Samstag, 13. März

Lange schon geplant ist es, das Skitourengebiet rund um die Sesvennahütte kennen zu lernen. Die Hütte liegt in unmittelbarer Nähe zur beeindruckenden Uina-Schlucht, die mir von einem früheren Alpencross in guter Erinnerung geblieben ist.

Bei herrlichem Wetter starten Ralf, Tom, Christian, Karl und ich am Ausgangspunkt Schlinig, 1.735 m im Vinschgau. Die Sesvennahütte, 2.258 m, ist von dort aus in 1 1/2 Stunden zu erreichen. Vorbei geht es zuerst an einer herrlich gespurten Loipe, die etliche Langläufer zum Training nutzen (Tageskarte 5 Euro). Unterhalb der Hütte ist ein gewaltiger Felsabbruch, der über einen kleinen Einschnitt mit Seilhilfe bewältigt werden kann.

SchlinigLoipe Langlaufzentrum SchlinigWeg zur SesvennahütteWeg zur SesvennahütteAbbruch unterhalb SesvennahütteAbbruch unterhalb SesvennahütteSeilhilfeBergwelt der Sesvennahütte

Die Hütte ist bald erreicht. Nach einer kurzen Brotzeit und Bezug des Lagers schnallen wir unsere Skier wieder an, um noch die Rassasspitze, 2.941 m zu erklimmen. Der Wind ist teilweise empfindlich kalt, doch die Aussicht umso phantastischer. Der Aufstieg verläuft über den Grat, die letzten Meter zum Gipfel erreichen wir zu Fuß.

sesvenna0017.JPGAufstieg RassasspitzeAufstieg RassasspitzeRassasspitze - Gipfel

Ca. 1.300 Hm

Sonntag, 14. März

Der Namensgeber der Hütte, der Piz Sesvenna, 3.204 m hoch, ist unser heutiges Ziel. Direkt hinter der Hütte geht es über mehrere Hänge hinauf zur Sesvennascharte. Dort oben fahren wir einige Höhenmeter ab in eine Mulde, um von hier aus den letzten Hang zum Skidepot zu überwinden. Über einen felsigen, teilweise ausgesetzten Gipfelgrat gelangen wir – ohne Ski – zum Gipfel.

SesvennahütteAufstieg zum Piz SesvennaAufstieg zum Piz SesvennaSesvennascharteBlick auf Piz SesvennaAbfahrt in Mulde unterhalb Piz SesvennaPiz Sesvenna - GipfelBlick vom Piz Sesvenna

Es ist erst Mittag, herrlichstes Wetter und gute Abfahrtsbedingungen. Da können wir noch nicht zurück zur Hütte! Also fahren wir ab Richtung Alp Sesvenna und genießen es, unsere Spuren durch den Pulverschnee legen zu können. Auf ca. 2.600 m Höhe legen wir die Felle wieder an und steigen hinauf zum Schadler, 2.948 m. Von diesem Gipfel aus könnte man eine richtige Gipfelsammlung beginnen, aber wir entscheiden uns zur Abfahrt Richtung Hütte. Bevor wir uns auf die Schrägfahrt zur Hütte machen, können wir nicht widerstehen und steigen nochmals hinauf Richtung Sesvennascharte. Einige herrliche Pulverschneeabfahrten sind der Lohn für die Aufstiegsmühen.

Von der Abfahrt zum Aufstieg auf den SchadlerBehelmter Karl am Gipfel des SchadlerAbfahrtsfreuden

Ca. 1.800 m

Montag, 15. März

Der Wirt hat uns einen besonderen Tipp gegeben: Vom Ausstiegspunkt der Uinaschlucht hinauf zum Piz Cristanas, 3.092 m. Das Wetter ist zwar nicht ganz so gut wie die Tage vorher – vor allem die Sicht. Aber wir wollen es zumindest probieren. Der Weg ist nicht einfach zu finden, die wenigen vorhandenen Spuren meistens zugeweht, aber Ralf findet eine Möglichkeit durch die vielen Schluchten und Mulden hinauf zur Cristanasscharte, 2.853 m. Dort angekommen, legen wir die Harscheisen an, um auf dem stark verblasenen Gipfelgrat die restlichen 200 Höhenmeter zum Gipfel zurückzulegen.

Aufstieg zum Piz CristanasAufstieg zum Piz CristanasAufstieg zum Piz CristanasAufstieg zum Piz CristanasBlick Richtung UinaschluchtAufstieg zum Piz CristanasUnterhalb CristanasschartePiz Cristanas - Gipfel

Die Abfahrt legen wir sehr schnell zurück, wobei die Sicht immer schlechter wird. Auf der Hütte packen wir noch unsere letzten Sachen ein und fahren dann hinunter zum Parkplatz in Schlinig, den wir gegen 14.00 Uhr erreichen.

Ca. 1.300 m

Informationen:

Skitourenführer Sesvennagebiet

Skitoureneldorado Sesvenna