Nach einem langen Bridgeabend tags zuvor sind wir wieder auf Schloss Amerang. Das Konzert ist praktisch ausverkauft. 40 Musiker und Sänger/innen zwängen sich auf die Bühne.

Von der Musik von Gospel Train bin ich maßlos enttäuscht:

  • Der musikalische Leiter ist ein Schwätzer, der sich offenbar sehr wichtig nimmt.
  • Die Stimmen der Solisten sind sehr schwach und alles andere als mit Volumen ausgestattet.
  • Die gesungenen Gospels sind alle sehr ähnlich. Von dem Variantenreichtum dieser Musik ist nichts zu vernehmen.
  • Es wird pausenlos geklatscht, leider auch vom Publikum. Dieses Klatschen übertönt den Gesang komplett.
  • Das Publikum besteht aus Angehörigen und Freunden dieser Schülerband aus dem Internat Gars am Inn. Leider hat es offenbar keine Ahnung von Musik und von Gospel-Musik im Speziellen. Dafür klatscht es umso lauter.

Die 2. Hälfte wird durch Mel Canady, einem Schwarzen, besser. Er hat wenigstens Stimmvolumen und deutet an, was Gospel-Musik sein kann.

Alles in allem viel zu teuer für diesen Laienchor – und wenn er noch so viele CDs rausgibt – und die Anreise nach Amerang nicht wert.