Mittwoch, 21.07.2010

Fahrt über Felbertauerntunnel und Lienz nach St. Lorenzen, 1.127 m, im Lesachtal zwischen Karnischen und Gailtaler Alpen. Dort Quartier im Anderle Hof (anderlehof@aon.at, Tel. +43/4716/331).

Um 15.00 Uhr starten wir noch zu einer “kleineren” Wanderung: Über die Lackenalm, 1.614 m, zum Lackenkreuz, 1.703 m, und weiter über den WW22 zum Soleck, 2.221 m hinauf. Außer uns ist niemand unterwegs, aber die Lackenalm ist bewirtschaftet. Zurück gehen wir über das Tuffbad, 1.262 m. Dort befindet sich nicht nur das 4-Sterne Almwellnesshotel Tuffbad sondern auch ein Gasthof, in den wir zum Abendessen einkehren, bevor wir uns auf den Rückweg machen.

1.200 Hm, 4.00 h

Lackenalm - AussichtWeg zum LackenkreuzSoleck - GipfelSoleck - Ausblick auf GailtalerWeg zum TuffbadTuffbadKunst im StraßengrabenAusblick vom Quartier nach Frohn

Donnerstag, 22.07.2010

Nach einem kräftigen Frühstück mit Müsli und Wurst und Käse, starten wir um 9.00 Uhr mit den Mountain Bikes. Auf der Bundesstraße geht es über die Brücke nach Wiesen, 1.258 m, hinunter zum Fluß, 1.042 m, und hinauf nach Frohn. Bald darauf endet die Teerstraße und auf dem WW 448 fahren wir hinauf zur Ingridhütte, 1.646 m. Hier ist die Weiterfahrt für Räder verboten, also parken wir unsere MTBs an einem Baum und gehen zu Fuß weiter zum Hochweißsteinhaus, 1.867 m.

Dort erwischen wir den falschen Weg und eilen den Friedensweg (WW 403) entlang. Dieser geht durch phantastische Blumenwiesen quer über den Hang, aber wir wollen eigenlich auf das Hochalpjoch, 2.278 m hinauf. Also wieder zurück zum Alpenvereinshaus und erneuter, diesmal richtiger Anstieg. Am Joch machen wir eine ausgiebige Pause. Ich klettere noch hinauf zum Monte Peratha, 2.694 m. Mit Wölfi will ich mich am Passo Sesis wieder treffen. Doch er ist nicht da, also weiter hinunter. Irgendwann kehre ich um in der Erkenntnis, dass er unmöglich vor mir sein kann. Wieder hinauf zum Passo Sesis und noch einige Meter weiter. Da sehe ich ihn endlich daherkommen - er hat aufgrund des kalten Windes an den ehemaligen Stellungen aus dem 1. Weltkrieg gewartet und ich bin irgendwie an ihm vorbei gelaufen.

Gemeinsam gehen wir über den Passo Sesis zum Hochweißsteinhaus und gönnen uns dort ein Abendessen. Danach weiter hinab zu den Rädern und hinauf nach St. Lorenzen.

Ca. 2.000 Hm, 10.00 h incl. Pausen, Wegzeit 8.30

Fahrt ins FrohntalIngridhütte in den Karnischen AlpenAngi bei der IngridhütteHochweißsteinhaus in den Karnischen AlpenBlumen am Friedensweg in den KarnischenHochalpjoch in den KarnischenStellungen aus dem 1. WK beim HochalpjochMonte PerathaBlick vom Monte Peratha auf die Calvi HütteQuerung am Monte PerathaMadonna am Passo Sesi

Freitag, 23.07.2010

Wieder Start um 9.00 Uhr von St. Lorenzen. Dieses Mal fahren wir mit den Rädern in die andere Richtung nach Mattling. Kurz vor Birnbaum biegen wir nach rechts ab hinunter zum Fluß, 845 m. Dann geht es gleich bergauf nach Nostra, 1.038 m. Die Teerstraße ist zu Ende und erst bergab, dann entlang des Tals geht es bergauf und bergab zur Hubertuskapelle, 1.114 m und weiter bis zu einer Schranke, 1.250 m. Hier ist auch für die Autos Schluß. Wir lassen unsere Räder stehen und gehen die Serpentinen hinauf. Lange zieht sich der Weg hin. Das Wetter wird immer ungemütlicher, bis wir endlich die Wolayer See Hütte, 1.967 m erreichen. Beim Mittagessen wärmen wir uns auf, bevor wir den Geo-Trail in Angriff nehmen. Statt der erhofften Versteinerungen stoßen wir nur auf Schautafeln. Das Gelände bis zum Valentintörl, 2.138 m ist anspruchsvoll - am Schluß sogar ein kleiner “Klettersteig”. Die Hütte und der See sind dann aber relativ schnell erreicht.

Wir eilen hinunter - schließlich ist der Weg zum Quartier noch weit - und genießen dabei die Bewunderung anderer Wanderer, die statt mit den Rädern mit dem Auto bis zur Schranke gefahren sind.

2.100 Hm, 9.00 h incl. Pausen, Wegzeit 8.00 h

Fahrt ins NostratalHubertuskapelle in den Karnischen Alpenkarnische-0041.JPGKriegerdenkmal beim Aufstieg zum WolayerseeAufstieg WolayerseeWolayerseehütteBlütenpracht in den Karnischen AlpenBlütenpracht in den Karnischen AlpenGeotrail am WolayerseeGeotrail am WolayerseeGeotrail am WolayerseeWolayerseehütte mit Wolayersee

Samstag, 24.07.2010

Es ist kalt geworden und regnerisch. W. besteht auf einem Ruhetag. Deshalb fahren wir nach Maria Luggau und besuchen dort die Kirche, das Kloster und den Mühlenweg.

Dann Weiterfahrt nach Obertilliach: Wir streunen durch die dortigen Gassen und schauen uns die alten Bauernhäuser und die Kirche an. Ein großer Gasthof, der sich seiner kulinarischen Küche rühmt, verführt uns zum Mittagessen. Wir schlemmen Bauerngröstl, Tiroler Leber und Mousse au Chocolat.

Wenn wir schon in Obertilliach sind, muss ich natürlich auch das nordische Skistadion gesehen haben. Kein Hinweisschild, kein Eintrag auf der Karte. Also fahren wir auf Verdacht weiter Richtung Silian und finden es dort tatsächlich. Unerklärlich ist für uns, wie sie dort eine Großveranstaltung abhalten können - kaum Parkplätze und sehr wenig Platz für Zuschauer.

Ich brauche noch ein wenig Bewegung und so fahre ich von Obertilliach, 1.450 m mit dem MTB zum Fluß, 1.342 m, hinauf zum Klapfsee und zur Neuen Porzehütte, 1.942 m. Leider regnet es fast durchgehend und es ist empfindlich kalt. W. hat sich inzwischen mit dem Auto zum Quartier aufgemacht und so fahre ich auf der Bundesstraße zurück.

Ca. 800 Hm, 2.00 h

Maria LuggauFriedhof in der Klosterkirche von Maria LuggauKreuzwegstation in Maria LuggauMaria LuggauSchnitzerei in Maria LuggauAlte Häuser in Maria LuggauMühlenweg in Maria LuggauMühlenweg in Maria LuggauMühlenwerkzeugeMühlentechnikkarnische-0094.JPGMaria Luggaukarnische-0098.JPGObertilliachHaus in ObertilliachNeue Porzehütte

Sonntag, 25.07.2010

Wir nehmen Abschied von unseren netten Wirtsleuten. Die Sonne scheint wieder. Gemächlich fahren wir über die bereits bekannte Route nach Oberdraudorf - besichtigen dort die Altstadt - und weiter nach Lienz. Dort schlendern wir durch die Straßen und essen zu Mittag, bevor wir endgültig unsere Heimreise antreten.

LienzLienzLienzLienz

Fazit:

  • Die Karnischen Alpen bestechen durch eine unglaubliche Blumenpracht
  • Das Lesachtal eignet sich bestens, um Karnische und Gailtaler Alpen kennen zu lernen
  • Es sind nur wenige Touristen unterwegs - meist beschränken sie sich auf den Karnischen Höhenweg
  • Es gibt ein vielfältiges Wegenetz zum Biken und Wandern
  • Die Übernachtungsmöglichkeiten sind preiswert und nett
  • Häuser sind schön hergerichtet und der Mühlenweg sollte auf jeden Fall besucht werden

Kosten: insg. 300 Euro

Anfahrt: 250 km

Eigentlich starteten die 3. Musikfilmtage in Oberaudorf bereits am 14. Juli. Aber erst am letzten Tag sind wir dabei: “Pianomania” von Lilian Franck & Robert Cibis und “Das Lied von den zwei Pferden” von Byambasuren Davaa. Nur wenige Zuschauer waren in “Pianomania”, aber der Film zeigt beeindruckend den Beruf eines Chefstimmers und Meistertechnikers und - vor allem für mich interessant - die Freude an seinem Beruf und das Streben nach größter Perfektion.

Ganz anders “Das Lied von den zwei Pferden”: Beeindruckende Bilder aus der Mongolei und einer Kultur, die wohl leider zum Sterben verurteilt ist. Dieser Film hat uns sehr nachdenklich gemacht.

Der Ausflug nach Oberaudorf hat sich für uns in jeder Hinsicht gelohnt. Den Veranstaltern der Musikfilmtage Oberaudorf ist es gelungen, herausragende Musikfilme zu zeigen.

Auch dieses Jahr gibt es wieder einen tollen Opernabend in der einmaligen Atmosphäre der Reithalle von Schloss Maxlrain. Zur Aufführung kommt Ascanio in Alba von Wolfgang Amadeus Mozart.

Regie: Armin Stockerer
Dirigent: Richard van Schoor
Bühnenbild: James Barnes
Venus, die Göttin: Lenka Möbius, Koloratursopran
Ascanio, ihr Sohn: Nicholas Hariades, Countertenor
Silvia, Ascanios Verlobte: Guibee Yang, Koloratursopran
Aceste, Priester der Venus: Andreas Stauber, Tenor
Fauno, Hirte: Judith Spießer, Koloratursopran
Ballett der Ballettschule Bad Aibling

Wir sind am Premierenabend dabei. Ein kräftiges Gewitter untermalt die Götterstimmung. Besonders gefällt uns Judith Spießer in der Rolle des Fauno, die nicht nur hervorragend singt, sondern sich auch noch eindrucksvoll bewegt.

Eintrittspreis: 28 €

Donnerstag, 24.06.2010

Bis auf Martina treffen wir uns bereits am Flughafen von Sofia. Wir, das sind Marion, Sevinc, Silvia und ich. Gemeinsam fahren wir mit dem Taxi zu unserer Unterkunft Art-Hostel. Dort haben wir ein eigenes Appartement mit 3 Schlafzimmern, Bad und spärlich eingerichteter Küche. Der Frühstücksraum ist in der benachbarten dazugehörigen Jugendherberge. Dieser wird aber von uns nicht in Anspruch genommen, da wir lieber in nette Cafes gehen. Das Hotel ist sehr zentral gelegen und vor allem unschlagbar günstig. Alles lässt sich von hier aus zu Fuß machen, ob Besichtigungen, Shopping oder der Besuch zahlreicher Cafes und Restaurants.

Abendessen im Pod Lipite, in Elin Pelin str. 1, Tel.0886 801 227

Art-HostelKulturpalastPlatz vor KulturpalastHaus in Sofia

Freitag, 25.06.2010

Nach Entdeckung unseres Lieblingscafes und Schlemmen in Törtchen, Sandwiches und Kaffee, gehen wir auf Entdeckungsreise. Die wichtigsten touristischen Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm:

St. George Rotunde, Sveta Sofia Statue, Synagoge, Moschee, Alexander Nevski Kathedrale, Nationalgallerie mit Ausstellung über europäische Architekten, Russische Kirche

Abendessen Hadji Dragnovite Kushti, Kozloduy str. 75

Lieblingscafesofia-0020.JPGSofiaSofiaSt. Georg RotundeSofia - Sveta Sofia StatueSofia - Sveta Sofia StatueSofiaSofiaSofia - MarkthallenMoscheeSofiaSofiaSofia - Wasser holenSofiaSofiaSofia - Flohmarkt am Alexander Nevsky PlatzSofia - Alexander Nevsky ErinnerungskircheSofia - Alexander Nevsky ErinnerungskircheSofia - NationalgallerieSofia - Russische KircheSofia - NationaltheaterSofiaSofia - Abendessen

Samstag, 26.06.2010

Heute ist ein Ausflug in die nähere Umgebung geplant. Also Taxi nehmen und raus aus der Stadt zum Skizentrum des Mount Vitosha. Bald stehen wir mitten in einem dicken Stau, aber unser crazy Taxifahrer fährt rechts über viele Schlaglöcher einfach dran vorbei. Leider ist der Lift, der uns hinauf in die Berge bringen soll, nicht in Betrieb. Also wieder ins Taxi und zum nächsten Lift. Dort beschließen wir den Weg zum Kloster Dragalevtsi  zu nehmen und ein wenig zu wandern. Nach Besichtigung halten wir auf unserer Wanderung einen Bus an, um weiter hinauf zu fahren. Leider hat es mittlerweile völlig zugezogen, es fängt leicht zu nieseln an und es ist empfindlich kalt. An der Endstation haben wir deshalb keine Sicht, wärmen uns kurz in dem Bergrestaurant auf, bevor wir den nächsten Bus ins Tal zurück nehmen.

Um die Ecke des Klosters befindet sich das schön hergerichtete Restaurant “The Old House” in Dragalevtsi. Dort speisen wir vorzüglich und laufen dann zurück in den nächsten Vorort von Sofia. Schnell ist eine Busstation gefunden und wir fahren zurück in die Innenstadt.

Sofia - Mount Vitosha-WanderungSofia - Dragalevtsi KlosterSofia - Busfahrt zum AlekoSofia - Restaurant “The Old House” in DragalevtsiSofia - Restaurant “The Old House” in DragalevtsiSofia - Restaurant mit BiergartenSofia - RestaurantSofia - Geschäfte im Keller

Sonntag, 27.06.2010

Abreisetag! Die meisten brechen gegen Mittag auf. Zuvor schlendern wir noch durch die ausgestorbenen Straßen und kaufen in den wenigen, geöffneten Läden Mitbringsel ein. Dann heißt es Abschied nehmen. Unser nächstes Ziel ist bereits festgelegt: Den Haag in 2011.

Fazit:

  • Preiswerte Hauptstadt
  • Wenig touristisch
  • Freundliche Menschen
  • Verständigung in englisch und deutsch gut möglich, v.a. bei der Jugend
  • Stadt bemüht sich um Restaurierung

Charakteristische Bilder:

SofiaSofiaSofiaSofiaSofiaSofiaSofiaSofia

Samstag, 08. Mai: Flug nach Marrakech

Mit Iberia fliege ich von München nach Madrid und nach einem längeren Aufenthalt weiter nach Marrakech. Wohl aufgrund der niedrigen Flugpreise gibt es bei Iberia nichts zu essen und zu trinken. Lediglich über eine Minibar können Speisen und Getränke zu absurd hohen Preisen erworben werden. Dies gilt auch für den Flughafen in Madrid.

Wie vom Reiseveranstalter angekündigt, holt mich unser marokkanischer Reiseführer am Flughafen in Marrakech ab und bringt mich zum Hotel Foucauld, das zentral am Place Djemaa el Fna liegt. Die Lage ist genial, allerdings ist es nachts sehr laut wegen der Straße und sehr schmuddelig. Abends bietet man ein reichhaltiges und gutes Buffet mit Salaten, Couscous, Gemüse, Huhn, Melone, Keksen und Pudding. Auch Bier kann bestellt werden.

Geld lässt sich am besten in einer Wechselstube umtauschen. Durch die Lage des Hotels bietet sich ein erstes Erkunden der Gassen und Souks an. Fotografen finden reichliche Motive. Leider wollen die meisten Menschen sofort Geld haben oder reagieren sehr unfreundlich. Auf dem zentralen Place Djemaa el Fna herrscht reges Treiben.  Dort tummeln sich Schlangenbeschwörer, Wahrsager, Gaukler, Tänzer, Schausteller, auch mit Affen, usw. Am Abend ist der riesige Platz von Menschen überfüllt - nicht nur mit Touristen.

Flughafen MarrakechHotelzimmer in MarrakechMarrakech - Place Jana El FuaMarrakechMarrakechMarrakechMarrakech - Place Jana El FuaMarrakech - Place Jana El FuaMarrakech - Place Jana El FnaMarrakechMarrakechMarrakech

Sonntag, 09.05.2010: Marrakech

Das Hotelfrühstück auf dreckigen Tischen und mit kaputten Tassen lädt nicht zum Verweilen ein. Also ein erster Rundgang durch die leeren Gassen. Alles ist total ausgestorben, lediglich die Maschinen der Straßenreinigung fahren ihre Runden. Um 10.00 Uhr bin ich wieder zurück im Hotel und lerne dort meine Mitreisenden kennen. Sie sind erst gegen 3.00 Uhr morgens aus Casablanca mit dem Bus angekommen. Das Gepäck der Münchner ist noch irgendwo unterwegs. Die Umsteigezeit von 30 Minuten in Frankfurt war ganz offensichtlich zu kurz.

Ein Stadtführer, der sehr gut deutsch spricht, zeigt uns Salin Touls, einen Palast und den Handwerkssouk. Auch führt er uns in eine Apotheke und in ein Cafe in einem Hinterhof. Beides ist westlicher Standard, zumindest bei den Preisen.

Zum Abendessen in einer der offenen Küchen am Djemaa el Fna werden wir von den Köchen regelrecht hineingezwungen. Sie versuchen, sich dabei gegenseitig zu übertreffen und ihre Konkurrenten auszustechen. Sobald man Platz genommen hat, wird man mit lächerlich kleinen Portionen und saftigen Preisen abgezockt. Der Besuch von Bars gestaltet sich als schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, da Alkohol in einem muslimischen Land nicht geduldet wird. Cafes gibt es aber eigentlich fast überall. Für wenig Geld lässt sich dort Tee, Cafe oder Cola trinken.

Marrakech - Hotel FaucauldMarrakechMarrakechMarrakechMarrakechMarrakech - VillaMarrakech - VillaMarrakech - VillaMarrakech - ApothekeMarrakech - ApothekeMarrakech - SoukMarrakech - Place Jana El FnaOrangensaft-Verkäufer in MarrakeshSchaufenster in Marrakesh

Montag, 10.05.2010: Marrakech -  Ait Benhaddou
70 km, 1.410 Hm bergab, 800 Hm bergauf

Heute soll es losgehen mit unserer Radltour. Allerdings ist das Gepäck von Claudia, Hans und Thomas immer noch nicht da. Mehrmals wird telefoniert. Schließlich heißt es, es sei am Flughafen. Nach ewigem Hin und Her fahren wir dorthin - dann ist plötzlich unser Führer Mohammed wie vom Erdboden verschwunden. Die Münchner kümmern sich also selbst um ihre Sachen und werden tatsächlich fündig. Irgendwann taucht auch Mohammed auf und so können wir endlich um 13.00 Uhr starten. Trotz unserer Bitte, möglichst schnell zum Ausgangspunkt unserer Radltour zu fahren, wird auch noch ein Stopp zum “Mittagessen” eingelegt. Aber schließlich fahren wir den 2.260 m hohen Tizi-n-Tichka hinauf und dort bestehen wir darauf, die Radetappe zu beginnen. Mittlerweile ist es 17.00 Uhr, 70 km liegen noch vor uns durch hügeliges Gelände. Da heißt es, Gas geben. Trotzdem werden natürlich einige Fotostopps eingelegt. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit erreichen wir unser Gite. Im Hof gibt es sogar eine Dusche, unsere Mannschaft kocht noch und so gibt es um 22.00 Uhr Abendessen.

Start in MarrakeshZwangspause am Flughafen MarrakeshPass Tizi-n-Ait-ImguerStart zum Biken im Hohen AtlasHoher AtlasHoher AtlasHoher AtlasBerberdorf im Hohen AtlasBerberdorf im Hohen AtlasHoher AtlasBerberdorf im Hohen AtlasGite d’Etape vor Ait Benhaddou

Dienstag, 11.05.2010: Ait Benhaddou - Eingang Gorge du Todra
36 km, 170 Hm bergauf, 170 km mit Auto

Nach einer kurzen Radstrecke erreichen wir Ait Benhaddou. Hierbei handelt es sich um eine große Siedlung, bzw. um eine riesige Kasbah aus Lehm, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Eine ausgiebige Besichtigung lohnt sich, um in die Welt und das Leben der Berber eintauchen zu können.

Ait BenhaddouAit BenhaddouAit BenhaddouAit BenhaddouAit BenhaddouAit Benhaddou - Neustadt

Nach Besichtigung dieser gut erhaltenen Kasbah steigen wir wieder aufs Bike, um nach Quarzazate, dem “Tor zur Sahara” zu fahren. In einem Hotel mit Swimmingpool - das Wasser ist eiskalt - gibt es Mittagessen. Wie üblich ein Vorspeisenteller mit Salaten und die Hauptspeise Taschin bestehend aus Gemüse, v.a. Karotten, Kartoffeln, Auberginen und darunter Hühnchenfleisch. Wir machen noch eine ausgiebige Siesta, bevor die Räder aufs Begleitfahrzeug gepackt werden.

Biken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasRadpanne im Hohen AtlasOuarzazate - Eingang in die WüsteTiffoultouteSalatteller in MarokkoTashin - Nationalgericht MarokkosHochzeitskutsche

Die “Straße der Kasbahs” durch das Dades-Tal ist sehr verkehrsreich - deshalb kein Radeln - wenngleich landschaftlich sehr abwechslungsreich und voller Kasbahs. Wir können unseren Fahrer überreden zu einem Abstecher, bevor wir weiter nach Tinerhir und zum Eingang der Gorge du Todra fahren. Direkt an der Schlucht mit seinen senkrechten Wänden übernachten wir in dem netten Hotel du Todra.

Vallee du Dades mit vielen KasbahsVallee du Dades mit vielen KasbahsVallee du DadesGite d’Etape im Gorges du Todra

Mittwoch, 12.05.2010: Gorge du Todra - Dades-Schlucht - Msemnir
90 km, 890 Hm bergab, 1.350 Hm bergauf

Nach dem Frühstück und Basteleien an den Fahrrädern fahren wir hinein in die Schlucht und in das Todratal. Auf gleichem Weg zurück und weiter bis Tinerhir. Auf einem großen Parkplatz, den auch große Reisebusse nutzen, mit Berber und Verkaufsständen, kommen die Räder nochmals auf unseren Kleinbus, bevor wir nach Boumaine-du-Dades und zum Start unserer eigentlichen Raddurchquerung fahren.

Gorges du TodraGorges du TodraGorges du TodraGorges du TodraGorges du TodraGorges du TodraGorges du TodraTineghirTineghirTineghirTineghirTineghir

Erstmal geht es bergauf, z.T. in langen Kehren. Immer wieder Kasbahs, aber auch interessante Felsenformationen. Natürlich wagen wir auch Blicke in die Tiefe, in den Canyon du Dades. Schließlich erreichen wir über mehrere Kehren die 2.100 m hohe Passhöhe, bevor es über einen weiteren Anstieg schließlich hinunter nach Msemrir geht. Dort übernachten wir wieder in einem Gite. Offenbar eignet sich unsere Route auch gut für Motorradfahrer - beim Mittagessen haben wir 3 Motorradfahrer aus Landshut und Umgebung getroffen.

Start in Baumaine-ed-DadesGorges du DadesGorges du DadesGorges du DadesGorges du DadesGorges du Dades - KasbahGorges du Dades - PassGorges du Dades - PassGorges du DadesGorges du DadesMittagspauseGorges du DadesGorges du DadesGite d’Etape in MsemrirZimmer in Msemrir

Donnerstag, 13.05.2010: Msemrir - Tizi-n-Quano - Camp auf Hochebene
47 km, 360 Hm bergab, 1.175 Hm bergauf

Vom Hotel aus geht es weiter über eine zunehmend schlechter werdende Piste. Lange windet sich die Straße hinauf bis wir den 2.911 m hohen Tizi-n-Ouano, den höchsten Pass der Tour, erreichen. Dort oben treffen wir auf einen Dresdner mit Jeep, der uns seine Lebensgeschichte erzählt und voller Bewunderung für uns Radler ist. Irgendwann reißen wir uns los und fahren an einer Herde kleiner Kamele vorbei, bevor wir unser Camp auf der Hochebene erreichen. Ganz in der Nähe ein Bauernhaus, rund um uns eine Herde Esel. Es ist ziemlich kalt, der Boden ist sumpfig. Aber für eine kleine Wanderung auf einen der naheliegenden Hügel reicht die Energie und die Zeit noch.

MsemrirMsemrirAuffahrt zu Tizi-n-QuanoAuffahrt zu Tizi-n-QuanoAuffahrt zu Tizi-n-QuanoAuffahrt zu Tizi-n-QuanoAnkunft Tizi-n-QuanoCamp am Tizi-n-Quano

Freitag, 14.05.2010: Hochebene - Imilchil
60 km, 775 Hm bergab, 490 Hm bergauf

In der Nacht habe ich es vermutet, aber nicht geglaubt, beim Aufstehen ist es gewiss: Es hat geschneit! Dementsprechend kalt ist es. Damit hat niemand von uns gerechnet. Trotzdem schwingen Thomas, Hans und ich uns auf die Räder und fahren durch herrliche Landschaften, meist bergab nach Agoudal. Dort treffen wir die Anderen, die lieber mit dem Auto gefahren sind. Eine Teepause in einem nett hergerichteten Cafe - im Hof stehen Skier - wärmt uns. Danach radeln wir gemeinsam weiter nach D’Agda - im September findet dort der berühmte “Hochzeitsmarkt von Imilchil” statt. Wir machen dort in einem kargen Raum des dortigen Restaurants Mittagspause. Unten sitzen die Berber zusammen, wahrscheinlich gemütlich auf Teppichen und mit Tee und Wasserpfeife, während wir frierend auf Beton verköstigt werden.

Der Wind auf der Weiterfahrt ist teilweise so stark, dass wir die Räder in einem 45 Grad Winkel zur Straße halten müssen. Doch im Windschatten radelnd bilden wir einen richtigen Zug und erreichen sehr flott unser Quartier in Imilchil - das Lager am Lac Tislit wurde aufgrund der niedrigen Temperaturen und der schneebedeckten Berge gestrichen.

Mit dem Auto fahren wir noch an den Lac Tislit. Statt Lagerfeuer spazieren wir am See entlang. Ein Rundgang ist nicht möglich, da das Ufergelände sehr sumpfig ist.

Aufwachen im SchneeBetrübte Gesichter beim FrühstückTeepauseHoher AtlasGite d’Etape in ImilchilAbendessenLac de TislitLac de Tislit

Samstag, 15.05.2010: Imilchil - Anergui
70 km, 2.110 Hm bergab, 1.500 Hm bergauf

Am See vorbei biken wir hinauf zu einer kleinen Passhöhe und lassen es dann auf dem Asphalt so richtig laufen. Unten teilen sich die Wege für uns Radler und unsere Begleitfahrzeuge. Wir können direkt über die Berge fahren, während die Autos rundum fahren müssen. Vorher ist noch ein Fluss zu überqueren, bevor wir den langen Anstieg zum Pass Tiz-n-Tefensa in Angriff nehmen. Vorbei an Steineichen, Wacholder und grünen Wiesen zieht sich in angenehmer Steigung der Weg hinauf. Das Hochtal ist bereits in Reichweite - doch plötzlich bleiben die Räder stecken. Des Rätsels Lösung: Der Weg ist so batzig, dass der Lehm überall am Rad haften bleibt. Ein vorbeiziehender Schäfer versucht, uns mit seinem Stock zu helfen, aber innerhalb von Sekunden ist das Ergebnis wieder das Gleiche. Jetzt hilft nur noch vorsichtiges Schieben.

Während der Mittagspause kratzen die Einen den Dreck von Fahrrad und Schuhen. Die Anderen lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen und warten darauf, dass die Sonne den Lehm so weit trocknet, dass er von selbst abfällt.

Vorbei an den Dörfern des Hochtals mit vielen Menschen, die uns neugierig beobachten, endet die Fahrstrecke in einem Fluss. Dieser ist in der Schlucht mehrmals zu überqueren, bevor wir schließlich die Dörfer Tahzout und Tasraft erreichen. Weiter geht es auf der Schotterstraße bergauf, bis wir zurTeerstraße kommen. Jetzt endlich geht es bergab und wir glauben, dass nun die Anstiege für heute überwunden sind. Da staunen wir, als wir um eine Ecke biegen und sich plötzlich weitere 250 Höhenmeter auftun. Aber alles Lamentieren hilft nichts. Nach diesem Pass auf 2.500 m genießen wir dafür umso mehr die 1.000 Höhenmeter lange Abfahrt auf guter Asphaltstraße. Diese endet in Anergui, wo wir Quartier in einem einfachen Gite beziehen. Zum Ausgleich für den langen und harten Radltag können wir das dortige “Hammam” nutzen. Dabei handelt es sich um ein “Bad”, das von unten beheizt wird. Das Wasser ist so heiß, dass es fast kocht.

Morgen in ImilchilLac de Tislitmarokko-0197.JPGmarokko-0204.JPGmarokko-0205.JPGmarokko-0210.JPGmarokko-0211.JPGmarokko-0213.JPGmarokko-0221.JPGMittagspause und Reinigung der Bikesmarokko-0229.JPGmarokko-0231.JPGmarokko-0234.JPGmarokko-0237.JPGFlussdurchquerung im Hohen AtlasFlussdurchquerung im Hohen Atlasmarokko-0252.JPGmarokko-0258.JPGAnerguiGite in Anergui

Sonntag, 16.05.2010: Anergui - Cathedrale de Roches
37 km, 605 Hm bergab, 420 Hm bergauf

Vor uns liegt nach Aussagen unseres Führers und unserer Beschreibung ein gemütlicher Tag ohne große Steigungen und lediglich 35 km lang. Dachten wir! Von genussvollem Radeln kann keine Rede sein. Stattdessen durchqueren wir mehrmals den reißenden Fluss bzw. kraxeln an den Felsen entlang und versuchen dabei, die Räder und uns selbst nicht in den Abgrund fallen zu lassen. Nur durch die Hilfsbereitschaft in der Gruppe fällt niemand ins Wasser oder die Felsen hinunter. Über eine derartige MTB-Strecke ist keiner von uns begeistert. Aber was nutzt es? Der Fluss hat die bislang vorhandene Straße nahezu komplett weggerissen und offenbar war dies unserer Begleitmannschaft nicht bekannt.

Erst nach 6 Stunden mühsamem Fortkommen erreichen wir unseren Campingplatz zu Füßen der Cathedrale de Roches. Dieser liegt herrlich an einem Fluß und das dazugehörige Gite verkauft sogar Cola bzw. Sprite. Schade nur, dass man, v.a. nicht als Frau, ungestört baden und sich waschen kann. Offenbar sind wir waschwütigen Touristen für die hiesige Bevölkerung wie Kino.

Biken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasBiken im Hohen AtlasCathedrale de RochesCathedrale de Roches - Campingplatz

Montag, 17.05.2010: Cathedrale de Roches - Zaola (unterhalb Tizi-n-Llissi)
50 km, 1.400 Hm bergauf

Nach den gestrigen unerwarteten Schwierigkeiten freuen wir uns über die gleichmäßig ansteigende Schotterstraße - auch hier wieder kein Verkehr. Fast 1.000 Höhenmeter geht es stetig bergauf,  dann eine längere Abfahrt und nochmals etwa 300 Höhenmeter bevor die Strecke flacher wird. Das Wetter ist launisch, es fallen sogar einige Regentropfen.

Wir entscheiden uns dagegen, Richtung Pass Tizi-n-Llissi zu fahren. Stattdessen fahren wir hinunter in das Dorf Zaola. Ein geschäftstüchtiger, netter Berber baut hier stetig an einer Gite. Er begrüßt uns mit Tee und selbstgebackenen Keksen und heizt gleich die Dusche, so dass wir uns den Dreck des Tages abwaschen können.

Dieses Mal sind wir nicht die einzigen Gäste - eine Gruppe älterer Franzosen fährt einen Teil unserer Strecke entgegengesetzt. Aber alle finden einschließlich der Begleiter Platz. Ein Spaziergang durch das Dorf lohnt sich. Offenbar werden Versuche unternommen, die alte Struktur des Dorfs wieder aufzubauen.

Cathedrale de Rochesmarokko-0288.JPGmarokko-0289.JPGmarokko-0292.JPGmarokko-0296.JPGmarokko-0298.JPGZaoula-Ahanesalmarokko-0310.JPGmarokko-0313.JPGmarokko-0315.JPGGite d’Etape in ZaoulaSanitäre Anlage

Dienstag, 18.05.2010: Zaola - Azilal
85 km, 1.500 Hm bergab, 2.160 Hm bergauf

Laut Streckenbeschreibung steht heute die Königsetappe auf dem Programm - mehr als 2.100 Höhenmeter sind zu bewältigen. Wieder einmal feiern wir bereits das Erreichen des Passes, um später bemerken zu müssen, dass dies erst der “Vorpass” war. Aber schließlich kommen alle am Tizi-n-Llissi, 2.650 m an. Gemeinsam rauschen wir auf den guten Schotterpisten hinab. Vor einem weiteren Anstieg Mittagspause an einem windigen Platz. Die Landschaft ist äußerst karg. Ein streunender Hund bettelt um die Essensreste.

Aber bald wird die Landschaft wieder fruchtbarer. Wir erreichen die erste Stadt in fruchtbarer Umgebung. Leider ist diese selbst sehr dreckig und nicht sehr einladend. Also weiter durch eine zunehmend liebliche Gegend, die stark an die Toscana erinnert. Hier sind noch einige Anstiege zu bewältigen bevor es auf Teerstraße endlos lange hinunter nach Azilal geht. Azilal ist offensichtlich eine Universitätsstadt und bietet weitere Schulen an. Auf den Straßen fast nur junge Menschen.

Unser Hotel enttäuscht - Dusche erst ab 20.00 Uhr, die Räume, vor allem die Bäder heruntergekommen. Also kalt waschen, schließlich gibt es um 20.00 Uhr Abendessen und nach so einer langen Tour muss der Dreck so schnell wie möglich runter.

Tizi-n-Ilissimarokko-0318.JPGmarokko-0324.JPGmarokko-0328.JPGMittagspausemarokko-0334.JPGVor Azilalmarokko-0338.JPGmarokko-0340.JPGBlick auf AzilalHotel in AzilalHotelzimmer in Azilal

Mittwoch, 19.05.2010: Azilal - Cascades d’Ouzoud
40 km, 320 Hm bergab

Auf der Teerstraße fahren wir Richtung Westen, vorbei an Ait Taguella und schließlich nach Ouzoud. Dieses Mal wirkliches Genussradeln durch die hügelige Landschaft. Der Campingplatz in Ouzoud ist bald erreicht, die Zelte aufgestellt und das Mittagessen verzehrt.

Wie “normale” Touristen besuchen wir die Cascades d’Ouzoud, die höchsten Wasserfälle Marokkos. Den Weg hinunter zum Fluss reihen sich Andenkenverkäufer, Kioske und Restaurants aneinander. Mit besonderen Flossen ist eine Überquerung des Flusses möglich. Von dort kann man auf der anderen Seite nach oben an den Ausgangspunkt wandern.

Richtung OuzoudCascades d’OuzoudCascades d’OuzoudZeltplatz in Ouzoud

Donnerstag, 20.05.2010: Ouzoud - Rue National Nr. 8 - Marrakech
25 km, 550 Hm bergauf, 150 km Autofahrt

Die letzten Kilometer unserer Radtour durch den Hohen Atlas stehen uns bevor. Noch ein letzter Pass nach Ouzoud und einige weitere Abfahrten und kurze Anstiege durch die “Toscana” Marokkos. Unser Ziel Khemis-des-Oulad-Ayad ist bald erreicht. Während die Räder aufs Dach des Minibusses gepackt werden, lassen wir bei Cola und Tee unser Radabenteuer ausklingen.

Die Fahrt mit dem Auto zurück nach Marrakech ist anstrengend - wir sitzen wie die Heringe bei großer Hitze im Auto. Jede Pause ist uns willkommen. Aber schließlich ist auch das geschafft. Wieder Quartier im Hotel Foucauld mit Zimmer zur Straße. Nach dem Packen und Abendessen im Hotel ziehen wir zum Abschluss nochmals los und genießen von einem Dachcafe die einmalige Atmosphäre des Djemaa El Fna.

Blick Richtung Cascadesmarokko-0356.JPGmarokko-0358.JPGmarokko-0359.JPGmarokko-0360.JPGmarokko-0362.JPGmarokko-0363.JPGEnde der Biketour

Die Gruppe:

HansAstridThomasClaudiaJürgen

Freitag, 21.05.2010: Rückflug nach München

Mir bleibt nur noch Zeit zum Ausgeben meiner letzten Dirham und Abschiednehmen von einer tollen Gruppe. Mein Flieger nach München startet um 12.00 Uhr. Die Anderen fahren erst am Abend nach Casablanca und fliegen von dort nach München bzw. Wien weiter.

Jürgens Bilder

Fazit:

  • Sehr abwechslungsreiche Landschaft
  • Anspruchsvolle MTB-Tour hinsichtlich Tagesstrecken, Höhenmetern, Wegezustand, Klima (Hitze bis Schneefall)
  • Kinder und Jugendliche fallen in Scharen über einen her, z.T. “Spießrutenfahren”
  • Händler in Marrakesh betrügen häufig - es nützt auch nichts, wenn man moniert. Deshalb möglichst passend bezahlen
  • Unterkünfte im Hohen Atlas sind sehr einfach
  • Essen eintönig, fast immer Taschin
  • Frühjahr eignet sich gut: es blühen viele Blumen, Temperaturen sind angenehm, weniger Staub. Aber unbedingt warme Kleidung und Schlafsack mitnehmen
  • In Marrakech sollte man sich eine Übernachtung in einem der Riad-Hotels leisten

Veranstalter: Die BergSpechte
Kosten:

  • Pauschalpreis: € 1.530,00
  • Fahrrad-Flugkosten: € 140,00
  • Trinkgeld und sonstige Kosten: € 100,00 - 200,00

Bislang habe ich den Strom bei E.ON bezogen. Die Jahresabrechnung ergab, dass die Vorauszahlungen genau das Stromentgelt abdeckten. Umso verwunderter war ich, dass trotz gleichbleibender Gebühren meine monatliche Abschlagszahlung um 10 % erhöht werden sollte.

Daraufhin erhob ich Einspruch. Mir wurde mitgeteilt, dass “die Abschlagszahlung zu hoch berechnet wurde. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen.”

Versehen? Diese Art von Rechnungen erstellt doch eigentlich der Computer?

Bald darauf überlegte ich mir, zu einem anderen Anbieter zu wechseln, der mit Naturstrom (ENTEGA) warb und auch nicht teurer war, sondern sogar eine Neukundenprämie auslobte. Der Auftrag war schnell unterschrieben.

Umso mehr erstaunter war ich als man mir die neue Abschlagsprämie auf Basis des bisherigen Verbrauchs mitteilte. Ich sollte plötzlich mehr als das Doppelte bezahlen! Wieder erhob ich Einspruch und wieder wurde der Abschlagsbetrag auf den von mir berechneten Preis korrigiert.

Versehen? Oder handelt es sich nicht vielmehr um gängige Praxis der Stromanbieter, höhere Abschlagsprämien zu verlangen als eigentlich nötig sind? Bei 2 Stromanbietern beides Mal die gleiche Erfahrung zu machen, lässt mich stutzig werden.

Damit aber nicht genug. Seit ich bei ENTEGA Kunde bin, werde ich wöchentlich mit Anrufen bombiert. Gleich nach Unterschrift gab es einen Willkommensanruf. Dann nochmals einen und seither will man wöchentlich meine Kundenzufriedenheit abfragen. Wenn ich dagegen eine Frage per Mail absetze, warte ich vergebens auf eine Antwort! Ich kann nur davor warnen, einen Vertrag bei ENTEGA zu unterschreiben.

Ich habe keine Lust, für diese Praktiken zu bezahlen und ständig belästigt zu werden.

Zum Abschluss der Skitourensaison steht noch ein Leckerbissen an, nämlich die Bündner Haute Route.

1. Tag: Sonntag, 25. April, 1.450 Höhenmeter

Wir starten unterhalb des Julier Hospiz, 2.230 m, am Julierpass. Der Parkplatz ist voll, etliche Skitourengeher kommen uns entgegen. Schwerbepackt mit vollem Rucksack, Kletterausrüstung, Pickel und Steigeisen steigen wir zum Fuorcla d’Agnel, 2.983 m, hinauf. Der Schweiß rinnt in Strömen, es ist unglaublich warum. Nach einer Pause in der Sonne fahren wir etwa 200 Höhenmeter bergab, um von dort den Pix Surgonda, 3.196 m, zu besteigen. Östlich vom Piz Traunter fahren wir hinunter in den Taleinschnitt. Dabei heisst es, vorsichtig zu sein: Der Schnee ist extrem tief. Die Hänge dürfen auf keinen Fall zu weit oben gequert werden. Aber trotz manchem plötzlichem Einbrechen und folgendem Wühlen aus dem Schnee kommen wir wohlbehalten 250 Höhenmeter unterhalb der Hütte an. Nochmals werden die Felle aufgezogen, um die letzten Höhenmeter hinauf zur Jenatschhütte, 2.652 m in Angriff zu nehmen.

Auf der Jenatschhütte werden wir bestens versorgt. Wir stärken uns mit Suppe, Reis mit Curry und Quarkspeise und natürlich jeder Menge Getränke.

Start unterhalb des Julier-HospizBergwelt am JulierpassFuorcla d’AgnelNickerchen am PassBlick zurück zur Fuorcla d’AgnelAufstieg zum Pix SurgondaAufstieg zur Pix SurgondaAbfahrtsfreuden vom Pix SurgondaAufstieg zur JenatschhütteJenatschhütte

2. Tag: Montag, 26. April, 1.400 Höhenmeter

Mit leichtem Gepäck können wir losziehen, da wir heute die Gipfel der Umgebung in Augenschein nehmen wollen. Von der Hütte geht es Richtung Piz d’Err. Dieser lässt sich gar nicht so einfach finden. Wir gelangen zu weit nach Westen unterhalb des Vad. d’Err. Hier ist kein Weiterkommen - es geht steil bergab. Also  etwas zurück und dann rund um den Felsbuckel, bevor es einen steilen Hang zum Gipfel des Piz d’Err, 3.378 m geht. Jeder probiert es anders: mit Harscheisen, die Skier am Buckel, mit Steigeisen, links oder rechts am Hang. Aber irgendwie schafft es jeder bis zum Skidepot. Die letzten Meter sind Felskletterei, die ich verweigere.

Nach einer Brotzeit fahren wir über ein Jöchl ab bis auf eine Höhe von 2.700 m. Die Zeit ist noch viel zu früh für eine Rückkehr zur Hütte. Deshalb ziehen wir die Felle wieder auf die Skier und steigen hinauf zum Tschima da Flix, 3.346 m. Dieser lässt sich bis zum Gipfel mit Skiern besteigen. Bei guten Schneeverhältnissen ist die Hütte bald erreicht. Unsere nassen Felle, Schuhe und Kleidung trocknet in der Hitze schnell, bevor wir bei Gerstensuppe, Braten mit Püree und einem phantastischen Schokoladenkuchen verwöhnt werden.

Wo ist der Piz d’Err?Anstieg zum Skidepot des Piz d’ErrSteiler Anstieg zum SkidepotFelskletterei zum Piz d’ErrBlick vom Piz d’ErrAbfahrt vom Piz d’ErrAnstieg zum Tschima da FlixGipfel des Tschima da Flix

3. Tag: Dienstag, 27. April, 500 Höhenmeter bergauf, 1.400 m bergab

Es ist bewölkt als wir starten. Wir müssen an steilen Hängen unterhalb des Piz Laviner vorbei, bevor es eine lange Abfahrt durch das Val Mulix nach Preda geht. Im Laufe der Abfahrt wird es immer nebliger, Schneefall setzt ein, der weiter unten in Regen übergeht. Bei diesen Bedingungen und vor allem den schlechten Sichtverhältnissen verspürt keiner Lust, noch einen Gipfel zu besteigen. Kurz nach der Alp Mulix ist mit Skifahren Schluß und wir packen die Skier an den Rucksack. So erreichen wir die Bahnstation in Preda, 1.789 m, gegen 1/2 1 Uhr.

Die Rhätische Eisenbahn bringt uns über viele Kreise und mit spektakulären Ausblicken hinunter nach Bergün, 1.367 m. Bereits in Sichtweite unseres Hotels Albula stürmen wir ein Cafe, um Cappucchino und Kuchen zu vernichten. In Bergün ist fast alles geschlossen, selbst die Läden. Aber mit einem einzigen Paar Schuh für die gesamte Gruppe, ausser den Skischuhen natürlich, lässt sich Bier einkaufen und auf dem Zimmer genießen.

Start von Jenatschhütte ins Val MulixQuerungen unterhalb Piz LavinerVal MulixBrückenübergang bei Alp MulixAlp MulixWeg zur Bahnstation PredaRast in Naz vor PredaBahnhof PredaBahnstrecke nach BergünHotel Albula in BergünBergünBergün

4. Tag: Mittwoch, 28. April, 1.580 Höhenmeter bergauf, 700 bergab

Das Taxi steht pünktlich um 1/2 7 Uhr vor der Tür und drängt zum Aufbruch. Es bringt uns weit ins Val Tuors - wir können etwa bis nach Tuors Davant, ca. 1.750 m fahren und sparen uns einen langen Hatscher. Zu Fuß marschieren wir nach Chants. Dort können wir über den Forstweg mit den Skiern zur Alp digl Chants, 1.999 m, aufsteigen. Im Blick den markanten Piz Üertsch laufen wir weit ins Val Plazbi hinein, bevor der Weg nach Osten Richtung Es-cha-Hütte abzweigt. Auf der Fuorcla Pischa, 2.871 m, zeigt sich unser heutiges Gipfelziel, der Piz Blaisun, 3.200 m.

Anfangs mit Skiern, aber bald zu Fuß und mit Eispickel stapfen wir in Günters Fußspuren direkt hinauf zum Gipfel. Der Hang ist weitaus steiler als vermutet und so manches Steilstück ist zu überwinden.

Nach Rückkehr zu unserem Skidepot fahren wir anfangs über herrliche Firnhänge ab. Leider wandeln sich die Schneebedingungen aber bald und wir kämpfen uns durch den bereits bekannten tiefen Sumpf zur Es-cha-Hütte, 2.594 m.

Das Hüttenpaar wartet bereits auf uns - schließlich sind sie extra wegen uns noch einen Tag länger hier geblieben. Wir sind die einzigen Gäste. Auch hier wird wieder ordentlich aufgekocht: Suppe, Salat, Reis mit Geschnetzteltem, Obstsalat mit jeder Menge Nachschlag.

Start nach Taxifahrt im Val TuorsChantsVal Plazbi mit Piz ÜertschKartenstudium bei Alp digl ChantsAufstieg zur Fuorcla PischaSteiler Anstieg zum Piz BlaisunWeiter Ausblick von Piz BlaisunAbfahrtsfreuden vom Piz BlaisunAbfahrt mit Blick auf Piz BlaisunEs-cha-HütteBelagerung der Es-cha-HütteAusblick von der Es-cha-Hütte

5. Tag: Donnerstag, 29. April, 1.600 Höhenmeter bergauf, 1.570 bergab

Bei schönem Wetter geht es hinauf zur Furcla d’Es-cha, 3.002 m. Vorher allerdings müssen wir noch ein Steilstück mit den Skiern am Buckel und mit Hilfe von Ketten und einem selbst gelegten Seil überwinden. Von dort oben sieht man den Aufstieg zum Gipfel des Piz Kesch, 3.418 m. Aber zuerst geht es noch hinunter, dann mit den Skiern über den Gletscher zum Skidepot.

Ausgerüstet mit Seil, Gurt, Steigeisen und Pickel wagen wir den Anstieg auf den Gipfel. Dieser ist über 200 Höhenmeter steil, teilweise ausgesetzt und es gilt, eine 2-er-Kletterei zu überwinden. Aber alle schaffen es und die Freude darüber ist groß!

Nach diesen Mühen genießen wir umso mehr die herrliche Abfahrt bis hinunter auf 2.700 m. Noch viel zu früh für die Hütte. Also ohne Gepäck Aufstieg zur Furcola Viluoch, 2.936 m, wieder hinunter, und noch ein kleines Skitourenrennen hinauf zum Skidepot des Piz Kesch. Danach packen wir unsere schweren Rucksäcke auf den Buckel und ziehen zur Keschhütte, 2.632 m, hinüber. Auch dort sind wir wieder die einzigen und letzten Gäste. Sogar die leckere Nusstorte bekommen wir zum halben Preis und so mancher ist bereits satt, bevor Zucchinisuppe, Püree mit Wurstbraten und Schokocreme aufgetischt werden.

Morgendlicher Start auf der Es-cha-HütteAuf dem Weg zur Furcla d’Es-chaBlick zur Furcla d’Es-chaSteilstück zur Furcla d’Es-chaAbstieg von Furcla d’Es-chaAbstieg von Furcla d’Es-chaKletterei am Piz KeschKletterei am Piz KeschGedrängel am Piz KeschAbfahrtsfreuden am Piz KeschBlick von Furcola ViluochKeschhütte

6. Tag: Freitag, 30. April, 1.550 Höhenmeter bergauf, 1.690 bergab

Heute können wir direkt von der Hütte erstmal abfahren. Zuerst geht es das Val dal Tschuvel, dann das Val Funtauna hinunter. Erst an der Alp Funtauna, 2.192 m kleben wir die Felle unter die Ski und steigen zum Scalettapass , 2.606 m, hinauf. Dort querenwir zum Scalettahorn, um von dort auf den Piz Grialetsch, 3.131 m zu steigen. Aber irgendwie finden wir den Weg nicht und müssen nochmals zurück. Die vorgesehene Aufstiegsroute erweist sich als nicht möglich, da zu viel Geröll liegt. Später ergibt ein Kartenvergleich, dass mittlerweile der Anstieg auf den Gipfel über eine andere Route erfolgt.

Statt Gipfelanstieg genießen wir eine Brotzeit und fahren dann hinunter über Lawinenhänge ins Gletschtälli, ca. 2.300 m. Von dort aus steigen wir hinauf zur Grialetschhütte, 2.546 m. Auch der dortige Hüttenwirt ist noch einen Tag länger geblieben, um uns bewirten zu können mit einer Minestrone, Püree mit Leberkäse in Sauce, Salat und Obstsalat.

Abfahrt von der KeschhütteBlick ins Val FuntaunaBlick vom Scalettapassin der Nähe vom ScalettopassAnstieg Piz GrialetschGeröllanstieg zum Piz GrialetschOberhalb GletschtälliGrialetschhütte

7. Tag: Samstag, 01. Mai, 850 Höhenmeter bergauf, 1.700 bergab

Entgegen aller Vorhersagen ist das Wetter viel besser. Immer wieder ist blauer Himmel zu sehen, dann zieht es wieder zu. Der Schnee allerdings bereits von der Hütte an nicht befahrbar. Immer wieder bleiben wir im Sumpf stecken oder überschlagen uns sogar. Um aus dem Loch rauszukommen, ist nicht selten, Hilfe nötig. Nach der Hüttenabfahrt steigen wir über einen langen Gletscher zum Piz Sarsura, 3.178 m. Die letzten Höhenmeter sind wieder sehr steil und nur zu Fuß begehbar.

Die oberen Hänge sind abfahrtsmäßig wieder ein Genuß. Aber leider ist der Übergang in den tiefen Sulz schnell erreicht und wir müssen wieder sehr aufpassen, um nicht plötzlich festzustecken oder gar das Gleichgewicht zu verlieren. Erst weiter unten sind die Verhältnisse besser und dank Lawinenabgänge können wir bis auf 1.900 m abfahren. Die letzten 200 Höhenmeter Richtung Zernez sind zu Fuß schnell überwunden. Allerdings dauert es dann doch mehr als eine Stunde, bis die Autos vom Julierpass geholt sind.

Grialetschhütte am MorgenPiz Vadretbundner-0188.JPGAbfahrt von der Grialetschhüttebundner-0195.JPGAnstieg zum Piz SarsuraGipfelstürmerGipfelstürmerinnenAbfahrtsproblemeAufstehen ist schwerAbfahrt über LawinenhängeAbfahrt über Lawinenhängebundner-0214.JPGbundner-0215.JPGbundner-0219.JPGbundner-0221.JPG

Teilnehmer: Günter, Benni, Volker, Ralf, Peter, Franz, Trixi

Kosten: ca. 400 Euro


Wanderroute 475782 - powered by Wandermap

Hanne, Helga, Brigitte und ich wollen die letzten Schneereste nutzen und eine Skitour machen. Unser Ziel ist der Hochkönig, 2.941 m in den Berchtesgadener Alpen. Dazu fahren wir nach Mühlbach am Hochkönig, 1.502 m. Am Parkplatz vom Arthurhaus stehen bereits einige Autos.

Zu Fuß mit den Skiern am Rucksack geht es zur Mitterfeldalm, 1.690 m. Von hier aus können wir auf Skiern hinaufsteigen. Vorsichtig queren wir die steilen Hänge, von denen bereits einige Lawinen abgegangen sind, bevor wir die weiten Hänge erreichen. In Anblick der markanten Torsäule marschieren wir hinauf. Lange Querungen ziehen sich hinauf zum höchsten Punkt des Hochkönigs, auf dem das Matrashaus steht - leider nicht geöffnet. Deshalb holen wir unsere Brotzeit aus dem Rucksack bevor wir uns an die Abfahrt machen.

Oben lässt es sich gut fahren, allerdings ein wenig windgepresst. Mehrere Querungen und Gegenanstiege sind zu absolvieren, bevor wir die eigentlichen Hänge erreichen. Leider ist der Schnee ziemlich langsam und je weiter unten sumpfig.

Eine lange Tour mit 1.550 Höhenmeter, die aus Abfahrtssicht nicht so besonders lohnend ist, da sehr viele Querungen und wenige wirkliche Hänge.

Arthurhaus - Ausgangspunkt zum HochkönigMitterfeldalm am HochkönigQuerungen am HochkönigHochkönigHänge am HochkönigTorsäule am HochkönigMatrashaus am Gipfel des HochkönigQuerungen am Hochkönig bei der Abfahrt

Tourenbeschreibung

Früh um 5.30 Uhr fahren wir los in die Hohen Tauern über Taxenbach und Rauris nach Kolm-Saigurn. Die Autofahrt ist länger als gedacht, 2.30 Stunden. Leider entsprich das Wetter nicht ganz unseren Erwartungen - es geht ein heftiger Föhnsturm und es kommen dichte Wolken auf. Bereits am Parkplatz kommen uns die ersten Skitourengeher vom Hocharn, 3.254 m, entgegen - sie haben die Tour abgebrochen. Auch wir überlegen, beschließen dann aber doch, es zu wagen.

Die ersten Hundert Meter laufen wir mit den Skiern am Rucksack die Straße entlang. Dann können wir die Skier anschnallen und suchen uns ein Weg durch die Büsche. Danach geht es stetig bergauf. Weiter kommen uns Skitourengeher entgegen und berichten von unglaublichem Sturm. Nach der ersten Steilstufe diskutieren wir nochmals, ob wir weitergehen wollen. Nachdem aber immer wieder mal die Sonne herausschaut und der Anstieg ganz gut zu erkennen ist, gehen wir weiter. Lange zieht sich der Weg dahin über stetig steile Hänge. Carmen bricht ab, während Hanne und ich weiter dem Gipfel zustreben. Unterhalb unseres Ziels werden wir vom Nebel eingeholt. Die Sicht ist schlecht und wir tasten uns vorsichtig entlang vorhandener Spuren weiter hinauf. Mit einem Freudenschrei erreichen wir das Kreuz, das plötzlich im Nebel vor uns auftaucht.

Der Wind weht heftig, keine Sicht. Also nichts wie runter ins Tal. Leider gestaltet sich die Abfahrt als mindestens genauso anstrengend wie der Aufstieg. Durch den Nebel ist der Gleichgewichtssinn gestört und vor allem ist der Schnee nicht weich geworden. Wir fahren wie Anfänger über eine holprige harte Piste.

Wir benötigen 1 1/2 Stunden für diese Abfahrt, obwohl wir zügig abfahren. Aber immer wieder müssen wir ausrasten. Wir sind glücklich, heil unten anzukommen und am Parkplatz Carmen zu treffen, die seit Stunden auf uns wartete.

Hocharn - Kolm-SaigurnHocharnHocharnHocharnHocharnHocharnHocharn

Beim Rausfahren müssen wir leider 9,00 Euro (Wucher!) Maut bezahlen. Schade, dass wir so schlechte Abfahrtsbedingungen hatten. Die Hänge müssen bei gutem Schnee ein einziger Traum sein.

Tourenbeschreibung

GPS-Track und mehr

Bei herrlichem Wetter fahren Hanne, Kone, Helga und ich ins Griesner Kar. Ausnahmsweise ist der Parkplatz nicht überfüllt, aber einige Rentner nutzen den Tag. Nur durch den Wald müssen wir die Skier tragen, ansonsten können wir alles mit den Skiern gehen. Es hat etwa 15 cm Neuschnee, darunter ist es hart.

Wir folgen der Skispur hinauf in die Scharte der Goinger Halt, ansonsten ist noch nichts gespurt. Eigentlich würden wir gerne das Schönwetterfensterl fahren, aber irgendwie sind wir faul.

Die Abfahrtsbedingungen sind teilweise schwierig - immer wieder ziemlich sulzig, dann aber auch hart mit ausgeprägten Spuren.

GriesnerkarGriesnerkarGriesnerkarGriesnerkarGriesnerkarGriesnerkarGriesnerkar

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