Fr 19 Mrz 2010
Skitouren rund um Toblach
Gebloggt von Angela unter Skitouren
Freitag, 19. März: Sextener Stein
Hanne und ich fahren früh ins Pustertal und von dort ins Fischleintal bis zum Dolomitenhof, ca. 1.500 m. Dort ist mit dem Auto Endstation. Wir schnallen unsere Skier an und laufen bei herrlichem Wetter bis zur Talschlusshütte, 1.526 m. Andere nehmen den bequemeren Weg und lassen sich pelzbekleidet und zigarrenrauchend mit dem pferdeziehenden Schlitten dorthin fahren.
Von der Hütte geht es Richtung Drei-Zinnenhütte hinauf zum Sextener Stein, 2.539 m. Von dort aus haben wir eine großartige Aussicht und können die Frühlingssonne genießen. Einen Schlenker zum Toblacher Knoten brechen wir ab. Die Lawinenstufe ist zurecht mindestens “erheblich”. Wir fahren daher entlang der Aufstiegsspur hinunter – immer wieder versinken wir plötzlich im Schnee, Pulver und Harsch wechseln sich permanent ab. Aber das Gelände und die Aussicht sind grandios. Ein Einkehrschwung führt uns in die Talschlusshütte, auf der wir bis zum letzten Sonnenstrahl das Panorama und die Wärme genießen.
Ca. 1.000 Höhenmeter
Gleich hinter Toblach, in Wahlen, sind wir im Gästehaus Peter Kiebacher (Tel. 0474/979066) untergebracht, das von ihm und seiner Frau bewirtschaftet wird. Dieses ist eine einfache, nette und billige Unterkunft mit reichhaltigem Frühstück. Die beiden sind unglaublich rüstig, obwohl sie wohl zwischen 75 und 80 Jahre alt sind, und sie haben große alpine Erfahrung und geben uns so manchen wertvollen Tipp.
Beim Gostner, oberhalb von Wahlen, empfängt uns als einzige Gäste die Wirtin mit Lockenwicklern, kocht eigens für uns und erzählt uns als Draufgabe noch ihre Lebensgeschichte. Zurück in der Unterkunft treffen wir auf die restlichen Teilnehmer unserer Gruppe vom Skiclub Aising-Pang.
Samstag, 20. März: Ponte Lasto de Formin
Wir fahren über Cortina d’Ampezzo Richtung Falzaregopass und nehmen dann die Abzweigung zum Giaupass. Hier zweigt auf einer Höhe von etwa 1.500 m der Wanderweg 434 ab, der sich entlang dem Fal de Formin hinaufzieht bis zum Gipfel des Ponte Lasto de Formin, 2.657 m. Das Wetter ist recht gut und ebenso die Schneeverhältnisse. Daher beschließen wir nach kurzer Diskussion Richtung Südosten nach Forc Ambrizzola abzufahren. Diese 250 Höhenmeter lohnen sich, da die Abfahrtsbedingungen herrlich sind. Wir stiegen diese wieder auf zum Forc de Formin und fahren entlang der Aufstiegsroute ab. Hier stecken wir immer wieder in tiefem Schnee fest.
Zum Abschluss noch ein teurer Cappuccino mitten in Cortina, Einkaufsbummel in Toblach, für mich noch Fotografieren und Langlaufen auf der Loipe Toblach-Cortina (ca. 18 km) und Abendessen in der Pizzeria direkt an der Hauptstraße kurz vor Toblach.
Ca. 1.500 Höhenmeter
Sonntag, 21. März: Hochkreuz im Gsiesertal
Von Bruneck aus fahren wir ins Gsiesertal bis zur dortigen Talschlusshütte. Das Wetter ist trübe, die Temperaturen hoch. Beim Anschnallen der Skier hält ein Einheimischer und mahnt uns eindringlich, dass die Lawinengefahr sehr hoch ist und es nicht durchgefroren hat. Er empfiehlt uns daher, auf das Hochkreuz, 2.734 m, zu steigen.
Anfangs geht es über eine Forststraße hinauf bis wir in Sichtweite des Almgeländes kommen. Dort wird das Spuren anstrengend. Aber Peter und Günter kämpfen sich durch den tiefen Sulzschnee. Leider wird die Sicht immer schlechter und so brechen wir die Tour etwa 100 Höhenmeter unter dem Gipfel ab.
Das Abfahren wird alles andere als ein Vergnügen. Entweder man steckt in betonschwerem Sulzschnee fest, fährt in irgendeine Grube oder bekommt in einer anderen Abfahrtsspur eine höllische Geschwindigkeit. Wir sind sehr froh, ohne Unfälle und Verletzungen das Auto wieder zu erreichen.
Ca. 1.000 Höhenmeter
Teilnehmer:
Peter, Klaus, Günter, Bernd, Rupert, Peter, Roswitha, Doreen, Hanne, Michi, Volker
