Kultur


8 Wochen vor Start der Aufführungen von „Iphigenie auf Tauris“ durch die Opernbühne e.V. Bad Aibling gehts so richtig los:

Über 3 Wochenenden hinweg wird die Bühne nach dem Entwurf und unter der Führung von James Barnes aufgebaut. Eine schräge Bühnenfläche, ein drehbarer Turm mit einer Wendeltreppe und ein Pavillon sind zu erstellen.

Dann können die Proben mit den Solisten, dem Chor und dem Orchester unter der Regie von Armin Stockerer und der musikalischen Leitung von Richard van Schoor beginnen.

Dazu einige Bilder:

7. Mai 2011: Bühnenbau

Reithalle MaxlrainBühnenaufbau in der Reithalle MaxlrainBühnenaufbau in der Reithalle Maxlrain

2. Juni 2011: Probe
Yvonne Douthat und Frits Kamp mit Begleitung von Margret Kahnt-BarnesArmin Stockerer und Mitglieder des Chors

3. Juni 2011: Szenische Proben

1. Juli 2011:

4. Juli 2011:

5. Juli 2011:

11. Juli 2011:

13. Juli 2011: Generalprobe

15. Juli 2011: Spinner-Aufführung

Die 1. Aufführung ist wie jedes Jahr eine Aufführung für die Firma Spinner aus München, die hierzu Mitarbeiter und Kunden einlädt. Dazu gibt es auch immer ein großes Büffet.

Eigentlich starteten die 3. Musikfilmtage in Oberaudorf bereits am 14. Juli. Aber erst am letzten Tag sind wir dabei: „Pianomania“ von Lilian Franck & Robert Cibis und „Das Lied von den zwei Pferden“ von Byambasuren Davaa. Nur wenige Zuschauer waren in „Pianomania“, aber der Film zeigt beeindruckend den Beruf eines Chefstimmers und Meistertechnikers und – vor allem für mich interessant – die Freude an seinem Beruf und das Streben nach größter Perfektion.

Ganz anders „Das Lied von den zwei Pferden“: Beeindruckende Bilder aus der Mongolei und einer Kultur, die wohl leider zum Sterben verurteilt ist. Dieser Film hat uns sehr nachdenklich gemacht.

Der Ausflug nach Oberaudorf hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt. Den Veranstaltern der Musikfilmtage Oberaudorf ist es gelungen, herausragende Musikfilme zu zeigen.

Auch dieses Jahr gibt es wieder einen tollen Opernabend in der einmaligen Atmosphäre der Reithalle von Schloss Maxlrain. Zur Aufführung kommt Ascanio in Alba von Wolfgang Amadeus Mozart.

Regie: Armin Stockerer
Dirigent: Richard van Schoor
Bühnenbild: James Barnes
Venus, die Göttin: Lenka Möbius, Koloratursopran
Ascanio, ihr Sohn: Nicholas Hariades, Countertenor
Silvia, Ascanios Verlobte: Guibee Yang, Koloratursopran
Aceste, Priester der Venus: Andreas Stauber, Tenor
Fauno, Hirte: Judith Spießer, Koloratursopran
Ballett der Ballettschule Bad Aibling

Wir sind am Premierenabend dabei. Ein kräftiges Gewitter untermalt die Götterstimmung. Besonders gefällt uns Judith Spießer in der Rolle des Fauno, die nicht nur hervorragend singt, sondern sich auch noch eindrucksvoll bewegt.

Eintrittspreis: 28 €

Nachdem uns die Soul-Musik beim letzten Kultur im Park von „Best before friday“ nicht so besonders gefallen hat, wartet dieses Mal wieder ein musikalischer Leckerbissen auf uns: Sehr variantenreich und mit großem musikalischen Können präsentieren „The Souled out“ ihre Stücke. Das Quintett besteht aus Sängerin, 2 Gitarristen, Baß und Drums. Sie spielen Stücke von den Beatles über die Blues bros, Ambros, James Brown und Ray Charles.

Anläßlich der 1200-Jahr-Feier von Götting gibt Wolfgang Ambros im Göttinger Bierzelt ein Konzert. Schon lange habe ich dafür Karten für 30 Euro pro Stück gekauft – Stehplatz! Über den Sportverein hätte ich sie billiger beziehen können, aber davon hat R. D. nichts verlauten lassen und wenn wir eine Aufgabe übernommen hätten, wie Security oder Bierausschank hätten wir dem Konzert auch kostenlos folgen können. Aber diese Möglichkeit wurde zu spät kommuniziert.

Bereits ab 18.00 Uhr fahren die ersten PKWs auf den Parkplatz. Dabei beginnt das Konzert erst um 21.00 Uhr.Wir sind kurz vorher da. Der Geräuschpegel ist bereits beträchtlich – anscheinend schreien sich die Leute gegenseitig an. Das Zelt ist ziemlich voll. W. stellt sich ganz vorne auf. Ich kriege dort Platzangst und verziehe mich vor das Mischpult.

Und dann geht es los: Mit einem unglaublichen Lärmpegel, Gekreische weiblicher Fans und durchdringendem Gepfeiffe der männlichen Fans wird dieses Konzert für mich zu einem Albtraum. Meine Ohren machen bald dicht und ich kann nichts mehr wirklich hören, sondern empfinde nur noch Schmerzen aufgrund des Lärms. Von den guten Texten ist nichts zu verstehen und die Musik als solche nicht wahrnehmbar. Das war eine Zumutung und alles andere als ein Genuß. Für mich heißt es, nie mehr wieder!

Mit Wölfi.

Wieder eine tolle Aufführung der Opernbühne in Maxlrain: Von Jaques Offenbach die Seufzerbrücke.

Inhalt:

Die Handlung der „Seufzerbrücke“ spielt im Venedig des Jahres 1321. Die Stadt wird vom einem Dogen und seit zehn Jahren zusätzlich vom Rat der Zehn regiert. Der Doge Cornarino Cornarini ist durch Bestechung und Wahlgeschenke an die Macht gekommen und muß nun als Admiral eine Seeschlacht gegen die Feinde der „Serenissima“ führen. Ängstlich wie er ist, lässt er seine Flotte im Stich und kehrt heimlich und unerkannt nach Venedig zurück. Hier muß er zu seinem Entsetzen sehen, dass nicht nur sein Page Amoroso, sondern auch sein Vetter, der Statthalter Fabiano Fabiani Malatromba um seine Gattin Catarina werben. Malatromba, die Flucht des Dogen ausnutzend, versucht zudem auch noch das Amt und den Thron des Dogen an sich zu reißen. Als Malatromba auf den Pagen trifft, lässt er den Nebenbuhler durch seine Sbirren verhaften und in die Verließe unter den Bleidächern werfen.

Im Dogenpalast kommt es zu einer Auseindersetzung zwischen dem Dogen und seinem Knappen auf der einen Seite und den Sbirren Malatrombas auf der anderehn Seite. Cornarini und sein Knappe Baptiste schlüpfen in die Rolle der Sbirren und müssen mit ansehen, wie Catarina scheinbar auf die Annäherungsversuche Malatrombas eingeht.

Im großen Saal tagt der Rat der Zehn, junge Venezianerinnen erbitten vom Rat für die Zeit des gerade beginnenden Karnevals das Gondolieri-Patent, das ausschließlich den Männern zusteht. Malatromba verlangt vom Vorsitzenden des Rats die Ernennung zum Dogen. Doch solange der alte Doge nicht tot ist, lässt dies die Verfassung nicht zu. Cornarini und Baptiste erscheinen im Saal und werden im Verlauf einer verwirrenden Diskussion demaskiert. Der Rat der Zehn verurteilt Cornarini wegen Fahnenflucht zum Tode und ernennt Malatromba zum neuen Dogen. Eine überraschend eintreffende Nachricht rehabilitiert Cornarini, so dass das Todesurteil aufgehoben werden muß. Plötzlich hat Venedig nun zwei Dogen. Ein Wettkampf zwischen den beiden Rivalen soll entscheiden. Am Ende bleibt schließlich Alles beim Alten und der einzige Herrscher ist jetzt der Karneval.

Anlässlich des 25.-jährigen Jubiläums der Blechbläsergruppe Blechschaden unter Leitung von Bob Ross gab es ein Konzert in Neubeuern. Bei strömendem Regen füllte sich ab kurz vor 18.00 Uhr stetig das schön hergerichtete Bierzelt am Neubeurer See. Um gute Plätze zu ergattern, waren Helga, Heinz, Wölfi und ich bereits um 17.30 Uhr da. Aber ab 18.00 Uhr wurden wir von der lokalen Gruppe 5erlei bei Brotzeit und Festbier unterhalten.

Punkt 20.00 Uhr zog Blechschaden unter den Klängen von Zarathustra stimmungsvoll ein. Und das war erst der Auftakt. Ob Hummelflug mit der Tuba, ein Trompetenstück mit der Posaune, einem Adagio für Streicher und Orgel – aus schottischen Sparsamkeitsgründen ohne Streichinstrumente und Orgel – oder Alphörner, die 12 Musiker begeistern mit ihren Arrangements und dem Humor von Bob Ross immer wieder aufs Neue. Erstmalig trat auch eine Sängerin, Katrin Unterrainer, auf. Sie trug Musicalstücke vor.

Nach vielen Zugaben, fand das Konzert um 23.00 Uhr sein Ende und die Zuhörer strömten in bester Stimmung hinaus aus dem Zelt in die dunkle, verregnete Nacht auf der Suche nach ihren Autos.

In der NIBA in Bad Aibling spielt heute im Rahmen des Gitarrenfestivals Saitensprünge Frangipani. Diese Band setzt sich zusammen aus

Gitarre: Clemens Wagner
Akkordeon, Klavier, Gesang: Reinhard Roller
Percussion, Gesang: Stefan Knoll

Bei gutem Wein und Essen genießen wir die überraschenden Stücke der Vollblutmusiker. Sie experimentieren mit den Tönen und Klangbildern ihrer Instrumente, mischen Klezmer, Flamenco, Jazz und spanisch/lateinamerikanische Rhythmen, dass es eine wahre Pracht ist. Wir sind ganz begeistert von dieser Vielfalt.

Schade, dass die Personen am Tisch neben uns im Laufe des Abend zunehmend betrunkener werden und durch lautes Geschwätz uns immer wieder am Zuhören stören.

Aber wir hoffen auf weitere Auftritte dieser Musiker und vielleicht auf eine CD.

Im Gegensatz zum gestrigen Konzert begeistert uns die Monaco Bagage mit ihrem Arrangement, ihren Kompositionen, ihrer vielseitigen Musikalität und ihrem professionellen Auftreten. Sie beherrschen eine Fülle von Instrumenten und bewegen sich zwischen Klezschmer Musik, bayrischer Volksmusik, Rock- und Popmusik, Chansons mit einer traumwandlerischen Sicherheit. Ihre Texte sind politisch, nachdenklich, derbleckend, grob und nehmen so manche Berühmtheit aufs Korn. Da gibt es viel zu lachen. Die Zeit verrinnt wie im Fluge und wir hätten die 5 Musiker gerne noch eine weitere Stunde genossen.

Andy Arnold: Klarinette, Sopran- und Baritonsaxophon, Querflöte, Gesang
Johann Bengen: Akkordeon, Schlagzeug, Bass-Klarinette, Gitarre, Gesang
Josef Brustmann: Zither, Tuba, Gitarre, Brompete, Banjo, Kontrabass, Glocken, Gesang
Miene Costa: Kontrabass, Steptanz, Rhythmustuba, Hupe, Gesang
Martin Deubel: Violine, Trichtergeige, Ukulele, Altsaxophon, Blockflöte, Gesang

Ein wahrlich vergnüglicher Abend, den wir sicherlich bei einer anderen Veranstaltung der Monaco Bagage wiederholen werden.

Monaco BagageMonaco BagageMonaco BagageMonaco BagageMonaco BagageMonaco BagageMonaco Bagage

Eigentlich klang es zu Kubera, Konrad & Höller vielversprechend im Programm: „3 Stimmen – 3 Gitarren, music unplugged pure. Drei starke eigenständige Persönlichkeiten, die mit ihren ausgefeilten Gitarrenarrangements das Publikum begeistern. Songs von Sting, Cat Stevens, Norah Jones u.a.“

Aber wir waren sehr enttäuscht: Von ausgefeilten Gitarrenarrangements konnten wir nichts feststellen. Die Begleitung war sehr eintönig – immer „schrumm, schrumm, schrumm“. Auch die Lieder ähnelten sich sehr stark. Der vom Veranstalter angekündigte österreichische Charme war nicht zu entdecken, vielmehr empfanden wir die textlichen Übergänge zwischen den einzelnen Liedern sehr aufgesetzt und improvisiert. Wir hatten den Eindruck, 3 Amateure vor uns zu haben, die nach einigen Jahren Gitarre spielen ihren Bekannten zeigen, was sie gelernt haben. Schade, die Gitarre kann sehr abwechslungsreich sein, wie ich bei Saitensprünge immer wieder feststellen kann. Aber dieser Abend war es nicht.

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