Kultur


Nach einem langen Bridgeabend tags zuvor sind wir wieder auf Schloss Amerang. Das Konzert ist praktisch ausverkauft. 40 Musiker und Sänger/innen zwängen sich auf die Bühne.

Von der Musik von Gospel Train bin ich maßlos enttäuscht:

  • Der musikalische Leiter ist ein Schwätzer, der sich offenbar sehr wichtig nimmt.
  • Die Stimmen der Solisten sind sehr schwach und alles andere als mit Volumen ausgestattet.
  • Die gesungenen Gospels sind alle sehr ähnlich. Von dem Variantenreichtum dieser Musik ist nichts zu vernehmen.
  • Es wird pausenlos geklatscht, leider auch vom Publikum. Dieses Klatschen übertönt den Gesang komplett.
  • Das Publikum besteht aus Angehörigen und Freunden dieser Schülerband aus dem Internat Gars am Inn. Leider hat es offenbar keine Ahnung von Musik und von Gospel-Musik im Speziellen. Dafür klatscht es umso lauter.

Die 2. Hälfte wird durch Mel Canady, einem Schwarzen, besser. Er hat wenigstens Stimmvolumen und deutet an, was Gospel-Musik sein kann.

Alles in allem viel zu teuer für diesen Laienchor – und wenn er noch so viele CDs rausgibt – und die Anreise nach Amerang nicht wert.

Das nächste Konzert steht an: Quadro Nuevo

Mulo Francel: Saxofon, Klarinette, Gitarre, usw.
Robert Wolf: Gitarre
D. D. Lowka: Kontrabass
Andreas Hinterseher: Akkordeon, Bandoneon

Sie liefern ein hochwertiges Konzert mit orientalischen Weisen, aber auch italienischen Liedern. Ihre Musik bezaubert durch einen großen Variantenreichtum und Stücke aus aller Welt.

Im ausverkauftem Schloss Amerang stehen heute Max Greger 3 auf dem Programm. Das sind:

Max Greger sen. am Saxophon (82 Jahre alt)
Max Greger jun. am Flügel und Gesang
Max Greger jun. jun. an Gitarre und Gesang alias Louis Armstrong und Dean Martin
Max Kinker am Schlagzeug
Prof. Mini Schulz am Bass, Professor in Stuttgart, gehört zu den besten Bassisten

Dieses Konzert der 3 Generationen Max Greger, die sich dem Swing verschrieben hat, gehört zu den besten Konzerten, die ich je erlebt habe. Das Publikum ging von Anfang an voll mit, die Musiker genossen die Atmosphäre von Schloss Amerang und die Stimmung und zeigten Höchstleistungen. Es ist unglaublich, was 5 hochwertige Profimusiker aus ihren Instrumenten zaubern können. Bei dem Soloauftritt von Max Kinker mit der Interpretation von Caravan liefen mir gar die Tränen übers Gesicht.

Ein Traumkonzert, das noch lange in mir nach klang.

die opernbühne e.V. hat auch dieses Jahr wieder ein Schmankerl ausgegraben: “Die Opernprobe” von Gustav Albert Lortzing wird in der Reithalle von Schloss Maxlrain zur Aufführung gebracht.

Die Veranstaltung ist praktisch ausverkauft. Vor der Reithalle ist ein Zelt aufgebaut, in dem für erschwingliche Preise Getränke gekauft werden können und einige Informationen bereitstehen. Immer wieder sieht man Darsteller, die sich unter das Publikum mischen.

Vor Beginn der Oper erläutert James Barnes, der Geschäftsführer des Vereins die Projektschritte, erzählt über das Engagement der Darsteller und über die Freude darüber, dass es immer einfacher wird, die Solorollen zu besetzen – mittlerweile bewerben sich Sänger auf die Rollen – und die ständig wachsende Zuschauerzahl.

Ich bin das erste Mal dabei und erlebe eine sehr frische Oper, die mir durch die Liebe zum Detail besonders gut gefällt. Die Sänger und das Orchester bestechen durch ihre hohe Qualität, ihre Frische und ihre Lebendigkeit. Die einfachen, aber gut durchdachten Kulissen zeigen die Kunst, den Aufwand durch gute Ideen gering zu halten. Immer wieder wird das Publikum ganz nebenbei in die Aufführung einbezogen.

Fazit: Ich bin begeistert von dieser Aufführung und habe einen sehr unterhaltsamen Abend erleben dürfen. Das nächste Jahr bin ich auf alle Fälle wieder dabei.

Das Wendelsteinhaus feiert heute sein 125-jähriges Bestehen. Anlass für ein mehrtägiges Jubiläumsprogramm. Nur schade, dass das Wetter in der letzten Zeit nicht besonders sommerlich war, sondern sich v.a. durch ganztägigen Regnen auszeichnete. Nachdem unser geplanter Besuch am Donnerstag zur Abendserenade mit esBRASSivo aus diesem Grund nicht stattfand – das Wetter hat sich zwar noch gebessert, aber wir wollten ja im Trockenen laufen – hält uns heute nichts mehr. Der Wetterbericht verspricht für heute einen sommerlichen Tag.

Von Bad Feilnbach am Parkpaltz bei der Abzweigung nach Altofing fahren wir mit dem MTB das Jenbachtal hinauf, vorbei an der Wirtsalm, immer Richtung Wendelstein. Als die Forststraße endet und ein steiler Karrenweg beginnt, wechseln wir vom Radeln zum Wandern. In knapp 2 Stunden von Bad Feilnbach aus erreichen wir den Wendelstein. Dort ist bereits eine Bühne aufgebaut und Bierbänke laden zum Verweilen ein. Mehrere Gäste aus nah und fern haben es sich dort mit Speisen und Getränken aus dem Selbstbedienungsrestaurant der Bergstation Wendelstein bereits gemütlich gemacht.

In der wunderbaren Kulisse des Wendelsteins mit Blick auf Kaiser, Loferer Steinberge, Sudelfeld, Spitzingseegebiet und mehr unterhalten uns die Rosenheimer Swing-Formation JAZZICA mit ihrem Repertoire des klassischen Jazz im New Orleans-Stil bis Modern Jazz und Jazz-Rock. Nach 2 Stunden Musikgenuss machen wir uns auf den Rückweg und beschließen unseren Ausflug mit Kaffee und Kuchen an unserem Ausgangspunkt.

Wendelstein JubiläumWendelstein JubiläumJAZZICA am WendelsteinJAZZICA vor BergkulisseJAZZICA am WendelsteinJAZZICA am WendelsteinJAZZICA am WendelsteinJAZZICA am WendelsteinJAZZICA am WendelsteinJAZZICA am Wendelstein

Schon lange freuen wir uns darauf, nachdem uns fast jeder Musikbegeisterte darauf hingewiesen hat. Heute geben die Bananafishbones ein Konzert bei Kultur im Park von Bad Aibling.

Wir zweifeln aufgrund der Gewitterstimmung, ob das Konzert im Kurpark stattfinden kann. Zumal es heftig regnet, als wir mit dem Rad losfahren wollen. Also disponieren wir um und fahren mit dem Auto. Zu unserer großen Überraschung ist aber alles draußen aufgebaut und es sind noch relativ wenig Menschen da. Das ändert sich aber bald und im Nu ist der gesamte Platz mit Begeisterten gefüllt.

Und als die Bananafishbones loslegen kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Selbst als es in der kurzen Pause zu regnen anfängt, bleiben alle hier. Eine große Schar drängelt sich um die Bühne, während die anderen unter Regenschirmen oder eben ungeschützt ausharren. Selbst die Kinder sind ganz weg – teilweise kennen sie die Lieder von den Songs aus “den wilden Kerlen” – und singen mit.

Die Bananafishbones bestehen aus den beiden Brüdern Sebastian und Peter Horn (beide Gitarre und Gesang) und dem Schlagzeuger Florian Rein. Die drei Musiker treten bereits seit 1991 zusammen auf, kommen aus Bad Tölz und sind bekannt geworden durch ihre Hits “Come to Sin” und “Easy Day” und Filmmusiken. Ihr Repertoire ist ungewöhnlich breit und es ist faszinierend, wie diese 3 Jungs die Lieder interpretieren können.

Natürlich können sie ohne Zugabe die Bühne nicht verlassen. Ein kleiner Streich – die Ausgangstüre ist unerwarteterweise verschlossen – führt zu einer weiteren Zugabe.

Bananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones - Sebastian HornBananafishbones - Peter HornBananafishbones - Peter Horn und Florian ReinBananafishbones - Florian ReinBananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones bei Kultur im ParkBananafishbones - vor verschlossener TürBananafishbones - begeistertes Publikum

Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung 100 Jahre Trachtenverein “D-Wendlstoana” Bruckmühl findet ein großer Trachtenumzug mit vielen Trachtlern statt. Wahrscheinlich sind einige Tausend festlich gekleidet dabei. Leider fängt es am Ende zu regnen an, bevor alle im Zelt in Sicherheit sind.

TrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzugTrachtenumzug

Die kostenlosen Konzerte von “Kultur im Park” in Bad Aibling haben wieder begonnen. Heute sind erstmalig GM & the Blues Busters mit dabei.

Die Regenwolken am Himmel zwingen die Veranstalter und Initiatoren, Kurdirektion Bad Aibling und MusikInitiative Rosenheim, das Konzert in den großen Saal des Kurparks zu legen. Dieser Saal ist zwar weitaus weniger heimelig als der Musikpavillon, dafür kann man sitzen und wird bewirtet. Zu unserer großen Verwunderung sind relativ wenig Zuhörer anwesend. Die meisten Besucher hören offenbar lieber von der Terasse aus zu. Mit fortschreitendem Abend und der bald aufkommenden Stimmung, die die Band macht, ändert sich das aber. Erst recht als es heftig zu regnen beginnt.

Mit ihrem Repertoire von rockigen Nummern über Klassiker Johnny Guitar Watsons bis zu Uptempo-Shuffles in der Tradition T-Bone Walkers, erdigen Slow-Blues-Nummern und Country-angehauchten Stücken füllen die BluesBusters bald die kleine Tanzfläche vor der Bühne.

Die Band-Mitglieder:

Georg Meier: Gitarre und Gesang
Bernd Schmid: Saxophon, Gitarre und Gesang
Arno Wahler: Keyboard
Peter Janotta: Schlagzeug
Christian von Le Suire: Bass und Gitarre

GM & the Blues BustersGM & the Blues BustersGM & the Blues BustersBernd Schmid von GM & the Blues BustersChristian von Le Suire von GM & the Blues BustersPeter Janotta von GM & the Blues BustersArno Wahler von GM & the Blues BustersGM & the Blues Busters

Ein ganz besonderes Gitarrenspektakel lieferten Thomas Fellow und Stephan Bormann mit ihrem Duo Hands on Strings.

Wie Stephan Bormann zutreffend ankündigte, spielten sie jede Menge Eigenkompositionen, die den Zuhörern bekannt vorkamen und jede Menge bekannter Musik, die sie so verfremdeten, dass sie nicht erkannt wurde. Die Musik erinnerte an Afrika, an Südamerika, an Jazz, an Landschaften, Eisenbahnen, Filme usw. Ein wahres Spektakel an Tönen bescherte dieses Konzert. Eigentlich viel zu kurz, aber ihre CDs lassen den einzigartigen Hörgenuß nach Hause mitnehmen.

Hands on Strings

Den Abend rundete die Konzertgitarristin Nora Buschmann mit Stücken aus Uruguay und Argentinien ab.

Nora Buschmann

Fazit: Die Gitarrenkonzerte im Rahmen von Saitensprünge in Bad Aibling sind einen oder mehrere Besuche wert, v.a. die Nähe zu den Künstlern ist ein besonderes Erlebnis. Nur den Kurdirektor mit seinen ständig gleichen “begeisternden” Ansprachen empfinde ich eher überflüssig. Wenn er wenigstens die Künstler kurz vorstellen würde, anstatt sich selbst.

Ein weiteres Konzert im Rahmen des Gitarrenfestivals Saitensprünge stand heute auf dem Programm: Die beiden Jazzgitarristen Philipp Stauber und Helmut Kagerer, begleitet vom Kontrabassisten Henning Sieverts und Schlagzeuger Michael Keul. Sie boten jede Menge Eigenkompositionen. Toll ist neben ihrer unbestrittenen musikalischen Klasse ihre Natürlichkeit, die sich darin darstellt, dass z.B. ein Song dem verstorbenen Kater Felix der Familie Stauber gewidmet ist.

Musiker:

Philipp Stauber
Helmut Kagerer
Henning Sieverts
Michael Keul

« Vorherige SeiteNächste Seite »