Do 2 Jul 2009
Kopenhagen
Gebloggt von Angela unter Reisen
Wie jedes Jahr treffen wir “Mädels” des HSG-Studiengangs MBE5 uns in einer europäischen Großstadt. Dieses Mal ist unser Ziel Kopenhagen, Dänemark.
Mit Wölfi fahre ich bereits einige Tage früher mit dem Auto los. Wir wollen noch die Stätten seiner Kindheit besuchen und etwas von dem für uns unbekannten Norddeutschland kennen lernen.
Bei dieser Reise entdecken wir in Borken ein fotogenes Bergwerksmuseum mit den alten Gerätschaften, das offenbar von den ehemaligen Bergwerksleuten gepflegt wird.
Nachdem wir das für Wölfi fast nicht wieder zuerkennende Städtchen Borken – dort ist er in die Volks- und Mittelschule gegangen – besichtigt haben, geht es weiter an die Ostsee. Die Unterkünfte dort sind ziemlich teuer. Wir fahren deshalb mit unserem “Luxus-Campmobil” zu einem Campingplatz in Neustadt. Am nächsten Morgen geht es weiter über die Brücke auf die Insel Fehmarn. Burg Fehmarn ist ein Touristenort mit vielen netten Lokalen – wir essen dort vorzüglichen Matjes zu Mittag. In der Nähe suchen wir uns am Strand einen Campingplatz. Von dort aus erkunden wir die Insel mit dem Fahrrad. Am nächsten Morgen setzen wir mit der Fähre nach Dänemark über.
Bald gelangen wir nach Kobe, einer bilderbuchmäßigen dänischen Kleinstadt.
Von dort ist es nicht mehr weit nach Kopenhagen und unser Hotel Fox, Jarmers Plads 3, mitten in der Stadt ist schnell gefunden. Es ist ein Designerhotel – jeder Raum anders gestaltet – leider schon etwas in die Jahre gekommen, aber relativ preiswert und eben zentral in Kopenhagen gelegen.
Von dort geht es zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Attraktionen der Stadt. Besser würde sich das Fahrrad eignen, aber die anderen Mädels haben leider keines dabei.
Nach so vielen Eindrücken heißt es Abschied nehmen – die anderen fliegen wieder nach Hause, während Wölfi und ich mit dem Auto zuerst nach Westen und dann nach Süden fahren wollen.
Bevor wir über die Brücke Korsor fahren, machen wir noch einen kleinen Stopp in Roskilde und laufen die Einkaufsstraße entlang. Nach der Brücke, die übrigens genauso teuer ist wie die Fähre, endet unsere Landkarte. Aber wir denken, kein Problem, noch ein wenig nach Westen und dann nach Süden. Gesagt, getan. Aber irgendwann kommen Zweifel auf, nachdem sämtliche Wegweiser nur noch auf Fähren führen. Ein paar nette Dänen erklären uns, dass wir auf einer Halbinsel sind und am besten einen Teil zurückfahren, um dann mit der Fähre in Bojden nach Fynshav, und damit endgültig aufs Festland, überzusetzen. Was bleibt uns anderes übrig! Aber dieser Irrweg führt uns zufällig nach Faaborg. Und dieses Städtchen entpuppt sich als wahres Schmankerl für Fotografen.
Als wir Flensburg erreichen, ist es bereits Nacht. Ich bin sehr müde und so schlagen wir uns irgendwann in der Nähe der Autobahn bei Göttingen in die Büsche. Erst am nächsten Morgen entdecken wir, dass wir in einer Allee voller Kirschbäume genächtigt haben. Die Bäume scheinen nicht abgepflückt zu werden, die meisten Kirschen sind bereits sehr reif. Was bleibt uns da übrig, als eine Tüte dieser herrlichen Früchte mitzunehmen, bevor wir die Heimfahrt durch strömenden Regen antreten?
