radtour zu beginnen.

Per Durchsage wurde vor Immenstadt mitgeteilt, dass die Lokomotive kaputt sei und der Zug deshalb in Immenstadt endet. Ein Weiterfahrt nach Lindau führte zu einer Verspätung von mehr als 75 Minuten. Das führte dazu, dass wir die bereits gebuchte Unterkunft nicht mehr vor Dunkelheit erreichen konnten, und deshalb eine Unterkunft aufsuchen mussten. Die gebuchte Unterkunft wurde uns natürlich in Rechnung gestellt.

Nach Abschluss der Radtour muss ich nun feststellen, dass

  • ich auf den Kosten für die gebuchte und nicht in Anspruch genommene Unterkunft sitzen bleibe. Eine Erstattung durch die Bahn ist nicht möglich
  • eine Entschädigung für den Bahnpreis grundsätzlich erst ab 60 Minuten Verspätung erfolgt und dann nur 25 Prozent des Fahrpreises beträgt
  • eine Erstattung erst ab einem Entschädigungsbetrag von mehr als 4 Euro erfolgt
  • die Bestätigung für die Verspätung durch das Servicepersonal zu erfolgen hat oder bis maximal 5 Tage nach der Reise zu erfolgen hat
  • ein separates Formular für die Beantragung notwendig ist

Mir ist ein Rätsel, wie das machbar sein soll, da

  • eine Information dieses Sachverhalts durch das Zugpersonal in keinster Weise erfolgte
  • ich nach der Verspätung 14 Tage mit dem Rad unterwegs war und dementsprechend auf Informationen zum Thema keinen Zugriff hatte
  • ich wohl kaum ein Formular vorab mitnehme, auf dem ich durch das Zugpersonal die Verspätung bestätigen lassen kann

Aufgrund dieses Sachverhalts ist die Entschädigung wohl eine einzige Farce und praktisch nicht zu erhalten. Aber das passt gut zu meinen anderen Erfahrungen mit der Bahn, bei der es nicht immer möglich ist, Tickets zu lösen, und man gezwungen ist, mit dem Fahrrad mehrmals umzusteigen, obwohl es eine direkte ICE-Verbindung gibt. Die Bahn ist für mich jedenfalls keine Option!

Siehe auch:  Transalp: Oberstdorf – Laas in Südtirol, letzter Absatz

Bislang habe ich den Strom bei E.ON bezogen. Die Jahresabrechnung ergab, dass die Vorauszahlungen genau das Stromentgelt abdeckten. Umso verwunderter war ich, dass trotz gleichbleibender Gebühren meine monatliche Abschlagszahlung um 10 % erhöht werden sollte.

Daraufhin erhob ich Einspruch. Mir wurde mitgeteilt, dass „die Abschlagszahlung zu hoch berechnet wurde. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen.“

Versehen? Diese Art von Rechnungen erstellt doch eigentlich der Computer?

Bald darauf überlegte ich mir, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, der mit Naturstrom (ENTEGA) warb und auch nicht teurer war, sondern sogar eine Neukundenprämie auslobte. Der Auftrag war schnell unterschrieben.

Umso mehr erstaunter war ich als man mir die neue Abschlagsprämie auf Basis des bisherigen Verbrauchs mitteilte. Ich sollte plötzlich mehr als das Doppelte bezahlen! Wieder erhob ich Einspruch und wieder wurde der Abschlagsbetrag auf den von mir berechneten Preis korrigiert.

Versehen? Oder handelt es sich nicht vielmehr um gängige Praxis der Stromanbieter, höhere Abschlagsprämien zu verlangen als eigentlich nötig sind? Bei 2 Stromanbietern beides Mal die gleiche Erfahrung zu machen, lässt mich stutzig werden.

Damit aber nicht genug. Seit ich bei ENTEGA Kunde bin, werde ich wöchentlich mit Anrufen bombiert. Gleich nach Unterschrift gab es einen Willkommensanruf. Dann nochmals einen und seither will man wöchentlich meine Kundenzufriedenheit abfragen. Wenn ich dagegen eine Frage per Mail absetze, warte ich vergebens auf eine Antwort! Ich kann nur davor warnen, einen Vertrag bei ENTEGA zu unterschreiben.

Ich habe keine Lust, für diese Praktiken zu bezahlen und ständig belästigt zu werden.

Nachdem sich die IKEA-Regale als Büromöbel auf Dauer nicht unbedingt eignen (biegen sich durch und schauen halt doch billig aus), fiel unsere Wahl bei der Neuanschaffung auf USM Haller. Diese sind zwar verdammt teuer, dafür aber extrem stabil und der Wiederverkaufswert gibt einen zusätzlichen Anreiz. Offenbar lassen sich gut erhaltene Teile auch nach einigen Jahren noch zu guten Preisen verkaufen, im Gegensatz zu Schreinerware, die praktisch unverkäuflich ist.

Die Flexibilität des Systems erlaubt es darüberhinaus, die Komponenten immer wieder anders zusammen zu bauen. Nicht bedacht haben wir allerdings, dass laut USM Haller für alle Veränderungen ein eigener Monteur nötig ist. Sogar im Internet konnten wir keine Gebrauchsanweisungen oder wenigstens Tipps und Tricks zur Montage und Demontage zu finden. Fast hätten auch wir aufgegeben.

Tipps bei Montage von USM Haller Regal:

Beim Festschrauben der Konnektoren in den Rohren darauf achten, dass diese nur relativ lose verschraubt werden. Keinesfalls festknallen, sondern kurz vor dem starken Druck aufhören.

Tipps bei Demontage von USM Haller Regal:

Bei der Demontage passiert es gerne, dass Teile der Konnektoren (die äußere Hülle) sich im Rohr festkeilen. Das Spezialwerkzeug zur Lösung schafft es nur zufallsbedingt, diese wieder herauszuholen.

Aber es ist eigentlich ganz einfach: Die Hüllen der Konnektoren haben eine kleine Einkerbung. Mit einem Schraubenzieher und einem Hammer in diese Einkerbung klopfen und schon ist die aufgebaute Verkeilung gelöst.

Beim Zusammenstecken der äußeren Hülle und der Spezialschraube darauf achten, dass das kleine Loch der Hülle am anderen Ende des Schraubenkopfs ist.

Übrigens:

Sie bekommen USM-Teile mittlerweile auch über eBay angeboten