Fr 2 Apr 2010
Skitouren im Ultental
Gebloggt von Angela unter Skitouren
Freitag, 2. April: Hohe Warte, 2.687 m
Auf der Fahrt ins Ultental legen wir hinter dem Brenner einen Zwischenstopp in Navis ein, um von dort mit den Skiern auf die Hohe Warte in den Tuxer Alpen zu gehen. Es hat frisch geschneit und das Wetter verspricht, sonnig zu werden. Auf der Suche nach einem Parkplatz werden gleich 2 Autos am Wegesrand “versenkt” – die Ausbuddelarbeit verschieben wir aber auf unsere Rückkehr.
Wir folgen dem Forstweg in das Weihrichtal. Unterhalb der Stoffenalm geht es dann steil bergauf. Hier heißt es aufpassen, um keine Lawinen los zu treten, aber Peter spurt geschickt hinauf zur Scharte, bei den Einheimischen als Silbersattel, 2.398 m, bezeichnet. Die Gruppe ist fast komplett über den Anstieg verteilt, da wir mit Abstand gehen.
Peter eilt gleich nach Erreichen der Scharte weiter und spurt entlang des Grats. Immer wieder wechselt er wegen der Steilheit und vorhandener Wächten die Seiten. Wir folgen langsam. Etwa 50 Höhenmeter unterhalb des Gipfels drehen wir um, da es immer wärmer wird und Günter die “Zeit davonläuft”, d.h. die Sonneneinstrahlung könnte die Lawinengefahr erhöhen.
Herrliche Pulverschneehänge entschädigen uns für das entgangene Gipfelglück – nur Peter und Klaus sind ganz oben gewesen. Am Parkplatz zurück können sich alle beim Schieben, Schaufeln und G’scheid-Daherreden austoben, bis endlich alle Autos wieder auf der Straße stehen.
Weiter geht es über Meran und eine lange Fahrt durchs Ultental zu unserer Unterkunft in St. Gertraud.
Tourenbeschreibung, ca. 1.000 Hm
Samstag, 3. April: Hintere Eggenspitze, 3.443 m
Vom Quartier aus fahren wir hinauf zum Weißbrunnsee, 1.872 m. Hier können wir parken. Hinauf geht es zum Stausee Grünsee bzw. Rifugio Canzian, 2.591 m. Kurze Rast bevor es entlang des Sees bis zu den eigentlichen Hängen unterhalb des Gipfels geht. Bald wird aber klar, dass uns der eigentliche Gipfel verwehrt bleibt – es zieht blitzartig zu und der Anstieg ist zu steil, um gefahrlos bewältigt werden zu können. Also müssen wir uns mit dem Wintergipfel begnügen.
Die Abfahrt wird wieder ein reines Vergnügen und so sind wir bereits um 13.00 Uhr am Parkplatz. Zu früh für eine Einkehr und anschließender Rückfahrt zum Quartier. Während die anderen Kaffee und Apfelstrudel bevorzugen, ziehen Peter, Klaus, Hanne und ich nochmals die Felle auf. Kurz bevor es wettermäßig “dicht machte”, haben wir herrliche Hänge gegenüber, auf “In den Wänden”, 2.763 m gesehen. Dort wollen wir hin. Leider stollen meine Felle und das Gehen ist ziemlich mühsam. Peter und Klaus sind bereits einiges voraus. Wieder wird die Sicht sehr schlecht, aber dank Hanne haben wir für 15.00 Uhr die Umkehr vereinbart. Kurz unterhalb des Gipfels kehren wir deshalb um. Zuerst entlang der Aufstiegsspur, bis wir wieder alle vollzählig sind und sich die Sicht bessert. Das Abfahren ist ein wahrer Genuss und so reuen keinen von uns die zusätzlichen Höhenmeter.
Tourenbeschreibung, Höhenmeter: 1.500 m + 800 m
Sonntag, 4. April: Ilmenspitze, 2.656 m
Das Wetter ist schlecht. Nachts hat es nass geschneit und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Aber eine Skitour geht immer, ist unser Motto! Also starten wir in St. Nikolaus und spuren hinauf zur Auerbergalm, 1.644 m. Peter und Günter legen voller Energie eine waghalsige Spur hinauf zur Seefeldalm, 2.110 m. In dieser Alm ist das oberste Fenster offen und wir steigen ein, um die klatschnasse Kleidung zu wechseln und uns für den Gipfelanstieg zu stärken. Wieder einmal ist die Sicht miserabel und so müssen wir trotz GPS die Tour kurz unterhalb des Gipfels abbrechen.
Tourenbeschreibung, ca. 1.000 Höhenmeter
Montag, 5. April: Welscherberg, 2.636 m
Strahlend blauer Himmel und Neuschnee, aber heftiger Wind. Unser heutiges Ziel ist ein “windarmer Skiberg”, der Welscherberg. Diesen können wir von St. Gertraud aus besteigen. Dieses Mal sind wir nicht alleine, sondern werden gleich am Anfang von einer größeren Gruppe überholt. Leider zwingt uns der Wind, auf die Gipfelbrotzeit zu verzichten und schnell abzufahren. Wir suchen uns einen “windfreien” Rastplatz. Aber bei diesem Wetter und dem herrlichen Schnee können wir noch nicht ganz abfahren. Stattdessen steigen Peter, Roswitha, Peter und ich noch eine Scharte hinauf, um die Pulverschneeabfahrten zu verlängern
Höhenmeter: 1.360 m + 150 m
Diese herrlichen Skitage lassen wir in einem Cafe in der Sonne sitzend bei Cappucchino und Kuchen ausklingen.
Teilnehmer: Peter, Klaus, Trixi, Günter, Trixi, Franz, Peter, Heinz, Gunnar, Doreen, Roswitha, Georg, Sabine, Hanne
Unterkunft Außerbach, bei Fam. Meinhard Breitenberger, St. Gertraud, Tel. 0039 0473 798038, breitenberger.m@rolmail.net, Zimmer mit Frühstück ca. 21 €, auch Ferienappartement möglich
