Nach langer Vorbereitung durch Andre und Lothar sowie hartnäckigem Warten auf gutes Wetter hat es doch noch geklappt. Gemeinsam mit Dirk fahren wir mit Andres Auto – er hat einen Gepäckträger auf seiner Anhängerkupplung für 4 Räder – nach Chur, bzw. Valendas. Hier finden wir Unterkunft in Valendas, bei Schlaf im Stroh.

Abfahrt in MünchenLandschaft bei ValendasLandschaft bei ValendasSchlafen im Stroh

1. Tag, Donnerstag, 11.06.2009:

Donnerstag früh regnet es. Also lassen wir uns Zeit mit dem Frühstück, bevor wir mit dem Auto zurück nach Bonaduz fahren. Einen Parkplatz finden wir am Bahnhof. Dort stoßen wir auch gleich auf unsere letzten Mitradler, Ilse und Adi.

Der Straße entlang geht es die erste Zeit meist  flach ansteigend mit einigen stärkeren Steigungen zur Via Mala bis nach Zillis. In Zillis unterbrechen wir unsere Fahrt, um die dortige Kirche mit den weltberühmten Holzvertäfelungen an der Decke zu besichtigen. Weiter nach Splügen. Dort gönne ich mir eine Brotzeitpause. Von Lothar, der Zillis bereits kannte, weiterhin keine Spur. In Hinterrhein geht es hinauf den San Bernardino. In dem dortigen See schwimmen noch Eisschollen. Ich mache länger Pause, warte auf die Anderen – die nicht kommen, mache Fotos. Allmählich wird mir zu kalt und ich fahre den Bernhardino auf herrlicher Straße hinunter. Nach Bellinzona zieht es sich doch noch hin. Aber um 15.00 Uhr bin ich am Bahnhof, und erkundschafte den Weg zur Jugendherberge. Dort checke ich ein, dusche ausgiebig und erkunde die Innenstadt von Bellinzona.

Als ich zurück in der Jugi um 18.00 Uhr bin, sind die Anderen bis auf Lothar angekommen. Sie erreichten die Passhöhe etwa 1 1/2 Stunden später. Irgendwann taucht auch Lothar auf, der sich gleich am Anfang in Zillis verfahren hat und auf diese Weise immer hinter uns war. In einer Pizzeria in der Stadtmitte stärken wir uns ausgiebig für den nächsten Tag. Die Jugi liegt direkt an der Bahnstrecke nach Mailand und so fahren alle 15 Minuten Züge unterhalb unseres Fensters vorbei. Dank Ohropax kann ich schließlich aber einschlafen.

114 km, 1.720 Höhenmeter

Start in BonaduzVorbei an steinerner KircheVia MalaKirche in ZillisDecke in ZillisOrtsdurchfahrtBlumenweise bei SplügenSt. Bernhard PasshöheSt. Bernhard PasshöheBlick zurück zum San BernhardinoBurg bei der Abfahrt nach BellinzonaJugendherberge in Bellinzona

2. Tag, Freitag, 12.06.2009:

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit Müsli starte ich vor den anderen und irre durch Bellinzona, bevor ich den Weg nach Castione finde. Von dort geht es immer der Landstraße entlang neben der Autobahn und der Zugstrecke über Biasca bis Airolo. Die Suche nach der dortigen Unterkunft gestaltet sich etwas schwierig, nachdem die Befragten im Restaurant Christallino am Bahnhof extrem unfreundlich sind. Aber schließlich finde ich es doch und kann mein Gepäck – ich fahre mit Rucksack, Lenker- und Satteltasche – dort deponieren.

Nach einem kurzen Imbiss nehme ich den San Gotthard in Angriff. Nach einer guten Stunde bin ich oben am Hospiz und fahre vorbei an riesigen Schneewänden. Am Hospiz treffe ich einige Skitourengeher, die mir erzählen, dass man von der Passhöhe aus noch gute 1.000 Höhenmeter höhere Gipfel machen kann.

Abendessen in der Unterkunft Auberge Girasole als Menü mit Salat, Nudeln und Hühnerfleisch, Eis. Wir unterhalten uns lange mit einem Wanderer, der mit 20 kg Gepäck einschließlich Zelt 3 Wochen durch die Berge maschiert. Außer uns ist noch eine riesige Gruppe Motorradfahrer (mind. 23) hier untergebracht.

94 km, ca. 1.700 Höhenmeter

BrückenkonstruktionZwischen Bellinzona und AiroloSchluchten auf der FahrtStart zum St. GotthardpassBlick Richtung NuefenenpassSan Gotthard PasshöheSchneetunnel am San GotthardBlick nach Airolo

3. Tag, Samstag, 13.06.2009:

Früh starte ich, da ich eine “Königsetappe” vorhabe:

Zuerst geht es den Nuefenenpass hinauf. Noch wenige Motorradfahrer, die ersten Radler, wieder riesige Schneewände. Hinunter nach Ulrichen und nach Oberwald. Hier steigt die Straße wieder an, der Verkehr nimmt zu, v.a. Motorräder. Trotzdem kann ich der Versuchung nicht widerstehen, hinauf zur Grimselpasshöhe zu fahren – die Serpentinen sind sehr verlockend. Dort oben treffe ich einen Radler, der mich neugierig ausfrägt und voller Bewunderung ob meiner geplanten Tour ist. Aber ich will weiter, gegenüber lockt der Furkapass! In Gletsch ist die Hölle los, auch ich esse etwas, bevor es wieder bergauf geht. Aber in weniger als 1 Stunde sind die 900 Höhenmeter überwunden. Pause, Fotos, Abfahrt nach Realp. Unterwegs kommen mir Adi, Dirk und Andre entgegen, die über den Gotthardpass gefahren sind. Ein Schneefeld hat sich den Gang gelöst und versperrt nun die Hälfte der Straße. In Realp treffe ich Ilse und wir gönnen uns Cafe und Kuchen, bevor wir endgültig nach Hospental in die dortige Jugendherberge fahren.

86 km, ca. 3.200 Höhenmeter

Auffahrt NuefenenpasPasshöhe NuefenenpassNuefenenpassAbfahrt NuefenenpassAbfahrt nach UlrichenFahrt nach OberwaldBlick zum GrimselpassBlick zum GrimselpassWeggabelung Grimsel und FurkaGrimselpass - Blick zurückKirchlein in GletschFurkapassAbfahrt FurkapassFurkapass - Blick zurückAbfahrt FurkapassHospental mit Blick auf OberalppassWirtshaus in HospentalAlte Brücke in HospentalLandschaft Hospental

4. Tag, Sonntag, 14.06.2009:

Nach Frühstück Weiterfahrt nach Andermatt und den Oberalppass hinauf. Dort Cafe und allgemeine Wartestation.  Abfahrt nach Disentis, Illanz. Nochmals hinauf nach Valendas und schließlich zum Auto nach Bonaduz.

86 km, ca. 800 Höhenmeter

Auffahrt OberalpOberalpOberalpOberalpKlosterkirche in DisentisKlosterkirche in DisentisLothar an SteilstückZwischen Valendas und Bonaduz

Insgesamt: 380 km, 7.500 Höhenmeter


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