Anläßlich der 1200-Jahr-Feier von Götting gibt Wolfgang Ambros im Göttinger Bierzelt ein Konzert. Schon lange habe ich dafür Karten für 30 Euro pro Stück gekauft – Stehplatz! Über den Sportverein hätte ich sie billiger beziehen können, aber davon hat R. D. nichts verlauten lassen und wenn wir eine Aufgabe übernommen hätten, wie Security oder Bierausschank hätten wir dem Konzert auch kostenlos folgen können. Aber diese Möglichkeit wurde zu spät kommuniziert.

Bereits ab 18.00 Uhr fahren die ersten PKWs auf den Parkplatz. Dabei beginnt das Konzert erst um 21.00 Uhr.Wir sind kurz vorher da. Der Geräuschpegel ist bereits beträchtlich – anscheinend schreien sich die Leute gegenseitig an. Das Zelt ist ziemlich voll. W. stellt sich ganz vorne auf. Ich kriege dort Platzangst und verziehe mich vor das Mischpult.

Und dann geht es los: Mit einem unglaublichen Lärmpegel, Gekreische weiblicher Fans und durchdringendem Gepfeiffe der männlichen Fans wird dieses Konzert für mich zu einem Albtraum. Meine Ohren machen bald dicht und ich kann nichts mehr wirklich hören, sondern empfinde nur noch Schmerzen aufgrund des Lärms. Von den guten Texten ist nichts zu verstehen und die Musik als solche nicht wahrnehmbar. Das war eine Zumutung und alles andere als ein Genuß. Für mich heißt es, nie mehr wieder!