Es schneit und die Lawinenstufe ist mittlerweile mindestens 3. Und vor allem ist der Schnee unglaublich tief. Also gilt es eine Tour zu finden, wo wir nicht selbst spuren müssen. Die Entscheidung fällt auf den Hüttenanstieg zur Priener Hütte unterhalb des Geigelsteins.

Wir haben richtig kalkuliert: Damit überhaupt Gäste kommen, ist der Wirt mit seiner Schneekatze gefahren. Darin lässt sich bequem gehen. Eine eigene Spur zu legen, hat keinen Sinn. Der Schnee ist grundlos und man kommt nicht voran. Aber schließlich erreichen wir die Hütte und freuen uns auf eine warme Stube und etwas zum Essen und Trinken. Leider scheint die Wirtin nicht besonders guter Laune zu sein, zumal als sie meine Thermoskanne und mein Brot erblickt. Sie meint, ich habe mich damit in einen separaten Raum zurückzuziehen und außerdem Vespergeld zu bezahlen. Dabei steht ausdrücklich eine Tafel vor der Hütte, dass DAV-Mitglieder Selbstmitgebrachtes verzehren dürfen – ohne zusätzliche Bedingungen. Aufgrund von so viel Freundlichkeit vergeht mir die Lust, dort wie beabsichtigt irgendetwas zu verköstigen. Zumal ihre dauernden (An-)Klagen reichlich unbegründet sind: Die Hütte ist gut besucht, besonders für dieses Wetter, und alle schlagen kräftig zu.

Nun also an die Abfahrt. Wir sind richtig gierig, diesen herrlichen Pulverschnee zu befahren. Doch sehr schnell erkennen wir, dass dies nicht möglich ist: Der Schnee ist so tief, dass man sofort darin stecken bleibt. In steilere Hänge zu fahren, ist extrem lawinengefährlich. Also bleibt nur die Abfahrt in der Spur der Schneekatze. Hierbei gilt es allerdings vorsichtig zu sein, da viele Rodelbegeisterte und Schneeschuhgeher hinauf streben – ob sie wohl wissen, dass sie genauso wieder runter marschieren werden?

Auch wenn sich unser Abfahrtstraum schnell ausgeträumt hatte, das war jede Menge Spaß und eine tolle Erfahrung.

Teilnehmer:  Helga & Heinz, Hanne & Conny, Wolfi (Spezl von Conny)

Verschneites Auto neben der SkitourSkitour zur Priener HütteAbfahrtsversucheSteckengeblieben