Heimat


In München auf der Theresienwiese wird heute das Oktoberfest mit dem berühmten Ruf des Oberbürgermeisters “Ozapft is”. Aber wir nutzen das herrliche Herbstwetter für eine MTB-Tour von Bruckmühl zum Taubenberg. Mit Hilfe der Wander- und Bikekarte Rosenheim haben wir uns eine Route ausgedacht, die die viel befahrenen Autostraßen weitgehend meidet.

Von Bruckmühl, vorbei am Autohaus Mitteregger und an einem Reitstall geht es direkt nach Vagen. Dort queren wir die Straße, die zum Irschenberg führt und fahren vorbei an der ehemaligen Schmiede und dem Braukeller auf Schotterstraße hinauf auf die Schöffleiten zum Bauernhof David. Direkt am Bauernhof – Vorsicht, der Schäferhund kann manchmal aggressiv angreifen – geht es links zu einem kleinen Gatter. Dort schiebt man am besten hinunter zum Gasthof Au. Wieder auf der Teerstraße geht es nach der Brücke sofort links in den Waldweg zum Seehamer See. Entlang des Sees fahren wir weiter über Kleinseeham nach Neukirchen. Die Kirche Hl. Dionysius lohnt einen kurzen Besuch. Über Einhaus geht es weiter auf der Bundesstraße nach Thalham. Die Wohngegend um Einhaus ist beneidenswert – mehrere Häuser haben einen phantastischen Rundblick.

In Thalham führt der Weg hinunter zur Mangfall. Wir fahren noch hinauf zum Götzinger Wirtshaus und statten der kleinen Kapelle einen Besuch ab. Leider ist sie abgeschlossen, aber Kirchlein und Friedhof liegen sehr malerisch. Wieder zurück und dann den Wegweisern folgend zum Taubenberghaus, 825 m, zuerst auf Teer, später auf Schotterstraße. Immer wieder haben wir einen herrlichen Blick über die Voralpen bis zum Wendelstein. Auf dem Taubenberghaus machen bereits viele Familien und Radler Mittag und wir gesellen uns bei Leberkäs und Weißwurst dazu, um Wetter und Ausblick zu genießen.

Nach dieser Stärkung geht es weiter vorbei am Wasserturm nach Nüchterbrunn und nördlich zu unserer Auffahrt zurück zur Mangfall. Mehrmals kreuzen Wege unsere Route und wir müssen die Karte konsultieren, inwieweit wir noch richtig sind. An der Mangfall entlang führen uns einsame Wege bis nach Wallenburg – der Weg zweigt vor einem Übergang über die Schienen nach links hinauf ab. In Wallenburg findet sich eine große, schlossähnliche Anlage, bei der leider nicht ersichtlich ist, als was sie genutzt wird. Wir überqueren die Bundesstraße Weyern-Miesbach und kommen gleich darauf zur Bundesstraße Miesbach-Irschenberg. Dort einige Meter Richtung Irschenberg, bevor die Route rechts nach Frauenried abzweigt. Auch dort wieder eine schöne Dorfkirche, an der rechts vorbei der Weiterweg ins Tal geht. Nochmal rechts halten und hinauf nach Ahrain. Einige Meter Richtung Irschenberg auf der Bundesstraße und dann rechts nach Poschanger, Untermoos, Wöllkam, Irschenberg, Lanzing hinunter nach Götting und Bruckmühl.

Entfernung: ca. 55 km
Höhenmeter: ca. 800

Wegkreuz in Vagen - am GoldbachAusblick bei Bauernhof DavidSeehamerseeSeehamerseeHl. Dionysius in NeukirchenKapelle in GotzingAusblick vom TaubenbergAusblick vom Taubenberghaus

Die diesjährige Konzertreihe von “Kultur im Park” in Bad Aibling sollte heute mit der Band “Die CubaBoarischen” zu Ende gehen. Nach mehreren Konzerten, die wetterbedingt im Kursaal stattfinden mussten, konnte die Veranstaltung im Freien stattfinden, d.h. im Musikpavillon. (weiterlesen …)

Wieder ein Superkonzert am Freitagabend im Kursaal in Bad Aibling: Diesmal die Panzerknacker mit ihren fetzigen Songs – von den Beatles über die Rolling Stones, Eric Clapton, Red Hot Chili Peppers und vielen anderen. (weiterlesen …)

Das Wetter ist zwar nicht besonders gut vorhergesagt – Schneefall bis 1.400 m, aber hier in Bruckmühl wird der Himmel immer heller. Deshalb beschließen wir eine Wanderung in den Bergen zu machen.

Eine Tour in der Nähe ist schnell gefunden: Pyramidenspitze im Zahmen Kaiser.

Über die Autobahn erreichen wir schnell Walchsee. Von Durchholzen/Walchsee über die Großpoltneralm und die Winkelalm wandern wir hinauf auf die Pyramidenspitze, 1.999 m. Der Abstieg nach Süden führt uns zur Kaiserquelle. Dann nehmen wir den Höhenweg 811 zu den Niedermoosen-Almen, 1.383 m, und wenden uns dort wieder nach Norden mit einem Aufstieg über 200 Höhenmeter zum Heubergsattel. Über die Jöchlalm gelangen wir zurück zum Ausgangspunkt. Das Wetter besserte sich permanent, nur der Anstieg im Klettersteig zur Pyramidenspitze war in einer Wolke verhangen. Die Brotzeit am Gipfel fiel aufgrund der niedrigen Temperatur sehr kurz aus.

Es wurde eine lange, relativ einsame, aber abwechslungsreiche Tour, mit einem kleinen Klettersteig hinauf zum Gipfel.

Zeit: 6-8 Stunden

Blick von Großpoltneralm auf Rosskaiser  Weg auf Pyramidenspitze Gipfel der Pyramidenspitze Blick von der Pyramidenspitze ins Inntal Richtung Kufstein Blick auf Wilden Kaiser Blick auf Wilden Kaiser Blick auf Niedermoosen-Almen Weg Richtung Heubergjoch Blick auf WW 811 Richtung Wilder Kaiser Nordseite Kamm vor Jöchlalm Jöchlalm mit Blick auf Anstiegsweg

Mittlerweile sind wir richtige Fans der Konzerte von “Kultur im Park”, jeden Freitag in Bad Aibling. Heute stand die Band “Out of Rosenheim” auf dem Programm. Und wieder war es ein richtiger Hochgenuß.

Band Out of Rosenheim

Soul, Funk und Jazz vom Feinsten gaben die Musiker zum Besten. Die Stimmen der Sänger kamen ganz besonders gut in den Balladen zum Ausdruck.

Jelena Lovric – Gesang
Theo Busch – Gesang und Saxophon
Roland Rost – Keyboard
Mathias Hof – Bass
Knud Mensing – Gitarre
Ravi Pagnamenta – Percussion
Jochen Enthammer – Schlagzeug

Jelena Lovric Theo Busch Roland Rost Mathias Hof und Knud Mensing Ravi Pagnamenta und Jochen Enthammer Jochen Enthammer Tanzwütige Kleine Zuhörer

Die Zuschauer im vollen Kursaal waren begeistert und verlangten natürlich noch eine Zugabe.


Größere Kartenansicht

Bei herrlichem Wetter mit dem Mountain Bike über Irschenberg nach Miesbach, entlang der Schlierach nach Agatharied, Hausham und Schliersee. Weiter über den Schliersee-Rundweg nach Fischhausen. Dort kurze Schwimmpause und Weiterfahrt nach Josefsthal. Vorbei an den Tennisplätzen zur Spitzingseestraße. Diese überqueren wir und fahren die Schotterstraße parallel zur Autostraße nach Aurach. Dem dortigen Biergarten können wir nicht widerstehen – die Portionen sind riesig und sie bieten eine Auswahl an verschiedenen Schorles (Erdbeer-, Orange-, Rhabarber-). Mit vollen Bäuchen steigen wir auf die Fahrräder und fahren mit herrlichen Ausblicken auf Wendelstein und Breitenstein durchs Leitzachtal. Wie geplant kommen wir in Hundham wieder auf die Bundesstraße, biegen gleich nach rechts Richtung Au und Bad Aibling ab und fahren am höchsten Punkt weiter Richtung Hocheck. Auch dort verlassen wir wieder die Teerstraße und fahren weiter nach Süden zur Rastkapelle mit herrlicher Aussicht und dem Bauernhof Altenburg. Schnell ist Au erreicht und auf bekannter Route geht es zurück nach Hause.

Distanz: 55 km
Tipp: unbedingt Badehose einpacken, am Schliersee gibt es mehrere schöne Badestellen

Von Götting startend lässt es sich entlang der Mangfall nach Bad Aibling, Kolbermoor und Rosenheim radeln. Immer in unmittelbarer Nähe zum Fluß, auf Schotter- oder Teerstraßen, die fast immer ohne Autoverkehr sind, gut beschildert als Radweg Mangfall. In Rosenheim hat man dann die Qual der Wahl: nach Wasserburg, nach Kufstein, Happinger Seen oder einfach in die Stadt. Wir fahren über die Kunstmühle zu den Happinger Seen. Diese sind hervorragend geeignet für einen Schwimmausflug. Wir fahren aber weiter auf den Radwegen nach Raubling. Dort schlagen wir uns auf normalen Autostraßen, z.T. mit Radweg nach Großholzhausen, dann auf beschilderten autofreien Radwegen nach Kleinholzhausen, Feilnbach, Au/Bad Aibling, Berbling und Götting.

Dauer: 2 - 3 Stunden
Distanz: 55 km

Routenbeschreibung

Und wieder waren wir auf einem Konzert bei “Kultur im Park” in Bad Aibling. Bei herrlichstem Wetter war der Park voller Menschen: vor der Bühne, im Cafe, auf der Wiese. Unglaubliche Stimmung. Auch der Verkauf von Getränken lief auf Hochtouren.

Für beste Unterhaltung sorgte die 8-köpfige Gruppe “El Reto”, die Salsa & Merengue-Rhythmen zum besten gab. Eine sehr junge Gruppe um den Münchner Sänger, Komponisten und Posaunisten Reto Brehm, der durch 2 weitere Posaunistinnen, Sängerin, Keyboarder, Gitarristen, Schlagzeuger und Trommler verstärkt wurde.

Schade, dass sie um Punkt 21.30 Uhr Schluß machen mussten. Selbst einige Salsa-Tänzer konnten auf der Tanzfläche gesichtet werden. Hat großen Spaß gemacht, Musik hat Lust gemacht auf mehr. Angenehme Lautstärke, die es erlaubten, sogar die Texte zu verstehen.

Wieder einmal haben wir jede Menge Termine – nicht persönliche, sondern das kulturelle Angebot in Bad Aibling ist einfach zu verführerisch.

Wölfi will zudem den Seehamer See kennenlernen. Statt der normalen Teerstraße nehmen wir hinter Graßau einen Schotterweg, der von der Straße links abzweigt und an einem Schuppen beginnt. Einsame Hochebenen und Höfe sind der Dank für die zusätzlichen Mühen. Auf diese Weise kommen wir zum Bäck, nach Pfisterer und nach Reichersdorf. Vor Kleinseeham nehmen wir den Forstweg direkt zum See. Alles Vogelschutzgebiet. Der See scheint voller Schwärme an Fischen zu sein. Wir staunen ob dieser Fülle. Wir nehmen den Weg entlang des Sees über Großseeham und auf der normalen Straße nach Vagen und zurück nach Götting. Ca. 30 km, wenig Verkehr.

Die Zeit reicht gerade für eine kurze Vesper und schon sitzen wir wieder auf dem Fahrrad, um nach Bad Aibling zu fahren. Dort bieten sie heute im Kurpark Tango und lateinamerikanische Musik von “Des Duos Instrumental Tandem”. Relativ wenig Leute, die Musiker mit Akkordeon und Gitarre sind ausgezeichnet, wenngleich die Zuschauer um größere Lautstärke bitten. Gott sei Dank bleiben die Musiker bei ihrem Klang. Leider hängen bereits dicke Gewitterwolken über uns und nach knapp einer Stunde beginnt es zu regnen. Aber anscheinend passt es zum Ende des Konzerts. Wir beenden diesen herrlichen Tag mit Kaffee und Kuchen in der Alten Meierei.

Wegbeschreibung:

Start in Götting, vor der Bäckerei rechts Richtung Irschenberg. Nach 200 m bei Heuschober nach rechts auf Schotterweg bis Unterleiten, unter Autostraße Irschenberg-Bruckmühl nach Oberleiten und weiter hinauf nach Sonnenhub. Auf geteerten Straßen nach Reiter, Hackling, Riedberg, Niederhasling, Gasthof Au, Esterndorf, Holzolling, Naring bis Westerham.

  Niederhasling - Bauernhof  Wasserleitung  Esterndorf

In Westerham über die Mangfall und gleich wieder links an der Mangfall entlang. Rechts daneben verläuft Eisenbahnstrecke. Kommen bei Gänsefarm in Niederaltenburg heraus – dort ist ein altes, herrschaftliches Fabrikgelände zur Herstellung von Daunenbetten. 

 Gänsefarm in Niederaltenburg  Gänsefarm Niederaltenburg  Gänsefarm Niederaltenburg

Wir finden den Wanderweg entlang der Mangfall nicht und fahren deshalb hinauf nach Kleinhöhenkirchen. Dort biegen wir rechts ab Richtung Grub, überqueren über eine Brücke die Mangfall und biegen gleich danach links in den Wander- und Radlweg, eine Schotterstraße. An der nächsten Abzweigung biegen wir nach rechts ab, um zur Rohrbrücke, einem Äquadukt, zu gelangen. Wir kehren wieder um bis zur Abzweigung und fahren am kleinen Weiher hinauf Richtung Hohendilching.

  Mangfall - Brücke bei Grub  Äquadukt - Rohrleitung bei Grub  Weiher bei Grub

Unterwegs begegnet uns eine Karawane von Kamelen mit Touristen. An der Kirche vorbei geht es wieder hinunter ins Tal zur Anderlmühle. Dort stoßen wir auf ein Anwesen mit riesigen Metallskulpturen. Auf dem Hof des Nachbarn entdecken wir auch noch einen Bulldog von 1950.

Kameltrecking im Mangfalltal  Metallskulpturen in Anderlmühle  Metallskulpturen Anderlmühle  Bulldog Baujahr 1950

Danach Pfad zur Aumühle. Dort stoßen wir wieder auf eine Teerstraße und in Serpentinen geht es hinauf nach Grabenstoff und Sonderdilching. Wir biegen zuerst rechts ab und fahren den beschilderten Radrundweg in umgekehrter Richtung über Mittenkirchen nach Naring. Links hinunter fast bis zum Gasthof Goldenes Tal -dort hatten wir zu Mittag gegessen – rechts vorher zweigt Weg Richtung Mangfall ab. Gut fahrbarer Schotterweg. Plötzlich stehen wir einer großen Herde Langhornrinder gegenüber. Die kleinen sehen aus wie Teddybären. Sie sind sehr neugierig und haben überhaupt keine Scheu vor uns. 

LanghornrinderLanghornrinderLanghornrinderLanghornrinderLanghornrinderLanghornrind-Mutter und KindLanghornrind - Mutter mit KindLanghornrind-Baby

Nur schwer können wir uns von diesen trolligen Kerlen trennen. Bei der Weiterfahrt ist die Mangfall durch das Flussbett zu überqueren – also Schuhe aus. Auf der anderen Seite wird der Schotterweg zunehmend steiler und rutschiger. Zuerst reiner Kiefernwald, später Mischwald, Weg sehr batzig. An Route 16 halten (größtenteils beschildert). Auf Hochebene geht der Weg in einen Wiesenweg über und mündet beim Bauernhof Pfeiffer in eine Teerstraße. Vorbei an 2 Wassertanks mündet die Straße in eine größere beim Bergbauer. Links halten nach Stolzenberg und an der nächsten Kreuzung nochmals nach links. Bald geht es hinab nach Vagen und von dort zurück nach Götting.

Gesamteindruck:

Sehr abwechslungsreiche und fotogene Landschaft mit herrlichen Überraschungen. Etliche Gelegenheiten, an der Mangfall Pause zu machen. Regelmäßig Biergärten auf der Strecke. Bergig mit mehreren steilen Anstiegen. Nur mit MTB machbar, da immer wieder Schotter und auch Trialstrecken.

Gesamtfahrzeit:

3-4 Stunden, ca. 44 km, 550 Höhenmeter

Tourenbeschreibung

Karte: Kompass Nr. 181 Rosenheim

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