Mi 10 Sep 2008
Salzkammergut
Gebloggt von Angela unter Reisen
Mittwoch, 10. September 2008
Mit unserem Auto starten wir gen Wien. Wir wollen gemütlich von Salzburg aus über die Wachau in die österreichische Landeshauptstadt fahren. Aber hinter Straßwallen gebe ich als Fahrerin entnervt auf: Ich habe genug, bei diesem herrlichen Herbstwetter im Auto zu sitzen und durch verstopfte Straßen zu kriechen. Also disponieren wir um:
Wir fahren zum Attersee. Dort schwingen wir uns auf die Räder, stärken uns bereits nach einem Kilometer in Nußdorf bei Sandro, einem guten Italiener mit Wiener Schnitzel und Tiramisu und fahren auf ausgeschildeter Route rund um den Attersee. Auf der Ostseite ist der Radweg gut coupiert und fernab von Autos, während auf der Ostseite uns leider nur die Hauptverkehrsstraße bleibt.
Ingesamt 52 km, 450 Höhenmeter, 2 1/2 Stunden unterwegs.
Wir campen auf dem Campingplatz in Unterach, südlich am Attersee. Wir teilen uns den Platz mit 5 anderen Fahrzeugen, so dass jeder viel Platz hat.
Donnerstag, 11. September
Wir fahren mit dem Auto weiter nach St. Wolfgang am gleichnamigen See. Dort beziehen wir “Quartier” am Seecampingplatz Appesbach. Wölfi hat heute keine Lust zum Radeln. Ich dagegen will das gute Wetter ausnutzen. Also geht es über Weißenbach hinauf zur Postalm (Mautstraße), hinunter nach Abtenau und über Gosau, Bad Goisern und Bad Ischl nach St. Wolfgang zurück. Die Strecke ist länger als gedacht und der Hintern tut verflixt weh. Ich muss mir jeden Kilometer abringen.
Insgesamt 95 km, 1.500 Höhenmeter, 4.45 Stunden
Freitag, 12. September
Nach der gestrigen langen Radtour haben wir heute Lust auf reines Touri-Dasein. Wir beginnen mit einem Rundgang und einem Ausflug im Cafe in Bad Goisern und fahren weiter nach Hallstatt am Hallstätter See. Das Wetter trübt zusehends ein. Wir finden in Lahn, direkt südlich von Hallstatt einen Campingplatz.
Durch Hallstatt ziehen bereits viele Touristen. Busseweise kommen sie an. Auch wir sind begeistert von diesem Städtchen, das durch die Salzgewinnung bereits vor 2000 Jahren zu Reichtum gekommen ist und einen ganz eigenen Charme versprüht. Mit Bummeln und Fotografieren vergeht der Nachmittag im Nu.
Samstag, 13. September
Der heftige Regen nachts und der regnerische Morgen machen unsere Pläne zunichte, in Richtung Dachstein zu wandern. Mit Regenausrüstung ausgerüstet, machen wir uns daher auf den Weg zum Salzbergwerk und marschieren weiter Richtung Plassen. Leider hängen die Wolken so dicht, dass wir nichts von der Umgebung sehen. Der Forstweg ist uns daher zu langweilig und wir kehren ohne Gipfelbesteigung um. Vielleicht klappt es ja morgen mit einer vernünftigen Bergtour.
Sonntag, 14. September
Offenbar kehrt der Winter bereits ein. Die Campingplatzbesitzerin klärt mich auf, dass auf dem Platz 3 Monate lang im Winter die Sonne nicht ankommt. Dafür ist es zwar noch zu früh, aber auch heute regnet es und es ist empfindlich kalt. Die Schneegrenze dürfte irgendwo zwischen 1.000 und 1.500 Höhenmeter liegen. Die Wetteraussichten sind auch nicht besser. Also entschließen wir uns schweren Herzens zur vorzeitigen Heimreise. Nach 2.45 Stunden sind wir wieder daheim.
